<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Südtirol &#8211; Der Eckart</title>
	<atom:link href="https://dereckart.at/tag/suedtirol/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://dereckart.at</link>
	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 25 Mar 2021 19:18:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.7</generator>

<image>
	<url>https://dereckart.at/wp-content/uploads/2021/11/cropped-favicon-32x32.png</url>
	<title>Südtirol &#8211; Der Eckart</title>
	<link>https://dereckart.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Corona-Notstand in Südtirol</title>
		<link>https://dereckart.at/corona-notstand-in-suedtirol/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 04:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meistgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Kritiker]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Zwangsmaßnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Raphael Mayrhofer]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=8229</guid>

					<description><![CDATA[Medien verschweigen breite Protestbewegung Die Corona-Politik der Regierenden hinterläßt in ganz Europa eine Spur der Verwüstung. Auch im vermeintlich idyllischen Südtirol bleibt kein Stein auf dem anderen. Doch die zunehmend totalitären Maßnahmen stoßen nun auf den wachsenden Widerstand des Volkes. Ein Gastbeitrag von Raphael Mayrhofer Gut 20.000 neue Arbeitslose, jeder dritte Betrieb vor dem Aus, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Medien verschweigen breite Protestbewegung</h2>



<p><strong>Die Corona-Politik der Regierenden hinterläßt in ganz Europa eine Spur der Verwüstung. Auch im vermeintlich idyllischen Südtirol bleibt kein Stein auf dem anderen. Doch die zunehmend totalitären Maßnahmen stoßen nun auf den wachsenden Widerstand des Volkes.</strong></p>



<p><em>Ein Gastbeitrag von Raphael Mayrhofer</em></p>



<p class="has-drop-cap">Gut 20.000 neue Arbeitslose, jeder dritte Betrieb vor dem Aus, Tourismus und Einzelhandel liegen am Boden, Eltern ächzen unter der Mehrfachbelastung aus Arbeit, Haushalt und digitalem Unterricht, steigende Selbstmordraten und psychische Erkrankungen, verzweifelte isolierte Senioren in den Altenheimen, soziale Ächtung von Kritikern, Bewegungseinschränkungen und Berufsverbote für nonkonforme Ärzte. Die Liste der Folgen der Corona-Politik ist lang. Hinter den Zahlen stecken tausende Einzelschicksale und Zukunftsängste.<br>Nur 0,9 Prozent der Testteilnehmer waren in Südtirol im Rahmen eines Massentests positiv auf Corona getestet worden. Angesichts der hohen Fehlerquote und der ebenso hohen Anzahl an Teilnehmern wuchs schnell die Kritik an der Mär der Mächtigen vom „Todesvirus“.<br>Trotz der geringen Anzahl an positiv Getesteten spricht das System weiter von Impfnotwendigkeit und Verboten für Ungeimpfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Südtiroler Corona-Propaganda gleicht jener Österreichs</h2>



<p>Digitale Impfpässe wurden innerhalb weniger Monate von „Verschwörungstheorien“ zur politischen Realität.<br>Doch während das System seine Pläne für eine digitale, globale, transhumanistische und totalitäre Governance vorantreibt, die dem Corona-Kahlschlag folgen soll, bleiben auch die Gegner dieses „Great Reset“ (Neustarts des Kapitalismus) nicht tatenlos.<br>Inmitten der größten – politisch verursachten – Krise seit dem Zweiten Weltkrieg bewahrheitet sich nun ein Zitat des Dichters Friedrich Hölderlin: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“<br>Der Unmut der Südtiroler, der sich zuerst in Kommentaren in den sozialen Medien und politischen Petitionen niederschlug, erreichte bald auch die Straße. Mehrere lautstarke Demonstrationen vor dem Landtag hinterließen keinen Zweifel: Der Volkszorn wächst und läßt sich auch mit besänftigenden Politikerreden und Panikpropaganda der Medien nicht mehr bremsen. <br>Während das Corona-Regime die soziale Spaltung, Isolation und Entsolidarisierung vorantreibt, entwickelten engagierte Landsleute Hilfsprojekte wie „Zomholten“, das schnell und unbürokratisch die Opfer der Corona-Politik mit Lebensmitteln und Geld unterstützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heimattreue tragen Corona-Widerstand mit</h2>



<p>Alte, künstlich geschaffene Gräben wurden zugeschüttet, um gemeinsam Widerstand zu leisten. So stehen heimattreue Tiroler, die seit Jahren das „Los von Rom“ vorantreiben, heute Seite an Seite mit Überwachungskritikern, Impfgegnern und antikapitalistischen Aktivisten. Ob die kollektive Ablehnung der Systempresse oder die Kritik an den globalen Profiteuren der Krise, die zahlreichen Schnittmengen der Querdenker zeigen, daß sie das Potential für eine starke Protestbewegung haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann aus den Protesten eine systemkritische Kraft entstehen?</h2>



