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	<title>Volksdeutsche &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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		<title>Zur Lage der deutschen Minderheit im heutigen Polen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 17:14:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Minderheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Landsleute zwischen Aufbruchstimmung und Angriffen der PiS Im letzten Jahr wurde die Gründung der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD) gefeiert. Mit dem Ende des Kommunismus‘ in Polen hat sich viel verändert, auch bei den Minderheiten – wie geht es den Deutschen heute in Schlesien? Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Verleugnung meldeten sich [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Landsleute zwischen Aufbruchstimmung und Angriffen der PiS</h2>



<p></p>



<p><strong>Im letzten Jahr wurde die Gründung der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD) gefeiert. Mit dem Ende des Kommunismus‘ in Polen hat sich viel verändert, auch bei den Minderheiten – wie geht es den Deutschen heute in Schlesien?</strong></p>



<p></p>



<p class="has-drop-cap">Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Verleugnung meldeten sich die Schlesier nach dem Zusammenbruch des Kommunismus‘ zurück: Erzbischof Alfons Nossol lud ab 1989 mit deutschsprachigen Messen auf den St. Annaberg ein – ein Ruf, dem hunderte Menschen folgten.<br>Als der Solidarność-Abgeordnete Tadeusz Mazowiecki erster demokratischer Ministerpräsident wurde, erklärte er, auch die nationalen Minderheiten sollten sich in Polen heimisch fühlen. Immer mehr Menschen faßten Hoffnung und trugen sich in ihren Heimatgemeinden in Volkslisten ein, bis die stattliche Zahl von über 250.000 Namen erreicht war. Als diese Listen der Deutschen Botschaft in Warschau übergeben wurden, konnte auch das offizielle Polen nicht mehr mehr die Existenz dieser Minderheit ignorieren. Von dort war es dann nicht mehr weit zur Gründung der SKGD am 16. Februar 1990.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polnische Ressentiments gegenüber Deutschen bestehen fort</h3>



<p>Auch wenn nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in alten Kaderstellen wie im Woiwodschaftsamt geargwöhnt wurde, „daß die Aktivitäten der Initiativgruppe von der revisionistischen Kampagne in der BRD inspiriert seien und daß diese Gruppe durch die Vertretung ihrer politischen Interessen in organisierter Form auf die Verwaltungsorgane Druck ausüben wolle“ und „der Bevölkerung der Oppelner Gegend keine positiven Werte vermitteln“ (könne), ging der neugegründete Verein voller Enthusiasmus ans Werk.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schwerpunkt Jugendförderung</h3>



<p>Gleich zu Anfang stand Kinder- und Jugendförderung ganz oben auf der Agenda. Überall entstanden Sing- und Tanzgruppen, später auch Theater- und Kabarettzirkel. Um dieses Engagement weiter zu fördern, wurden Ausflüge und Jugendfreizeiten entwickelt oder Aktivitäten wie der Rezitationswettbewerb „Jugend trägt Gedichte vor“ und der literarische Wettbewerb „In der Sprache des Herzens“. Für die Gesangstalente gibt es seit 2008 den Bewerb „Superstar“, der sehr populär ist. Ganz besonders wichtig ist, wie in anderen Ländern auch, der Sprachunterricht. Ein flächendeckendes Angebot an deutschen oder wenigstens zweisprachigen Schulen gibt es auf staatlicher Ebene bis heute nicht. So war man also von Anfang an auf Privatinitativen angewiesen, so z.B. 1995 in Rosenberg und 1996 in Solarnia. Mit den Vereinen Pro Liberis Silesiae und dem Bildungsverein Cosel-Rogau bestehen von Anfang an gute Beziehungen zur Österreichischen Landsmannschaft und dem Allgemeinen Deutschen Kulturverband. Gerade vor dem Hintergrund neuerlicher nationalpolnischer Experimente des Bildungsministeriums bedürfen się nach wie vor großer Hilfe und Unterstützung. Höhepunkte im kulturellen Leben sind die Deutschen Kulturtage Oppeln, die seit 2004 unter Schirmherrschaft des deutschen Konsuls veranstaltet werden und die mittlerweile als das größte Kulturprojekt der Deutschen Minderheit in der Woiwodschaft Oppeln gilt.</p>



<figure class="wp-block-pullquote" style="border-color:#cf2e2e"><blockquote><p>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der ECKART-Ausgabe März 2021, die sie <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong><a href="https://dereckart.at/lieferbare-ausgaben">HIER</a></strong> </span>bestellen können.</p></blockquote></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://dereckart.at/rundbrief/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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		<title>Temeswar: Stadt in Rumänien mit deutschem Bürgermeister</title>
		<link>https://dereckart.at/temeswar-stadt-in-rumaenien-mit-deutschem-buergermeister/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 16:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Das „kleine Wien“ wird auch zu einem „kleinen Silicon Valley“ Temeswar, eine Stadt, in der die Donauschwaben bis zum Zweiten Weltkrieg die größte ethnische Gruppe stellten, hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Stadt mausert sich nach Hermannstadt nun auch zum Vorzeigestädtchen für Touristen. Sehr viele heruntergekommene Gebäude wurden renoviert, bei anderen ist [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Das „kleine Wien“ wird auch zu einem „kleinen Silicon Valley“</h2>



