<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wien &#8211; Der Eckart</title>
	<atom:link href="https://dereckart.at/tag/wien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://dereckart.at</link>
	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 May 2021 16:35:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.7</generator>

<image>
	<url>https://dereckart.at/wp-content/uploads/2021/11/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>Wien &#8211; Der Eckart</title>
	<link>https://dereckart.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Geistiger Brandstifter und Totalitarismus-Wegbereiter</title>
		<link>https://dereckart.at/geistiger-brandstifter-und-totalitarismus-wegbereiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2021 16:35:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologien]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=8548</guid>

					<description><![CDATA[Karl Popper: Kommunist &#38; Propagandist der „Offenen Gesellschaft“ Karl Popper gehört zu den einflußreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Sein Credo lautete, es gebe nur einen Weg, zur Wahrheit zu gelangen – und zwar durch unsere Irrtümer. Blicken wir auf die heutigen Zustände, die er als Schreibtischtäter mit herbeigeführt hat, erkennen wir, daß er entgegen seinem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Karl Popper: Kommunist &amp; Propagandist der „Offenen Gesellschaft“</h2>



<p><strong>Karl Popper gehört zu den einflußreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Sein Credo lautete, es gebe nur einen Weg, zur Wahrheit zu gelangen – und zwar durch unsere Irrtümer. Blicken wir auf die heutigen Zustände, die er als Schreibtischtäter mit herbeigeführt hat, erkennen wir, daß er entgegen seinem Motto intensiv dazu beitrug, Irrtum und Lüge als Wahrheit zu installieren.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Dr. Mario Kandil</em></p>



<p class="has-drop-cap">Karl Raimund Popper kam am 28. Juli 1902 als drittes Kind des Rechtsanwalts Simon Siegmund Carl Popper und dessen Frau Jenny (geb. Schiff) in Wien zur Welt. Trotz seiner jüdischen Eltern wurde Karl Popper protestantisch getauft, besuchte das humanistische Gymnasium und ging 1918 vom Realgymnasium ohne Abschluß ab. Doch 1922 holte er die Matura nach, absolvierte eine Tischlerlehre und danach eine Ausbildung zum Volksschullehrer, die er 1924 erfolgreich abschloß. 1928 promovierte Popper bei dem Psychologen und Sprachtheoretiker Karl Bühler mit einer Dissertation über das Thema „Die Methodenfrage der Denkpsychologie“. Nachdem Karl Popper im Jahre 1929 die Lehrberechtigung für die Hauptschule in Mathematik und Physik erworben hatte, erhielt er 1930 eine Anstellung als Hauptschullehrer in Wien, die er bis 1935 innehatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Karl Popper war KPÖ-Mitglied</h3>



<p>Sein scheinbar bürgerlicher Lebenslauf darf jedoch über eines nicht hinwegtäuschen: Schon früh stieß Popper zur extremen Linken. Denn nach Ausrufung der Republik im November 1918 trat er in die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ein, die u. a. unter Anleitung des Bluthunds Béla Kun mehrere Umsturzversuche nach dem Vorbild Lenins unternahm. Die Exkulpierung, Popper sei durch die Parteikader „getäuscht“ worden und habe sich nach Erkennen von deren Skrupellosigkeit vom Marxismus abgewandt, vermag nicht recht zu überzeugen. Seine Erfahrungen mit der blutigen „Realpolitik“ der Linken hielten ihn nämlich später nicht davon ab, gemeinsam mit anderen linken Säulenheiligen das theoretische Konstrukt der „offenen Gesellschaft“ zu basteln. Es ist somit letzten Endes auch Karl Poppers Werk, daß in vielen westlichen Demokratien die politisch links stehenden Kräfte mit ihrer wahrhaft arroganten Anmaßung, alle Andersdenkenden als Schurken zu diffamieren, die Oberhand gewinnen konnten und derzeit eine Meinungsdiktatur übelster Art praktizieren können.<br>Aber zurück zur Chronologie seines Lebensweges, der ihn über den Umweg Neuseeland nach England führte, wo er 1946 an die London School of Economics (LSE) berufen wurde. 1949 erhielt Karl Popper daselbst die Professur für Logik und Wirtschaftswissenschaften und nahm die englische Staatsbürgerschaft an.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Die offene Gesellschaft“</h3>



<p>1950 konnte der Philosoph nach langjähriger Verlagssuche „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ in einer amerikanischen Ausgabe veröffentlichen. Popper zufolge stellt die „offene Gesellschaft“ einen Zusammenschluß freier Menschen innerhalb eines staatlichen Rahmens dar, der gegenseitigen Schutz offeriert.<br>In dieser Utopie leben Individuen, die ihr Leben durch verantwortliches Handeln permanent „aufgeklärter“ gestalten. Dieses in der Tradition des Liberalismus stehende Gesellschaftsmodell setzt sich zum Ziel, „die kritischen Fähigkeiten des Menschen“ freizulegen. Dabei soll die staatliche Gewalt so weit wie möglich geteilt werden, um Machtmißbrauch zu vermeiden. Poppers Vorstellung von der „offenen Gesellschaft“ steht in engem Zusammenhang mit der Staatsform der Demokratie. Diese wird allerdings nicht als Herrschaft der Mehrheit verstanden, sondern als Möglichkeit, die Regierung ohne Gewalt abzuwählen. Wiewohl Popper in diesem berühmten Werk u. a. mit Marx und dem von diesem begründeten totalitären System abrechnet und mit der „offenen Gesellschaft“ ein Gegenbild zu der „geschlossenen Gesellschaft“ von Marx entwirft, liefert er den Linken unserer Tage die Blaupause für ihre totalitäre Version einer „offenen Gesellschaft“. Die ist für alle „offen“, seit Herbst 2015 sogar für eine Unmenge von Kriminellen und Terroristen, die mit der Masse der Einwanderer z. B. nach Österreich und in die BRD gelangten. Eine Folge davon sind u. a. Morde wie der, bei dem in Stuttgart am 31. Juli 2019 ein Araber einen Rußlanddeutschen bestialisch abschlachtete. Einzig die für vogelfrei erklärten „Rechten“ müssen in dieser angeblich „offenen Gesellschaft“ außen vor bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Diktatur im Transparenzgewand</h3>



<p>Was sich hinter deren von den Herrschenden und ihren Claqueuren penetrant gefeierter „Offenheit“ verbirgt, ist lediglich die Freiheit, das zu denken, zu sagen und zu tun, was von der links gepolten Obrigkeit erwünscht ist. Das aber ist mitnichten Freiheit, sondern Diktatur! So wie es Jean-Jacques Rousseau vorzuwerfen ist, daß er mit seinem Werk „Gesellschaftsvertrag“ (1762) in der Französischen Revolution dem „Tugendterror“ der Jakobiner Vorschub geleistet hat (ob bewußt oder unbewußt, ist irrelevant), muß auch an Karl Popper ein massiver Vorwurf gerichtet werden: Er hat die politisch-moralische Grundlage für die mittlerweile zu einem Heiligtum erhöhte „offene Gesellschaft“ geschaffen, welche die Hauptursache für die heute in vielen westlichen Staaten herrschenden chaotischen Zustände ist, zu denen es auch gehört, daß die linksterroristische „Antifa“ einen von den Herrschenden zumindest geduldeten Bürgerkrieg gegen alle politisch als „rechts“ Verorteten führen darf und dafür oft noch belobigt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mischung aus Anarchie und Staatsterror</h3>