<p>Spannend, ob diese Bewegung eine breite außerparlamentarische Kraft aufzubauen vermag, die zielgerichtet die Hintergründe des Corona-Komplexes benennt und mit nachhaltigen, sozialen und regionalen Lösungen das Volk gewinnt. Das systematische Kaputtsparen des Gesundheitssystems, die Abhängigkeit von internationalen Nahrungslieferanten und die Kritik an einem überalteten Bildungssystem müssen dabei ebenso klar kommuniziert werden wie die Abhängigkeit von Rom und die Instabilität des Massentourismus‘.<br>Diese Krise ist eine politisch gewollte Krise der Globalisten, die Antwort darauf kann eigentlich nur lauten: Deglobalisierung, Selbstbestimmung und Nachhaltigkeit. Damit diese Krise nicht zum Auftakt ihres „Great Reset“ wird, sondern zum Beginn des Völkererwachens.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Abgang eines Südtiroler Schützenkommandanten</title>
		<link>https://dereckart.at/vom-abgang-eines-suedtiroler-schuetzenkommandanten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2021 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Heimattreue Verbände]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Wirth Anderlan]]></category>
		<category><![CDATA[Raphael Mayrhofer]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<category><![CDATA[Südtiroler Schützenbund]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=7886</guid>

					<description><![CDATA[Zum Rücktritt von Jürgen Wirth Anderlan Darf der Landeskommandant der Schützen rappen? Und wenn ja, worüber? Rund um diese Fragen ist in Südtirol ein heftiger Streit entbrannt. Der Grund: Jürgen Wirth Anderlan, seines Zeichens (ehemaliger) Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, hatte in einem Rapvideo zur Jahreswende Heimatverräter und Opportunisten gegeißelt und die „DNA des SSB“ (Südtiroler [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Zum Rücktritt von Jürgen Wirth Anderlan</h2>



<p></p>



<p><strong>Darf der Landeskommandant der Schützen rappen? Und wenn ja, worüber? Rund um diese Fragen ist in Südtirol ein heftiger Streit entbrannt. Der Grund: Jürgen Wirth Anderlan, seines Zeichens (ehemaliger) Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, hatte in einem Rapvideo zur Jahreswende Heimatverräter und Opportunisten gegeißelt und die „DNA des SSB“ (Südtiroler Schützenbundes) charakterisiert. Nach harten Angriffen, auch aus den eigenen Reihen, trat Wirth Anderlan nun zurück.</strong></p>



<p><em>Ein Gastbeitrag von Raphael Mayrhofer</em></p>



<p></p>



<p class="has-drop-cap">Mit einem rappenden Schützenkommandanten hatte wohl niemand gerechnet. Selbst die Bundesleitung der Schützen nicht. Wirth Anderlan hatte auch sie in Unkenntnis über die geplante PR-Aktion gelassen. Möglicherweise weil er befürchtete, konservative Schützen würden ihr Veto gegen die geplante Aktion einlegen. Nicht nur äußerlich galt der volltätowierte Bartträger und leidenschaftliche Motorradfahrer schon vor dem Skandalvideo als unkonventionell.<br>Viele, gerade junge Schützen, feierten ihn deshalb als Hoffnungsträger der Freiheitsbewegung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Spektakuläre und witzige Aktionen von Wirth Anderlan</h3>



<p>So setzte er mit Aktionen wie dem Überkleben der deutschen Ortsnamen oder dem Überreichen von Eiern an Politiker, denen ebenjene fehlen würden, deutliche Zeichen. Sein Rapvideo „Mamma Tirol“ sollte wohl in dieselbe Kerbe schlagen. Auf den darauf folgenden Gegenwind war Wirth Anderlan vorbereitet. Bereits in der Videobeschreibung hieß es dazu prophetisch: „Unsere Kritiker werden uns in der Luft zerreißen.“<br>Die Reaktionen der Linksliberalen – Grüne, des Landesbeirates für Chancengleichheit sowie der Südtiroler Hochschülerschaft – ließen nicht lange auf sich warten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Politisch-korrektes Geheul: homo- und xenophob</h3>