<p><strong>Temeswar, eine Stadt, in der die Donauschwaben bis zum Zweiten Weltkrieg die größte ethnische Gruppe stellten, hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Stadt mausert sich nach Hermannstadt nun auch zum Vorzeigestädtchen für Touristen. Sehr viele heruntergekommene Gebäude wurden renoviert, bei anderen ist die Sanierung noch in vollem Gange.</strong> <strong>Seit letztem Jahr hat Temeswar mit Dominic Fritz auch einen deutschen Bürgermeister.</strong></p>



<p><em>Eine Reportage von Marc A. Reithofer</em></p>



<p class="has-drop-cap">Immerhin soll Temeswar (früher Temeschburg), Rumänisch Timișoara, dieses Jahr Kulturhauptstadt Europas werden, zusammen mit der zweitgrößten Stadt Serbiens: Novi Sad. Unter den Gebäuden, die gerade eine Gesichtsmaske aus Gerüst und Bauplane tragen, befindet sich auch jener klassizistische Prachtbau, der die höheren Stufen des deutschsprachigen Nikolaus-Lenau-Lyzeums beherbergt. Das Gebäude, in dem die unteren Klassen unterrichtet werden, befindet sich direkt am Platz der Vereinigung, der Piața Unirii. Dominiert wird jener älteste Platz der Stadt jedoch vom langen Barockpalast und dem Dom zu Temeswar, weshalb er im Volksmund auch die Bezeichnung Piața Domului, zu Deutsch: Domplatz, trägt. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich das Serbische Bischofsheim sowie die Serbisch-Orthodoxe Kathedrale, die mit ihren eleganten Zwiebeltürmchen fast bayrisch anmutet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deutsche noch 2,25 Prozent</h2>



<p>Obwohl die Deutschen in Temeswar noch einen Bevölkerungsanteil von 2,25 Prozent stellen und ihre Zahl in Stadt und Umland vom deutschen Konsulat mit 10.000 beziffert wird, entstammt die Mehrzahl der Schüler des nach dem Biedermeier-Schriftsteller Nikolaus Lenau (1802–1850) benannten Gymnasiums heute einem rumänischsprachigen Elternhaus. Über die Jahrzehnte hat sich deshalb eine schultypische Zweitsprache entwickelt, die weder mit Hochdeutsch noch dem Dialekt der Banater Schwaben identisch ist. In der Forschung wird die von Schülern wie Lehrern gesprochene Variante als „Lenaudeutsch“ bezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Adam Müller-Guttenbrunn</h2>



<p>Gleich neben dem botanischen Park der Stadt befindet sich das Adam Müller-Guttenbrunn-Altenheim Temeschburg, das von der Adam Müller-Guttenbrunn-Stiftung getragen wird und neben einem sozialen auch einen kulturellen Bereich umfaßt. Müller-Guttenbrunn (1852–1923), der Namensgeber des Altenheims, gilt als Hauptvertreter der Literatur der Donauschwaben und ist damit natürlich eine zentrale Identifikationsfigur für die letzten Banater Schwaben. Nach ihm ist auch das Theoretische Lyzeum in Arad benannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schwaben sind eigentlich Franken</h2>



<p>Müller-Guttenbrunns 1913 erschienenes Hauptwerk, ein Roman mit dem Titel „Der große Schwabenzug“, behandelt die Einwanderung der südwestdeutschen Donauländer im 18. Jahrhundert. Doch so wenig, wie es sich bei den Siebenbürger Sachsen um Sachsen handelte, so wenig handelte es sich bei den Donauschwaben um Schwaben im eigentlichen Sinne. Der Dialekt der Banater Schwaben gehört vielmehr dem fränkischen Sprachzweig an, was sich auch an Müller-Guttenbrunns Dichtung erkennen läßt. Zu erwähnen ist mit Blick auf das deutsche Kulturerbe in Temeswar selbstverständlich noch das Deutsche Staatstheater, das 1953 wiedereröffnet wurde, nachdem es 1899 im Zuge zunehmender Magyarisierung geschlossen worden war. Den Theatersaal mit 100 Plätzen teilt sich das deutsche Berufsensemble heute mit dem Ungarischen Staatstheater. Wie manch anderes Gebäude ist auch das Nationaltheater und Opernhaus an der Piața Victoriei, in dessen rechtem Flügel sich das Deutsche Staatstheater befindet, derzeit in ein Baugerüst gehüllt. Daß bei der Stadtverschönerung jede Menge EU-Gelder zum Einsatz kommen, ist kein Geheimnis.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Götze des Konsumismus</h2>



<p>Mit der neu errichteten Iulius Town, die als Stadt in der Stadt bezeichnet wird, wurde dem Konsumismus in Rumänien ein Denkmal gesetzt. Möchte man zu Fuß zum riesigen Einkaufszentrum gelangen, muß man einen penibel gepflegten Park durchqueren und wird dabei von allen Seiten mit Musik beschallt, die aus wasserdichten Boxen dicht über dem Erdboden dröhnt. 450 Geschäfte und 40 Fast-Food-Restaurants beherbergt das Einkaufszentrum, außerdem ein Schwimmbad und das größte Fitneßstudio Rumäniens. Die Mietpreise explodieren, die Arbeitslosenquote liegt bei nur einem Prozent, was auch an den Industriehallen der Autozulieferer liegt, die sich dort angesiedelt haben.</p>



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