<p>Auf der auch von Karl Popper geschaffenen Basis haben die politische Klasse und die Kräfte, die die wirtschaftlichen Grundlagen kontrollieren, einerseits sowie die linke „Intelligenz“ und ihre im Überbau tätigen Kollaborateure andererseits in den letzten 50 Jahren ihr Projekt, das sie so gerne als „offene Gesellschaft“ oder „Zivilgesellschaft“ verkaufen, forciert. De facto ist diese ein Wechselbalg, dessen Mutter zwar die Anarchie, dessen Vater aber der autoritäre Durchgriff von erstaunlicher Strenge ist. Hiergegen auf breiter Basis Widerstand zu leisten, ist überaus schwierig. Für Popper, der 1965 von der britischen Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen wurde und nach Übersiedlung nach Wien (1985) am 17. September 1994 in London starb, ist die Widersprüchlichkeit ein Hauptcharakteristikum. Das gilt für sein Werk, gilt aber auch für seine Person. Er, der übrigens von der 68er Bewegung mit ihren wilden Tiraden nichts hielt und die Angehörigen der Frankfurter Schule als „orakelnde Philosophen“ verspottete, vertrat zwar auf dem Papier Freiheit und Toleranz, doch war er selbst intolerant und besaß kein wirkliches Verständnis von Freiheit. Vertrat einer seiner Schüler einmal eine andere Position als der große Meister, büßte er für immer seine Gunst ein. <br>Popper vergab und verzieh so gut wie niemals, und ironischerweise ist er mit allen diesen Fehlern den Linken, deren schleichender Machtübernahme auch er den Weg ebnete, ganz verblüffend ähnlich. Diese und ihre über die gesamte Gesellschaft verteilten Handlanger dulden es nämlich ebenfalls nicht, wenn irgendeiner um ein Jota von ihrer für sakrosankt erklärten offiziellen Linie abzuweichen wagt. Dann lassen diese selbsternannten Wächter der allein selig machenden „Wahrheit“ ihre liberale Maske sofort fallen, verfolgen die abweichenden Meinungen unnachgiebig und treiben die geplante kollektive Umerziehung noch rigider voran.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Blaupause für George Soros</h3>



<p>Es kommt wohl nicht von ungefähr, daß der selbsternannte Philanthrop George Soros mit seinen 1993 ins Leben gerufenen „Open Society Foundations“ ebenfalls die „offene Gesellschaft“ zu seinem Ziel erklärt und Bezug auf Karl Poppers Konzept nimmt. Unter dem Deckmantel, überall in der Welt Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu fördern, ist Soros jedoch nur bestrebt, die Völker seiner Vision der „Einen Welt“ zu unterwerfen.<br>Aber wie diese aussieht, dürfen wir in vielen Staaten der westlichen Hemisphäre Tag für Tag „genießen“…</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://dereckart.at/rundbrief/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hundertwasserhaus und Palais des Beaux Arts in Wien</title>
		<link>https://dereckart.at/hundertwasserhaus-und-palais-des-beaux-arts-in-wien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 16:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Drexler]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=8503</guid>

					<description><![CDATA[Zweifelhafte Kunst und architektonisches Juwel in nächster Nähe Seit Jahr und Tag stauen sich die Massen vor dem Hundertwasserhaus. Die eher mittel- mäßige Sehenswürdigkeit in Wien-Landstraße hat die Anschrift Löwengasse 41-43. Fast unmittelbar daneben, nur durch ein Wohnhaus getrennt, befindet sich – vom Massentourismus unbeachtet – ein bauliches Juwel, das Palais des Beaux Arts, ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Zweifelhafte Kunst und architektonisches Juwel in nächster Nähe</h2>



<p><strong>Seit Jahr und Tag stauen sich die Massen vor dem Hundertwasserhaus. Die eher mittel- mäßige Sehenswürdigkeit in Wien-Landstraße hat die Anschrift Löwengasse 41-43. Fast unmittelbar daneben, nur durch ein Wohnhaus getrennt, befindet sich – vom Massentourismus unbeachtet – ein bauliches Juwel, das Palais des Beaux Arts, ein Spitzenwerk der Gebrüder Josef und Anton Drexler, die um 1900 als Architekten in der Wertschätzung verständiger Zeitgenossen gleich nach Fellner &amp; Helmer rangieren.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Erich Körner-Lakatos</em></p>



<p class="has-drop-cap">Die Brüder Drexler orientieren sich an den vorhandenen Strömungen in der Architektur: Zuerst am strengen Historismus mit seinem Palastschema der italienischen Renaissance, dann mit wenigen Projekten am Späthistorismus, einige Zeit lang am Sezessionismus, schließlich am Jugendstil mit neubiedermeierlichen und neubarocken Elementen. Der Einfluß des Kunsthandwerks der Wiener Werkstätten ist nicht zu übersehen. Kurz vor 1900 erfährt die Drexlersche Architektur eine überaus starke Prägung durch den frühen Otto Wagner. Beispielhaft sei hier die Verwendung des Lorbeers als Dekorationselement genannt. Blattkränze und Blattgehänge nebst Scheibenelementen und Ziervasen werden fixer Bestandteil ihres dekorativen Repertoires, der Volutengiebel dient als krönendes Abschlußelement von Fenster- und Türöffnungen sowie für Erker. Nun zum Gipfel des Drexlerschen Schaffens, dem 1909 erbauten Palais des Beaux Arts in der Löwengasse 47 und 47A, Ecke Paracelsusgasse 11. Der ausführende Baumeister hieß Felix Sauer.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Späthistorische Stilelemente und französischer Jugendstil</h3>



<p>Architektonisch dominiert ein gelenkartig eingeschobener Eckturm. Er dient als verbindendes Scharnier beider Straßentrakte, seine Monumentalität wird durch großzügige Kastenerker abgefangen, deren Eigenheit es ist, daß sie nicht wie üblich rechtwinklig, sondern vielmehr trapezförmig sind, um den Lichteinfall zu verbessern. Der Turm ist flankiert von Frauenfiguren, die einen Globus in ihren Händen halten. Hier werden späthistorische Stilelemente mit Dekorationsmotiven des französischen Jugendstils, der Art Nouveau, verflochten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Barockisierende Turmaufbauten</h3>



<p>Viele kunstgeschichtlich Bewanderte meinen, die eher zurückhaltende florale Ornamentik lehne sich eher an den belgischen Jugendstil an.<br>In erster Linie die seitlichen Balkone sowie die barockisierenden Turmaufbauten bewirken eine glamouröse Gliederung der Fassade. Die Putzoberfläche orientiert sich am Münchener Vorbild, genauer gesagt, an der Schule des Martin Dülfer. Im Inneren des Hauses befinden sich ein reich ausgestattetes Vestibül mit blumenverziertem Stuck, desgleichen Reliefs von Frauenfiguren im Stiegenhaus. Leider sind die ursprünglich im runden Vestibül in große Wandfelder eingelassenen Modeillustrationen nicht mehr vorhanden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ursprünglich Modezentrum</h3>



<p>Die anfängliche Benennung des Hauses lautet Chic Parisien, es ist als Modezentrum gedacht und dient einem Modejournalverlag desselben Namens als Quartier. Bauherr Arnold Bachwitz ist als Betriebsgründer und Hauptaktionär gleichsam der Eigentümer des Anwesens. Er läßt das Haus auch deswegen errichten, um in den neuen Räumlichkeiten die Redaktionen seines Verlagsimperiums Chic Parisien Bachwitz AG zu bündeln. Zeitweise gehen hier mehr als 300 seiner Angestellten ein und aus.</p>



