Monatszeitschrift für Politik, Volkstum und Kultur.

Alle nach Halle (schon wieder)!

von Benedikt Kaiser

Kaisers Zone

Aller guten Dinge sind drei. Gewiß: Die traditionellen bundesdeutschen Buchmessen finden statt in Leipzig im Frühjahr und in Frankfurt am Main im Oktober. Politische Gründe haben aber mittlerweile dafür gesorgt, daß mit Halle/Saale im November ein dritter Buchmessetermin auf dem Plan der Kultur- und Literaturfreunde steht: in der Mitte Ostdeutschlands, also in Mitte-Mitteldeutschland. Und dieser Termin, dieses Jahr am 7. und 8. November (jeweils 10 bis 18 Uhr), ist schon jetzt unverzichtbar.

Den Hintergrund der Messe habe ich 2025 für den ECKART so erklärt:

„Die klassischen Buchmessenformate in der BRD wurden zunehmend von antifaschistischer Hysterie und linksliberaler Ausgrenzungspolitik dominiert. Zuerst waren konservative und rechte Verlagshäuser – von Antaios (Schnellroda) und Jungeuropa (Dresden) bis zur Jungen Freiheit (Berlin) – in sogenannte ‚Sackgassen‘ gesteckt worden; irgendwo, am Ende einer Messehalle, am Ende eines Ganges, dann nochmal links abbiegen, gen Nirvana, also dorthin, wo wirklich nur hartgesottene Leser dann auch vorbeikommen. Und dann verzichteten diese Verfemten – nicht alle, aber mehrheitlich – auf die kostspielige und zunehmend würdelose Teilnahme am linken Spektakel. Susanne Dagen, jene populäre umtriebige Buchhändlerin aus Dresden vom Buchhaus Loschwitz, die neben diesem Juwel von Buchhandlung im wohl schönsten Stadtteil von Elbflorenz auch einen eigenen Verlag betreibt, ertrug die Ausgrenzungspolitik nicht. Da Jammern nicht ihr Metier ist, sondern – gut sächsisch – das Anpacken, organisierte sie in Kooperation mit Tichy’s Einblick und dem unabhängigen Radiosender Kontrafunk eine eigene Messe namens „Seitenwechsel“ mit der klaren Devise, daß freie Rede und freie Diskussion dort am Leben gehalten werden sollten. Deswegen also Halle/Saale.“

Diese Messe, die nun zum zweiten Mal stattfinden wird – größer, besser, intensiver! – muß weiterhin unterstützt werden. Die „Zone“ ist ja auch für ECKART-Leser nicht aus der Welt: Auch Österreicher können relativ unkompliziert in die Nachbarstadt von Leipzig reisen: mit dem Auto, mit dem Zug (ICE-Umstiegsverbindung ab Wien oder Graz), mit dem Flugzeug (nach Leipzig/Halle ab Wien) oder mit dem Bus. Es wird ein noch dichteres und spannenderes Programm als 2025 geboten, das hier eingesehen werden kann: https://www.messe-seitenwechsel.de/programm

Aus Sicht der Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM) und der Zeitschrift Der ECKART sind folgende Programmpunkte besonders hervorzuheben:

1. Am Messesamstag, dem 7. November, gibt es ab 16:00 Uhr am Karolinger-Stand (D3), direkt neben der ÖLM, die Gelegenheit, unter dem Motto „Trinken mit Klonovsky“ mit Karolinger- und jüngst auch  ECKART-Autor Michael Klonovsky anzustoßen. Er signiert gerne und steht für Fragen allzeit bereit. Gut gestärkt geht es dann um 17.15 Uhr in Raum 2. Dort präsentieren die ECKART-Autoren Dr. Peter Wassertheurer und Prof. Lothar Höbelt die Eckartschrift mit dem Titel Blutige Grenzen: Nationalitätenkonflikte in Osteuropa bis heute. Das Thema war und bleibt brisant, und gerade aus der Perspektive konstruktiver Volkstumsarbeit kann man es wohl als „Pflichtthema“ einordnen.

