Monatszeitschrift für Politik, Volkstum und Kultur.

12. Österreich-Tag in Budapest

Vor einigen Wochen fand der 12. Österreich-Tag in Budapest statt, organisiert vom BUSCH in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum Budapest, dem Österreich-Institut und dem OeAD-Programm „Kultur und Sprache“. Die 40 Teilnehmern kamen aus verschiedenen ungarischen Regionen sowie von Bildungsinstitutionen wie der Österreichischen Schule Budapest und mehreren Hochschulen.

Thematisch zeigt sich seit 2011 eine Entwicklung: Anfangs unter Gründer Dr. Heinz Bernart standen Unterrichtshilfen und landeskundliche Inhalte im Fokus, später historische Themen zur österreichischen Identität. In den letzten Jahren rückten Literatur, Dramapädagogik, digitale Kompetenzen und KI stärker in den Mittelpunkt. Nach der Eröffnung durch BUSCH-Vorsitzenden Robert Wild und den neuen Kulturforumsdirektor Fabian Ortner wurde die OeAD-Materialplattform vorgestellt: Sie bietet moderne Unterrichtsmaterialien für Deutschlehrer weltweit, hilft bei der Vernetzung und basiert auf Prinzipien wie modularem Aufbau, DACH-Bezug und kulturreflexiver Didaktik. Zudem informiert sie über Förderungsangebote.

Judit Klein vom Goethe-Institut Budapest referierte über die Bedeutung von Minderheitenmedien für Identität und Sprach­erhalt. Vorgestellt wurden u.a. die Neue Zeitung, deutschsprachige Radio- und TV-Formate sowie soziale Medien der deutschen Minderheit in Ungarn. Der ORF-Journalist Philipp Maschl behandelte das Thema Desinformation. Er warnte vor der Gefahr von Desinformation durch Sozialen Medien für Jugendliche, die für viele mittlerweile als wichtigste Nachrichtenquelle gelten, zudem sinke das Vertrauen in Journalismus und KI-generierte Inhalte nähmen zu. Sonja Winklbauer präsentierte Dramapädagogik als effektive Methode im Sprachunterricht. Durch Rollenspiele, Improvisation und Theaterarbeit soll Sprache praxisnäher vermittelt werden. Am Nachmittag fanden Workshops statt. Im Workshop von Philipp Maschl wurden Strategien zur Erkennung von Desinformation erarbeitet.

Cornelius von der Mühlen

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