<h3 class="wp-block-heading">International erfolgreicher Verlag</h3>



<p>Bald erweist sich das Palais als zu klein, und im Frühjahr 1920 übersiedelt die Redaktion der recht aufwendig produzierten Zeitschrift „Moderne Welt – Kunst, Literatur, Mode“ in den Anbau Paracelsusgasse 9. Leicht sarkastisch heißt es in der ersten Ausgabe vom Oktober 1918 in der zwanzig Seiten starken Modebeilage aus der Feder der Emma Aloisia von Allesch: „Enger wird die Welt mit jedem Schritt. Da wir leider in keiner Hinsicht große Sprünge machen können, ist es wohl nur in der Ordnung, daß uns die Mode 1918 den engen Rock wieder schenkt.“ Die Chic Parisien Bachwitz AG befaßt sich mit Modethemen. Der Verlag, dessen Kollektion rund 50 Zeitschriften (teilweise in dreisprachigen Ausgaben) umfaßt, ist mit seinen Magazinen selbst in Paris und New York präsent, 95 Prozent der Auflagen (diese bewegen sich zwischen schmalen 1.300 und ansehnlichen 60.000 Stück) gehen ins Ausland. Das Geschäft läuft gut: Nicole Kinsky schreibt in ihrem Standardwerk „Hausfrau, Mutter und Gesellschaftsdame“ (1994) über Frauenzeitschriften in der Ersten Republik, die Auflage von „Moderne Welt – Kunst, Literatur, Mode“ habe sich pro Auflage von 6.000 im Jahre 1923 auf 35.000 in den Jahren 1930 und 1931 gesteigert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zweiten Weltkrieg heil überstanden</h3>



<p>1938 endet die Verlagstätigkeit. Während des Zweiten Weltkriegs ist das Luft-Gaukommando XVII im Haus untergebracht. Heute beherbergt es zwei Botschaften, Firmenbüros und eine Anzahl luxuriöser Privatwohnungen. Das Palais des Beaux Arts hat nichts von seinem Glanz eingebüßt. Schade, daß es nur Wenigen vergönnt ist, den architektonischen Wert des Juwels zu ermessen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://dereckart.at/rundbrief/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Historische Sperrstunde</title>
		<link>https://dereckart.at/historische-sperrstunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2021 03:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Heldenplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=8391</guid>

					<description><![CDATA[Es ist eiskalt an diesem Wintertag, und das nicht nur, was die Temperaturen anbelangt. Ich stehe mutterseelenallein auf diesem so besonderen Platz, den ich noch nie zuvor so menschenleer gesehen habe. Von links blickt mich Prinz Eugen, von rechts Erzherzog Karl von Habsburg-Teschen an. Ihre nur durch die Hinterbeine der Pferde auf den Plattformen fixierten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Es ist eiskalt an diesem Wintertag, und das nicht nur, was die Temperaturen anbelangt. Ich stehe mutterseelenallein auf diesem so besonderen Platz, den ich noch nie zuvor so menschenleer gesehen habe. Von links blickt mich Prinz Eugen, von rechts Erzherzog Karl von Habsburg-Teschen an. Ihre nur durch die Hinterbeine der Pferde auf den Plattformen fixierten Reiterstatuen (entworfen in den 1860ern von Anton von Fernkorn) gelten als Meisterwerke der Plastik. Die Statuen der berühmten Feldherren bestimmen die Optik des ehemaligen „Promenadeplatzes“, wie der Heldenplatz einstmals hieß. </p>



<p>Ich genieße die Ruhe vor dem Sturm, denn am Tag darauf werden hier zehntausende Menschen gegen die gravierendsten Einschränkungen der Freiheitsrechte seit den Alliierten Besatzern demonstrieren: Österreich befindet sich abermals im sogenannten „Lockdown“, abermals sinken dadurch die Infektionszahlen nicht. Die entschlossenen Augen des habsburgischen Herzog von Teschen auf der einen und des Kommandeurs im Großen Türkenkrieg auf der anderen Seite blicken auf ein verlassenes Areal, das ursprünglich ein Kaiserforum von gewaltigem Ausmaß hätte werden sollen.</p>



<p>Gottfried Semper scheiterte jedoch mit seinem Entwurf, der 1913 schließlich aufgegeben wurde (aus diesem Grund sehen wir heute weiterhin vom Heldenplatz direkt auf das Burgtheater). Normalerweise tummeln sich auf diesem Platz unzählige Touristen und Familien sowie Museumsbesucher, die Ausstellungen des Ephesos-Museums, der Rüstkammer oder des Weltmuseums in der Neuen Burg ansehen wollen, wo auch die Österreichische Nationalbibliothek untergebracht ist. Seit November 2018 befindet sich in diesem Trakt das umstrittene „Haus der Geschichte Österreich“.<br>Der Archivwissenschaftler Michael Hochedlinger kritisierte die Eröffnung als „Geschichtsvernutzung“, womit er sich in den Reihen des politisch-korrekten Lehrpersonals der Universität nicht gerade beliebt gemacht hat. Aber heute bleiben der Platz und die Museen leer; anstelle von Touristen beanspruchen nun Polizeifahrzeuge den Platz.</p>



<p>Am Ballhausplatz nebenan tummeln sich zum Teil schwerbewaffnete Polizeikräfte und Spezialeinheiten der Cobra. Was diese fast surreal wirkende Präsenz der Exekutive zu bedeuten hat, weiß man nicht – hat man Angst vor einem Sturm auf das Kapitol? Die Leere des Heldenplatzes steht stellvertretend für die Situation der österreichischen Wirtschaft; Studien prognostizieren, daß 10% der Unternehmen, 19% der Wirtshäuser und 31% der Kulturbetriebe pleitegehen werden. Vielleicht macht der Verunsicherung bald Unmut Platz, und dann wird dieser Platz wieder mit Menschen gefüllt sein. <strong>(Julian Bauer)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://dereckart.at/rundbrief/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein museales Kleinod in Wien: Das Böhmerwaldmuseum</title>
		<link>https://dereckart.at/ein-museales-kleinod-in-wien-das-boehmerwaldmuseum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 04:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmerwald]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmerwaldmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Sudetendeutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Wien-Landstraße]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=6071</guid>

					<description><![CDATA[Nicht tief drin im Böhmerwald, sondern mitten im Herzen Wiens Lange waren die Wiener Museen geschlossen, doch seit kurzem haben fast alle wieder geöffnet. Wer nach der „museumslosen Zeit“ wieder Lust bekommen hat, eine interessante Sammlung anzusehen, für den haben wir eine ganz besondere Empfehlung: Das unweit des Wiener Stadtparks gelegene, kleine, aber feine Böhmerwaldmuseum… [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Nicht tief drin im Böhmerwald, sondern mitten im Herzen Wiens</h2>



<p></p>



<p><strong>Lange waren die Wiener Museen geschlossen, doch seit kurzem haben fast alle wieder geöffnet. Wer nach der „museumslosen Zeit“ wieder Lust bekommen hat, eine interessante Sammlung anzusehen, für den haben wir eine ganz besondere Empfehlung: Das unweit des Wiener Stadtparks gelegene, kleine, aber feine Böhmerwaldmuseum…</strong></p>