2. Ich selbst darf mit Schriftleiter Konrad Markward Weiß am Sonntag, dem 8. November, ab 13.30 Uhr die Hauptbühne der Messe besetzen. Wir sprechen über mein Buch Kaisers Zone. Warum der Osten anders denkt (Wien 2026), also auch über diese nun seit fast fünf Jahren Monat für Monat einmal gedruckt und einmal im Netz erscheinende Kolumne, vor allem aber über die Frage, weshalb sie nötig geworden sei und was den heutigen deutschen Osten in letzter Instanz kulturell, geistig und politisch ausmache. Wir debattieren über Mentalitäten und Metapolitik, Wendepunkte und Widerstand. Nicht zuletzt müssen auch kritische Fragen erörtert werden: Ist die Mitte jetzt Osten, und überschreiben wir damit das nationale Erbe? Haken wir eigentlich den Westen ab, oder sehen wir noch Hoffnung? Gilt einfach auch in Real- und Metapolitik der deutschen Lage: Ex oriente lux? Mein dann druckfrisches Buch Kaisers Zone wird am Stand von Österreichischer Landsmannschaft und ECKART verfügbar sein, exklusiv und dort natürlich auf Wunsch auch von mir signiert. Für einen guten Tropfen sorgen unsere Mitstreiter aus Wien ebenfalls.

3. Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich der Vortrag von ECKART-Autor Prof. Lothar Höbelt, der einen eigenwilligen Blick auf den globalen Hegemon werfen wird. Das Buch, das Kritiker als „Anti-Fernau“ verstehen, trägt den Titel 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika und ist im Karolinger Verlag erschienen. Deshalb moderiert selbstverständlich erneut Konrad Markward Weiß die Präsentation dieses streitbaren Werkes unter dem Motto Die USA, ihre Geschichte und wir. Wer dabei sein möchte, und wir wollen das natürlich, kommt am Sonntag, dem 8. November, um 16.15 Uhr in Raum 3 der Messe.

4. Weitere Termine mit Bezug zum hiesigen Gegenstand Mittel- und Ostdeutschland kollidieren erfreulicherweise nicht mit unseren Terminen. Es sind die folgenden: Am Samstag, dem 7. November, wird Arne Schimmer in Raum 1 für einige Diskussionen sorgen: Er trägt ab 11.15 Uhr vor zu seiner Neuerscheinung DDR von rechts (Chemnitz 2026). Seine provokante Kernthese: Das falsche halbe Deutschland sei 1990 untergegangen! Vier Stunden später trifft man mich dann in Raum 3. Um 15.15 Uhr stellt sich dort ECKART-Autor F. Helbig den kritischen Fragen der ECKART-Autorin Dr. Caroline Sommerfeld. Der Niederschlesier Helbig hat nämlich ein Buch über Gewalt, Fußballkultur und Schlesien geschrieben – man sollte es lesen und die Veranstaltung besuchen! Ebenfalls am Nachmittag des Messesamstags, und das wird sicherlich die Stuhlreihen füllen, spricht dann noch AfD-Parteichef Tino Chrupalla über sein Buch auf der Bühne, und zwar um 16.15 Uhr.

Grundsätzlich wie vehement sei hervorgehoben, daß an den Ständen von ÖLM/ECKART und des benachbarten Karolinger Verlages eine wohlige Atmosphäre und explizite Gastfreundlichkeit herrschen: Für so manche Spirituose aus süddeutschen Landen ist gesorgt, und durstig mußte noch kein Gast die beiden Stände verlassen. Selbstverständlich sind während der gesamten Messe immer wieder ECKART– und Karolinger-Autoren am Stand präsent, um anzustoßen, ein offenes Gespräch zu führen – und natürlich auch, um Bücher zu signieren, wovon es an beiden Ständen reichlich gibt, inklusive meiner Neuerscheinung Kaisers Zone.

Auf geht’s, nach Halle/Saale, nach Sachsen-Anhalt, ins Land des „blauen Wunders“ und der hoffentlich baldigen ersten AfD-Landesregierung Deutschlands unter Ulrich Siegmund. Wir sehen und sprechen einander!

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