<p><em>Ein Lokalaugenschein von Christoph Bathelt</em></p>



<p class="has-drop-cap">Das Böhmerwaldmuseum ist im Grunde kein Museum, in dem man modern audiovisuelles Entertainment konsumieren kann – es ist vielmehr ein Schatzkästlein, in dem man stöbern und entdecken kann. Vieles in dieser Sammlung ist schon sehr alt, bereits im 19. Jahrhundert kamen aufgrund der vielfach besseren Lebensumstände und Perspektiven viele Böhmerwäldler in die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien und fanden sich in Heimatgruppen zusammen. Erst recht nach Gründung der Tschechoslowakei, als die wirtschaftliche und politische Lage hart wurde, und dann ganz besonders nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach der Vertreibung 1945 erhielten diese Gruppen viel Nachwuchs.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Anfangs wurde die Sammlung in Gasthäusern gezeigt</h3>



<p>Mit dem Verlust der Heimat kam dann bald der Wunsch nach einem eigenen Museum auf, der sich 1952 im Verein „Erstes Österreichisches Böhmerwaldmuseum“ manifestierte und von den beiden Wiener (sic!) Schriftstellern Herbert von Marouschek (1909-1961) und Karl Haudek (1892-1958) gegründet wurde. Nachdem die Sammlung anfangs in verschiedenen Gasthäusern gezeigt wurde, wurde sie bereits 1955 unter Denkmalschutz gestellt und 1960 mit der Erzgebirger Heimatstube zusammengelegt. Seit 1967 ist sie in einem historischen Gebäude in der Ungargasse 3 untergebracht. In diesem Potpourri aus Haushalt- und Handwerksgegenständen, Bildern, Souvenirs und Sentimentalitäten finden regelmäßig Ausstellungen statt, erfreulicherweise seit einigen Jahren auch Kooperationen mit Regionalmuseen der alten Heimat wie Krumau, Außergefild oder Gratzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regelmäßige Sonderschauen</h2>



<p>Zusätzlich gibt es regelmäßig Sonderschauen, die jüngsten waren Andreas Hartauer, dem Schöpfer des Böhmerwaldliedes und dem Dichter, Musiker, Maler und Grafiker Hans Nachlinger gewidmet. Das Museum beteiligt sich an der populären „Langen Nacht der Museen“, um die Sammlung auch einem jüngeren Publikum näherzubringen. Zu dieser gehören 16.000 Postkarten, 25.000 Bücher, über 10.000 historische Fotos und unzählige Trachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Anton-Günther-Ecke</h2>



<p>Die Postkarten sind besonders wichtig, da auch eine Ecke (BILD oben) dem Erzgebirger Volksdichter Anton Günther (1876-1937) gewidmet ist, dem Erfinder der „Liedpostkarte“. Dieser war nämlich gelernter Lithograf und nutzte sein Handwerk, um seine beliebten Lieder besser verbreiten zu können.<br>Eine ebensolche „Ikone“ gilt dem Erbe Adalbert Stifters, dessen Totenmaske, Büste und zahlreiche Abbildungen an den großen Schriftsteller erinnern.<br>Interessant und weitestgehend unbekannt ist z.B. die Tatsache, daß im Böhmerwald – insbesondere im Moldautal – wie in Holland Holzschuhe gefertigt wurden. Die Herstellung im waldreichen Gebiet war sehr verbreitet, und so sieht man in der Ausstellung nicht nur ein paar Exemplare, sondern auch das nötige Handwerkszeug, um diese herzustellen. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Gernot Peter ist das Museum nicht nur ein spannender Ort zum Erkunden, sondern bietet auch Hilfe bei Ahnenforschung, historischen Projekten oder individuellen Fragestellungen. Und noch dazu ist es kostenlos – Spenden erwünscht! </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-6073" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-1024x1024.jpg 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-300x300.jpg 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-150x150.jpg 150w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-768x768.jpg 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-1536x1536.jpg 1536w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-2048x2048.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Das unweit des Bahnhofes Wien-Mitte (U3/U4) gelegene Böhmerwaldmuseum ist ganzjährig an Sonntagen von 9:00 bis 12:00 Uhr und gegen telefonische Voranmeldung bei Dr. Peter geöffnet. (Aufgrund der derzeitigen Situation sollte man sich unbedingt vorher über die Wiedereröffnung bzw. die aktuellen Öffnungszeiten kundig machen – siehe nachstehende Kontaktdaten!)</p>



<p><strong>Böhmerwaldmuseum Wien und Erzgebirger Heimatstube<br>Ungargasse 3/2/10, 1030 Wien<br>Tel.: +43 (0)664 8888 2824<br>boehmerwaldmuseum@aon.at<br><a href="https://www.boehmerwaldmuseum.at/">www.boehmerwaldmuseum.at</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Wien und Moskau</title>
		<link>https://dereckart.at/zwischen-wien-und-moskau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 11:14:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Seizer]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Diktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Zwangsmaßnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Lügenpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=7722</guid>

					<description><![CDATA[Es ist ein schöner kalter Sonntag, dieser letzte Tag im Januar, ideal für eine zünftige Bratwurst beim Würstlstand. Im Radio höre ich, daß die Polizei großflächig Plätze gesperrt hat und versucht, mit massiver Präsenz Menschen einzuschüchtern, um keinerlei Kundgebungen zuzulassen – von Moskau ist die Rede. Der Würstler hinter der Börse hat leider zu, der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Es ist ein schöner kalter Sonntag, dieser letzte Tag im Januar, ideal für eine zünftige Bratwurst beim Würstlstand. Im Radio höre ich, daß die Polizei großflächig Plätze gesperrt hat und versucht, mit massiver Präsenz Menschen einzuschüchtern, um keinerlei Kundgebungen zuzulassen – von Moskau ist die Rede.</strong></p>



<p class="has-drop-cap">Der Würstler hinter der Börse hat leider zu, der nahe der Votivkirche auch. Dafür starren mich dort schon 25 Polizisten böse an. Also weiter Richtung „MaHü“, dort muß es doch einen offenen Würstlbrater geben. Stattdessen treffe ich auf eine Demonstration. 100 Menschen, die meisten mit Maske, niemand hält den Mindestabstand ein. Der Polizei ist das egal, es geht hier um eine Demonstration für den russischen Regierungskritiker Nawalny. Warum dafür in Österreich während des Lock-Downs demonstriert werden darf, ist mir nicht so klar. Ich mache kehrt Richtung Stadtzentrum&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wien oder Moskau &#8211; das ist hier die Frage!</h2>



<p>Je weiter ich mich von der Nawalny-Demo entferne, desto mehr Polizisten schauen mich wieder grimmig an. Insgesamt müssen es hunderte sein, die hier Sonntagszuschläge kassieren, ohne daß mir der Sinn bewußt wird. Auf dem Weg in den ersten Bezirk komme ich am Ring vorbei. Dort sind tausende Menschen aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen eng aneinandergereiht. Allerdings können die auch nicht anders – Polizisten deren Helme mich an „Star Wars“ erinnern, haben vorn und hinten Sperren über den Ring gezogen, und drängen sie immer enger aneinander. Falls das Virus auch im Freien übertragen wird, gibt sich die Polizei durch ihr Handeln alle Mühe Ansteckungen zu maximieren. Repression scheint hier vor Gesundheit zu gehen&#8230;</p>



<p>Ich suche das Weite: Beim Ballhausplatz ist abermals Schluß, die Polizei hat den Platz vorm Bundeskanzleramt weiträumig abgesperrt, um hier jede Demonstration zu verhindern. Mir will der Radiobericht nicht aus dem Kopf gehen. Warum berichtet Ö3, daß sowas gerade in Moskau passiert, nicht aber über Wien? Zum Glück gibt es noch ein paar freie Journalisten. Ich habe es endlich geschafft und genieße nahe dem Stephansplatz eine Bratwurst mit „schorf‘m“ Senf. Ungefähr zeitgleich, wird der Journalist Michael Scharfmüller (Info-Direkt) verhaftet, darüber wird allerdings auf Ö3 nicht berichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beeinträchtigte Wahrnehmung der Medien</h2>



<p>Bei der Heimfahrt spricht der Verkehrsfunk von 3.000 Demonstranten, die sich in Wien versammeln und deshalb sei der komplette Ring, die „Zweierlinie“ und der gesamte Kai gesperrt. Wenn beim SPÖ-Maiaufmarsch nur der halbe Ring vom Karlsplatz bis zum Schottentor gesperrt ist, spricht man dagegen von 100.000 Menschen. Jetzt beginne ich auch zu verstehen, warum Zensur auf YouTube als Ergänzung zu den „Covid-Maßnahmen“ so wichtig ist. Ob die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Wertungen der „Qualitätsmedien“ den Menschen langsam auch auffallen? Oder wird man sich weithin mit den redaktionellen Vorgaben der Lügenpresse, „Rußland = böse Diktatur“ und „Österreich = lupenreine Demokratie“, zufrieden gegeben? <strong>(Christoph Seizer)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2021/02/Wien_31-1_I-2.jpg" alt="" class="wp-image-7728" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2021/02/Wien_31-1_I-2.jpg 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2021/02/Wien_31-1_I-2-300x169.jpg 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2021/02/Wien_31-1_I-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wiens rot-pinkes Techtelmechtel</title>
		<link>https://dereckart.at/wiens-rot-pinkes-techtelmechtel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 19:36:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl-NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Körner-Lakatos]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[NEOS]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=6612</guid>

					<description><![CDATA[Sozialisten plus Neos als Antithese zur leistungsbereiten Mittelschicht? Ein Beitrag von Erich Körner-Lakatos Nun wird die hauptstädtische Koalition aus SPÖ und Neos als sozialliberales Reformmodell gefeiert, eine politische Achse, die auch auf Bundesebene herbeigesehnt wird. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf diese beiden so gegensätzlichen Partner zu werfen, um die Hintergründe jenes Bündnisses auszuleuchten. Geht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Sozialisten plus Neos als Antithese zur leistungsbereiten Mittelschicht?</h2>



<p></p>



<p><em>Ein Beitrag von Erich Körner-Lakatos</em></p>



<p class="has-drop-cap">Nun wird die hauptstädtische Koalition aus SPÖ und Neos als <em>sozialliberales </em>Reformmodell gefeiert, eine politische Achse, die auch auf Bundesebene herbeigesehnt wird. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf diese beiden so gegensätzlichen Partner zu werfen, um die Hintergründe jenes Bündnisses auszuleuchten.</p>



<p>Geht es Ihnen gelegentlich auch so wie dem Verfasser dieser Zeilen, einem Soziologen: Da argumentiert einer ganz schlüssig und kommt zur These, an der Misere unserer Gesellschaft seien diejenigen schuld, die den Herrgott einen guten Mann sein und sich jahrein jahraus vom Sozialstaat durchfüttern lassen. Kurze Zeit später sagt ein anderer, die wirklich Reichen seien schuld, weil sie nicht produktiv seien und bloß ihr Kapital arbeiten ließen. Da man auch dieser Antithese ein Körnchen Wahrheit nicht absprechen kann, schwankt man, weiß sich nicht zu entscheiden.</p>



<p>Suchen wir nun nach einer den Widerspruch auflösenden Synthese, welche bekanntlich Hegels dialektischen Dreischritt vollendet, und – siehe da – es lichten sich die Nebel. Wir erkennen: Sowohl die von der Allgemeinheit alimentierte Unterschicht als auch die Hautevolee sind tendenziell asozial: arbeitsunwillig sowie den Gemeinsinn unterspülend. Die einen könnte man als Sozial-, die anderen als Kapitalschmarotzer charakterisieren. Beide Gruppen sorgen mit ihrem egoistischen Gehabe für Unmut bei den Leistungsträgern, also bei denen, die sich mit eingefleischtem Arbeitswillen, Sparsamkeit und Festhalten an bürgerlichen Wertvorstellungen ein bescheidenes Dasein schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von den Last-Eseln der Gesellschaft</h2>



<p>Vereinfacht ausgedrückt heißt das nicht anderes als dass man uns, den Last-Eseln der Gesellschaft, einen gehörigen Teil des Einkommens aus ehrlicher Arbeit abnimmt, um die „sozial Schwachen“ zu verhätscheln, aber auch, um die Schönen und Reichen des Landes mit niedrigen Steuersätzen, etwa für Stiftungen, im Lande zu halten. Kapital sei ja bekanntlich (im Gegensatz zu denen, die sich in der sozialen Hängematte räkeln und vor dem Flachbildschirm dösen) scheu wie ein Reh und schnell fort, sobald sich das Finanzamt meldet. Der Leistungsträger befindet sich in diesem Klassenkampf in einer denkbar ungünstigen Situation, nämlich im Zweifrontenkrieg. Die beiden Feinde der Mittelschicht stoßen auf jeweils genuine Art auf den Untergang der bürgerlichen Gesellschaft an: Die einen mit dem Champagnerkelch, die anderen mit der Bierdose. Gemeinsamkeiten der zwei Gruppen sind die Nichterbringung verwertbarer Leistungen sowie die freiwillige Ghettobildung.</p>



<p>Für Oberschicht und Unterschicht existiert kein Zusammenhang zwischen Leistung und Erfolg. In unserer Schlaumeiergesellschaft ist der Trickser ein Held. Der eine haut das Finanzamt übers Ohr, der andere das AMS oder das Sozialamt. Oben und Unten leben auf Kosten der Mittelschicht. Ein kluger Kopf (Wüllenweber, Die Asozialen, 2012) formuliert das so: <em>Die Finanzindustrie macht die Oberschicht reich. Die Hilfsindustrie ermöglicht die Lebensform der Unterschicht &#8230;</em> <em>Das typische Einkommen an beiden Rändern der Gesellschaft ist kein Resultat von Arbeit, sondern leistungsloses Einkommen: Transferzahlungen des Sozialstaates oder Profite aus Vermögensanlagen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Erb-Oberschicht ist keine Leistungselite</h2>



<p>Eine kleine Oberschicht, so Wüllenweber, habe sich völlig abgekoppelt, reiche Erben, die anders als ihre Vorfahren nicht mehr in die Gesellschaft investierten, sondern nur Anleger seien und von ihren Gewinnen weniger Steuern zahlten als jeder abhängig Beschäftigte. Die Oberschicht sei mitnichten die Leistungselite der Wirtschaft, wie viele noch immer glauben. Auch keine vom Finanzamt verfolgte Minderheit, als die sie sich gerne darstellt. Im Gegenteil. Auf ihren breiten Schultern ruht nur eine leichte Steuerlast. Die Oberschicht überlässt die Finanzierung des Gemeinwesens weitgehend der arbeitenden Mittelschicht.</p>



<p>Nun zu den vermeintlich „sozial Schwachen“. Der Alltag in der Unterschicht wird nicht von materiellen Entbehrungen geprägt, sondern von Spielkonsolen, Smartphones, Computern und vom Fernsehprogramm. Die materielle Armut hat unser Sozialstaat längst besiegt. Der Publizist Christian Ortner versucht sich in seinem Buch „Prolokratie“ (2012) als Wiedergänger Gaetano Moscas. Ortners Prototypen, die heutzutage <em>en masse</em> vorkommenden und noch dazu wahlberechtigten intellektuellen Minderleister Kevin und Jessica, sind im Grunde genommen nichts anderes als Moscas „beherrschte Klasse“, die als form- und knetbare Restkategorie getrost vernachlässigt werden könne. Ortners Gedanken sind deswegen weder besonders neu noch besonders originell. Offensichtlich ist eines: Die Zentrifugalkräfte, die auf die Gesellschaft wirken, werden deutlicher spürbar.</p>



<p>Soweit das soziologische Fundament. Wer hier die Ober- und wer die Unterschicht in der medial bejubelten Wiener sozialliberalen Koalition vertritt, ist damit in seinen Grundzügen klar ersichtlich. Die Sozialdemokraten – Linkspopulisten, die sie seit jeher sind – geben vor, die Interessen der Benachteiligten unserer Gesellschaft zu vertreten. Das stimmt bloß bedingt, weil ein zentrales Ziel der Linken, nämlich mehr Gleichheit, nicht dadurch gelöst wird, dass man den vermeintlich Armen Geld zusteckt. Nein, Gleichheit ist vor allem dadurch zu erreichen, dass diese verhätschelten Armen endlich genauso viel arbeiten wie der fleißige Bürger. Natürlich empfinden das diejenigen, die im sich Faulbett unserer Gesellschaft wälzen als Zumutung. Die SPÖ sichert sich die Stimmen der Minderleister, um qua Mehrheit in den Vertretungskörpern ihre Klientel bedienen zu können. Und in erster Linie ihren Funktionärsapparat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neos sind eine Partei der Reichen</h2>



<p>Wenden wir uns jetzt der Soros-affinen Gruppierung zu. Man muss es offen aussprechen: Die Neos sind eine Partei der Reichen. Das zeigt ein kurzer Blick auf die Wahlsprengel, wo die Pinken gut abschneiden. In Wien sind es die Villenviertel in Döbling und Währing. Offensichtlich gilt noch immer die alte Weisheit <em>Wo</em><em> das Geld ist sind die Liberalen nicht weit</em>.</p>



<p>Die Neos sind nicht nur die Partei der Reichen, sie vertreten auch deren Anliegen. Das ist legitim. Wer also ein Aktiendepot von mindestens einer Million Euro sein Eigen nennt, wer dafürhält, dass alte Menschen sang- und klanglos aus ihrer Mietwohnung gekündigt werden dürfen, damit Immobilienspekulanten fette Renditen einfahren, wer Österreichs Eigenständigkeit für verzichtbar hält – wer für all das steht, der ist bei den Neos gut aufgehoben. Das ideologische Unterfutter liefert das weiland Liberale Forum der inzwischen hochbetagten Heide Schmidt, für das nötige Kleingeld kommt der Baulöwe Haselsteiner in die engere Wahl.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neos-Damen waren bei NGOs sehr aktiv</h2>



<p>Charakteristisch für die Exponenten der Neos sind deren bisherigen Lebensläufe. Die beiden Arzttöchterln Beate Meinl-Reisinger und Stephanie Krisper hatten es zu keiner Zeit notwendig, durch eine Tätigkeit in der rauen Welt der freien Marktwirtschaft ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Stets waren es Jobs als Praktikantin, EU-Assistentin bei Herrn Karas in Brüssel, Traineeprogramme (Meinl-Reisinger) oder Caritas, Danish refugee council, International Helsinki Federation for human rights und NGO Asyl in Not (Krisper). Bei Christoph Wiederkehr ähnlich: studentischer Mitarbeiter am Verfassungsgerichtshof, Praktikant im EU-Büro Brüssel der Wirtschaftskammer Österreich, an der Botschaft in Canberra. Knochenjobs schauen anders aus, es sind mutmaßlich lauter Jobs, die der Steuerzahler alimentiert. Tja, das ist das Leben der <em>jeunesse dorée.</em></p>



<p>In Wiens Politik wächst solcherart zusammen, was zusammengehört. Hier der sich wohlversorgende rote Apparat, dort diejenigen, die das Kapital für sich arbeiten lassen. Frage: Handelt es sich bei dieser Koalition um einen Vertrag zu Lasten Dritter? Wobei dieser Dritte der fleißig arbeitende Bürger ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kleinkrieg um das Heeresgeschichtliche Museum</title>
		<link>https://dereckart.at/kleinkrieg-um-das-heeresgeschichtliche-museum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 12:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Christian Ortner]]></category>
		<category><![CDATA[Heeresgeschichtliches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=5907</guid>

					<description><![CDATA[Blendgranaten und fauler Zauber Das Heeresgeschichtliche Museum Wien, kurz HGM, gehört zu den bedeutendsten Museenseiner Art in Europa, wenn nicht sogar der Welt. 1869 gegründet, war es die Absicht KaiserFranz Josephs, nicht bloß ein Gebäude für die kaiserlichen Waffensammlungen zu errichten,sondern auch eine Ruhmes- und Gedenkstätte für die kaiserliche Armee zu schaffen. Ein Gastbeitrag von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Blendgranaten und fauler Zauber</h2>



<p></p>



<p><strong>Das Heeresgeschichtliche Museum Wien, kurz HGM, gehört zu den bedeutendsten Museen<br>seiner Art in Europa, wenn nicht sogar der Welt. 1869 gegründet, war es die Absicht Kaiser<br>Franz Josephs, nicht bloß ein Gebäude für die kaiserlichen Waffensammlungen zu errichten,<br>sondern auch eine Ruhmes- und Gedenkstätte für die kaiserliche Armee zu schaffen.</strong></p>



<p><em>Ein Gastbeitrag von Cornelius von der Mühlen</em></p>



<p class="has-drop-cap">Und so bietet das Museum nicht nur eine einzigartige Sammlung von Waffen und Uniformen seit dem Mittelalter, sondern auch in der Gestaltung des von Theophil Hansen entworfenen Gebäudes eine Augenweide europäischer Kulturgeschichte. Eine Besonderheit stellt dar, daß das HGM nicht den anderen Bundesmuseen gleichgestellt ist, sondern dem Bundesministerium der Verteidigung untersteht. Nach schweren Kriegszerstörungen und Wiederaufbau wurde das Museum vor allem von Johann Christoph Allmayer-Beck geprägt, der es in den Jahren von 1965 bis 1983 leitete und vor allem die Säle der Frühen Neuzeit bzw. der Spätzeit der Monarchie plante. Bewußt schlicht gehalten wurde ein „Durchkomponieren“ als „Gesamtkunstwerk“ angestrebt, das vor allem durch seine Exponate wirken sollte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Erfolg kam mit Rauchensteiner und Ortner</h3>



<p>Unter Allmayer-Becks Nach-Nachfolger Manfried Rauchensteiner kam 1998 der Saal „Republik und Diktatur“ hinzu, der die Zwischenkriegszeit zum Inhalt hatte. Seit 2005 wird das Museum von Christian Ortner geleitet, der auch das neue Motto „Kriege gehören ins Museum“ aufbrachte und der die Abteilung „Erster Weltkrieg“ grandios umbaute und umfangreich erweiterte. Mit zahlreichen Aktionen und „Bespaßungsprogrammen“ konnte die Besucherfrequenz des Museums auf rund 220.000 Personen pro Jahr mehr als verdreifacht werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Linksgrüne Hetzkampagne</h3>



<p>So weit, so gut, könnte man meinen: Doch leider haben sich nun wieder einschlägig bekannte Tugendwächter gemeldet und zur Hatz auf das Museum geblasen: Die Online-Plattform „Stoppt die Rechten“ des grünen Großinquisitors und Ex-Nationalrats Karl Öllinger behauptete im September 2019, im Museumsladen „wehrmachtsverherrlichende Literatur“ und auf HGM &#8211; Veranstaltungen „Nazi-Devotionalien“ vorgefunden zu haben. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ahnungslose Blimlinger</h3>



<p> Ins gleiche Horn stieß die Parteifreundin Öllingers, Eva Blimlinger, welche das HGM als „musealisierte Kaserne“ bezeichnete, „in der kaum Museumsfachleute arbeiten“. Allein schon in der Wortwahl der unpromovierten Historikerin und Nationalratsabgeordneten wird deutlich, daß Frau Blimlinger offenkundig noch nie einen Fuß über die Schwelle des Museums gesetzt hat, ebenso wie ihr Anfang 2019 wegen übler Nachrede verurteilter Kollege Öllinger: Die zahlreichen Veranstaltungen wie „Go Modelling“, „Auf Rädern und Ketten“, der mittelalterliche Adventmarkt oder die Teilnahme an der Langen Nacht der Museen des ORF bringen zehntausende Besucher, die sicher nicht nur wegen des österreichischen Soldatentums, sondern auch am Ambiente und an der Geselligkeit interessiert sind. Behauptungen, die Teilnehmerzahlen seien manipuliert, wurden vom Verteidigungsministerium entschieden zurückgewiesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auch Minister „rechtsextrem“?</h3>



<p>Die nächste Attacke kam vom „Kurier“ und der „Liste JETZT“, gleichfalls im Herbst 2019, mit welcher der Verdacht auf „blaue Netzwerke“ und „rechtsextreme Umtriebe im HGM-Kontext“ gemutmaßt wurde. Da, wie oben vermerkt, der oberste Dienstherr der Verteidigungsminister ist, stellt schon die Parteifarbe diese Aussagen in Frage: Seit Gründung der Zweiten Republik gab es acht ÖVP-Minister, sechs von der SPÖ und vier Freiheitliche. Kein Wunder also, daß die Behauptung bzw. &nbsp;parlamentarische Anfrage im April 2020 zu keinem Ergebnis führte und festgehalten wurde „explizite Hinweise auf antisemitische, rassistische oder rechtsextreme Inhalte finden sich in der Ausstellung nicht“. Auch auf den kritisierten, vom HGM organisierten Flohmärkten seien bei täglichen Inspektionen der Landespolizeidirektion Wien keine Gegenstände sichergestellt worden, die gegen das Verbots-, das Abzeichen- oder das Symbolgesetz verstoßen hätten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommission mit KPÖ-Fans</h3>



<p>Zur Überprüfung des Museumsshops und der Abteilung „Republik und Diktatur (1918-1945)“ wurde der wissenschaftliche Leiter des Grazer Joanneums, Dr. Wolfgang Muchitsch, bestimmt. Der SPÖ-nahe Historiker ist als Präsident des Museumsbunds Österreich nun tatsächlich ein Mann vom Fach, ebenso wie der Militärhistoriker Dr. Wolfgang Meighörner. Muchitsch wies in seiner Untersuchung auf die Tatsache hin, daß die Abteilung über zwanzig Jahre alt sei und einer Überarbeitung bedürfe, was an sich nichts Schlimmes sei. Unterstützung findet er darin bei seinem Kollegen Meighörner, der seit einem Jahr eine neue Arbeitsstelle sucht. Bedenklich wird es allerdings, daß es dabei aber nicht um die tatsächlich etwas in die Jahre gekommenen Teile von 1500 bis 1800 geht, sondern vor allem um die Zwischenkriegszeit. Denn wenn es um eine „zeitgemäße Kontextualisierung“ geht und als Beispiele das Militärhistorische Museum in Dresden genannt wird, das vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind mit einem gigantischen Betonriegel verunstaltet wurde, kann das nur bedeuten: Die Bilderstürmer müssen ran! Daß nun zusätzlich &nbsp;einschlägige Politikaktivisten wie DÖW-Leiter Gerhard Baumgartner in dieser Kommission sitzen und der „Politikwissenschaftler“ Dr. Walter Manoschek, welcher sich unlängst als offener Unterstützer der Kommunistischen Partei Österreichs outete und durch seinen Schwerpunkt &nbsp;Wehrmachtsverbrechen und NS-Justiz naturgemäß einer Ausstellung zur österreichischen Soldatengeschichte wenig abgewinnen kann, läßt Übles erahnen: Zum Beispiel eine Betonung des sozialistischen Opfernarrativs des Bürgerkriegs 1934 oder Verharmlosung der Kriegsfolgen erwarten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von Ministerin Tanner ist nichts zu erwarten</h3>



<p>Nun versucht sich die – persönlich selbst wegen der geplanten Demolierung des Bundesheeres unter Beschuß stehende – Bundesministerin Tanner von dieser Seite aus beliebt zu machen und bietet daher eine „zeitgemäße Neuaufstellung“ an. Zusammenfassend muß man sich fragen – und das gilt im Grunde auch für das Bundesheer – wie kann eine Modernisierung bei gleichzeitiger chronischer Unterfinanzierung funktionieren? Direktor Ortner hat mit der anläßlich des Gedenkjahres 2014 neugestalteten Abteilung zum Ersten Weltkrieg gezeigt, was er kann. Die Kritik an seiner Person und Arbeit ist maßlos übertrieben und von den Motiven her durchschaubar. Statt sich auf den mündigen Bürger zu verlassen, der sich in einer Ausstellung selbst ein Bild macht anhand der rund 1,5 Millionen historischen Objekte (von denen leider nur wenige Prozent in der Dauerausstellung zu sehen sind), der sich an der Kulturgeschichte der Sammlungen und der historischen Ausstellungskonzeption erfreut, sollen volkspädagogische Zeigefingerpolitik und „Infotainment“ Einzug halten. Warum beläßt man die Sammlungen nicht bei ihrer Kernkompetenz, wie das moralisierende „Haus der Geschichte Österreich“ ohne s für Republikgeschichte, Mauthausen und ähnliche Gedenkstätten zum Thema NS-Verbrechen, das niederösterreichische Haus der Geschichte mit einem Schwerpunkt für Alltagsgeschichte und das Heeresgeschichtliche Museum eben als Ort für österreichische Soldaten in ihrer Zeit?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Grüne möchten wohl auch hier gerne kommandieren</h3>



<p>Seit 1998 werden die Exponate elektronisch erfaßt und seit einigen Jahren verstärkt bildlich digitalisiert. Warum steigert man hier nicht die Tätigkeit (finanziell und personell) und bettet sie in den gewünschten „Kontext“ ein? Was spricht gegen ein historisches Museum als „Gesamterlebnis“? Warum muß in den Betrieb eines so erfolgreichen und funktionierenden Museums so brachial eingegriffen werden? Öllinger und Blimlinger offenbaren sich wieder einmal als fachfremde Ideologen mit durchschaubarer Agenda, warum schickt man sie nicht erstmal z.B. ins Musée Royal de l‘Armée et d‘Histoire Militaire in Brüssel, wo gerade die historische Präsentation Teil des Ausstellungserlebnisses ist, welche seit 100 Jahren bewußt bewahrt wird? Oder nach Paris?</p>



<h3 class="wp-block-heading">HGM-Leitung soll in bewährten Händen bleiben</h3>



<p>Nicht die am lautesten Schreien haben recht, sondern in diesem Fall die Besucher und engagierten Mitarbeiter. Darum JA zu einer Modernisierung des Museums, aber mit Augenmaß: Modernisierung der tatsächlich alten Teile, chronologisch beginnend bei der Frühen Neuzeit bis zu Maria Theresia. Vergrößerung oder wenigstens Verdichtung der Ausstellungsfläche und der Anzahl der Schaustücke, verbesserte Digitalisierung und Recherchierbarkeit der Sammlungen, und auch die verbesserte Einbettung in historische Hintergründe und Zusammenhänge ohne Larmoyanz und Selbstgeißelung!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kuschej oder die Kannibalisierung des Burgtheaters</title>
		<link>https://dereckart.at/kuschej-oder-die-kannibalisierung-des-burgtheaters/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2020 21:07:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Burgtheater]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann T. Attinghaus]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Kuschej]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://eckart.hazelmountain.at/?p=5272</guid>

					<description><![CDATA[Es ist nur wenige Jahre her, daß Martin Kuschej in den Nachwehen des Skandals um den früheren Burgtheaterleiter Matthias Hartmann vollmundig verlauten ließ, daß ihn das Burgtheater eigentlich gar nicht interessiere.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Ist die einstmals erste deutsche Theaterbühne endgültig am Ende?</h2>


<p><strong>Thomas Drozda, der Verantwortliche für die Berufung des linken Theaterberserkers Martin Kuschej zum Direktor des Wiener Burgtheaters, ist zwar nicht mehr im Amt, aber sein langer Schatten verdüstert die österreichische Kulturlandschaft wohl noch lange Zeit. Noch vor wenigen Jahren interessierte sich der Kärntner Slowene angeblich nicht für das Burgtheater, das er jetzt zu seiner Spielwiese herabwürdigt.</strong></p>
<p><em>Ein Kommentar von Hermann T. Attinghaus</em></p>
<p>Es ist nur wenige Jahre her, daß Martin Kuschej in den Nachwehen des Skandals um den früheren Burgtheaterleiter Matthias Hartmann vollmundig verlauten ließ, daß ihn das Burgtheater eigentlich gar nicht interessiere. Es war ihm wohl zu mühsam, den Augiasstall, den Hartmann hinterließ, zu reinigen. Das ließ er doch lieber andere machen.vBekanntlich ändert die Zeit gar viel, und nun ist Herr Kuschej doch Direktor des Burgtheaters geworden. Seine Ernennung durch den damaligen roten Kultusminister Thomas Drozda, der sich mittlerweile wegen anhaltender Erfolglosigkeit aus der Politik zurückziehen mußte, war ein ähnlicher Streich wie seinerzeit die Berufung Claus Peymanns zum Burgchef durch Helmut Zilk.</p>
<h3>Peymanns Burg-Bolschewisierung</h3>
<p>Peymann war mit dem Ziel angetreten, dezidiert antibürgerliches, „antifaschistisches“ und ausgesprochen antiösterreichisches Theater zu machen. Die gezielte Demontierung des Burgtheaters als deutsch-österreichisches Nationaltheater setzte ein und hat jetzt mit der Einsetzung von Martin Kuschej einen jammervollen Höhepunkt oder besser gesagt einen beklagenswerten Tiefpunkt erreicht. Kuschej hält mit seinen bedenklichen Vorhaben keineswegs hinter dem Berg. Man muß nur aufmerksam zuhören, was er so alles von sich gibt, dieser Mann, der es wagt, Goethes „Faust“ in einer unzulässig gekürzten und daher verfälschten Form auf die Bühne zu bringen. Hatte Michael Schottenberg unseligen Angedenkens auf dem Dach des (ehemals Deutschen) Volkstheaters den roten Sowjetstern anbringen lassen, so lautet die Devise jetzt „Das rote Tuch wird gehißt!“ Dieser Satz allein ist schon entlarvend genug.</p>
<p>Gleich nach seiner Ernennung vor zwei Jahren gab Kuschej bekannt, daß er einschneidende Veränderungen im Ensemble plane. Zwar sei ihm bewußt, „daß das Burgtheater eine große Tradition“ habe, aber – fügte er hinzu – vieles an dieser Tradition wäre auch Schein, der durch nichts gerechtfertigt sei. Er werde „da sicher mal die Hälfte oder zwei Drittel von diesem Suppentopf“ ausschütten und „eine neue Suppe“ aufkochen, sagte Kuschej in einem Rundfunk-Interview im Sommer 2017.</p>
<p>Auch werde er vieles verändern. Angefangen von scheinbar unwesentlichen Äußerlichkeiten: Er werde verbieten, daß das Burgtheater als „die Burg“ bezeichnet wird, und jeder, der das in Zukunft in seiner Gegenwart tue, solle zehn Euro Strafe zahlen.</p>
<h3>Erbärmlich: Kuschej kennt Burgtheaterdeutsch nicht</h3>
<p>Auch wisse er gar nicht, was Burg- theaterdeutsch eigentlich sei, und mit dem Begriff „Nation“ fange er sowieso wenig an. Er wolle nicht mehr und nicht weniger als ein offenes europäisches Theater, ein mehrsprachiges Haus. Die Denunziation und das Gerücht bezeichnet Kuschej als „Wiener Form der Kommunikation“. Er hingegen bevorzuge „Offenheit, Transparenz, Sachlichkeit und Respekt“. Ob er das auch wirklich tut, darf bezweifelt werden. Auch wolle er keinesfalls, daß Ensemblemitglieder „noch an anderen Theatern spielen&#8230;“, „der Begriff „Burgtheater-Ensemble“ solle wieder einen echten, unverwechselbaren Wert“ haben, so „daß alle, die dazugehören, auch tatsächlich stolz darauf sein können.“ Oberflächlich betrachtet klingt das zwar ganz einleuchtend, in der Realität bedeutet das aber auch, daß Kuschej die Ensemblemitglieder in eine Art Geiselhaft nehmen will.</p>
<h3>Kuschejs linker „Hausverstand“</h3>
<p>Er gehöre keiner Partei an, sei aber „als Personalie schon per se eine Art politisches Ausrufezeichen.“ Diesbezüglich wird ihm wohl niemand widersprechen. Er werde sich „natürlich kein Blatt vor den Mund“ nehmen, denn Theater müsse unbedingt politisch sein, was aber „nichts mit linksliberal zu tun“ habe. Eher wohl mit linksextrem (Anm. d. Verf.). Angeblich interessierten ihn „diese stereotypen Unterscheidungen in ‚rechts‘ und ‚links‘“ gar nicht, es ginge ihm „um ganz normalen Humanismus, um Hausverstand und Menschlichkeit.“</p>
<p>Daß ihm kein kritisches Wort über den islamistischen und linksextremen Terror über die Lippen kommt, wird wohl niemanden verwundern, gehört dies doch zum ideologischen Gesamtbild dieser „Theatermacher“, die aus der blutigen Geschichte des 20. Jahrhunderts nichts gelernt haben und die Menschen um jeden Preis zwangsbeglücken und im Sinne der altlinken Ideologie von Marx und Lenin umerziehen wollen.</p>


<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