<p>Das Lied sei homophob „Im Park vor meinem Haus liebt der Dieter den Peter“ und sexistisch: „Sie passen sich an diesem maroden System. Die Brieftasche ist voll, und meine Frau ist schön.“ Und gar xenophob: „Migranten, Studenten und viele Propheten, vergessen ihre Wurzeln und retten den Planeten“.<br>Der Landesbeirat für Chancengleichheit startet zudem eine Petition, die den vermeintlich „antifeministischen“ Grundton des Liedes sogar mit der Ermordung einer prominenten Ausländerin in Verbindung brachte. Eine mediale Hexenjagd, die ihre Wirkung nicht verfehlte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Morddrohungen gegen Familie</h2>



<p>Morddrohungen gegen Wirth Anderlan und seine Familie waren der traurige Höhepunkt dieser Schmutzkampagne.<br>Doch es waren schlußendlich nicht die externen Angriffe, sondern der Eigenbeschuß, der den 49-jährigen Kalterer zum Rücktritt bewegte. Neben zahlreichen positiven Rückmeldungen durch die rund 5.000 Schützen kam es bald nämlich auch zu medialen Attacken und Distanzierungen von Seiten des Nordtiroler Landeskommandanten sowie einzelner Schützenfunktionäre und Kompanien.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rücktritt bei Bundesleitungssitzung</h2>



<p>In der kurzfristig einberaumten Sitzung der Bundesleitung am 8. Januar endete die Ära Wirth Anderlans dann überraschend.<br>Vermutlich – sowohl Wirth Anderlan als auch die Bundesleitung schweigen über den genauen Hergang – soll es dem Landeskommandanten nach dem Verlesen mehrerer Wutbriefe einzelner Kompanien gereicht haben. Noch bevor eine Kampfabstimmung über die Zukunft des Kalterer Bauern entscheiden konnte, stand er auf und nahm mit dem Rücktritt sein Schicksal selbst in die Hand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mann mit Ecken und Kanten</h2>



<p>Mit Jürgen Wirth Anderlan geht eine nonkonforme und innovative Persönlichkeit. Ein Mann mit Ecken und Kanten. Was bleibt, ist eine Bundesleitung, die ihrem Kommandanten angesichts feindlicher Feuersalven nicht den Rücken stärkte, sondern die Treue verweigerte.<br>Was bleibt, ist die Frage nach der Zukunft der Schützen. Man muß es nicht gut finden, wenn der Landeskommandant rappt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kameradschaft steht über allem</h2>



<p>Aber wer sich „Kameradschaft“ und „Treue“ auf die Fahnen schreibt, doch beim kleinsten politisch korrekten Gegenwind einknickt und den Kameraden im Stich läßt, der ist ein Feigling. Und ist es wirklich das, was der Schützenbund sein will?<br>Ein zaghafter Folkloreverein, der bei Umzügen als wandelnde Museumstruppe herumspaziert, der politisch brav, still und lethargisch ist. Der im Gleichschritt auf der Stelle tritt und es sich im warmen Sessel des Opportunismus‘ gemütlich gemacht hat? Oder wollen sie das sein, was den Schützenbund ausmacht. Ein Wehrverband, der auch mal laut und ruppig vorwärts marschiert. Für ein geeintes Tirol. Ein Schützenbund mit Ecken, Kanten und… Eiern.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Als ganz Tirol in Trauer war</title>
		<link>https://dereckart.at/als-ganz-tirol-in-trauer-war/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 04:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensdiktat von St. Germain]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<category><![CDATA[Tirol]]></category>
		<category><![CDATA[Tiroler Landeseinheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tiroler Teilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=6458</guid>

					<description><![CDATA[100 Jahre Annexion Südtirols durch Italien Am 10. Oktober 1920 erlangte Kärnten seine Freiheit, das Land Tirol trägt seitdem Trauer. An jenem Sonntag trat die Annexion des südlichen Tiroler Landesteils durch das damalige Königreich Italien offiziell in Kraft. Die Einwohner des Landes zwischen dem Brennerpaß und der Salurner Klause, das seit November 1918 durch italienische [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">100 Jahre Annexion Südtirols durch Italien</h2>



<p></p>



<p><strong>Am 10. Oktober 1920 erlangte Kärnten seine Freiheit, das Land Tirol trägt seitdem Trauer. An jenem Sonntag trat die Annexion des südlichen Tiroler Landesteils durch das damalige Königreich Italien offiziell in Kraft. Die Einwohner des Landes zwischen dem Brennerpaß und der Salurner Klause, das seit November 1918 durch italienische Truppen besetzt war, hofften ausgerechnet auf die alliierten Sieger, die in den Pariser Vororten tagten und die Absicht hatten, Europa radikal zu verändern.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Georg Ladurner</em></p>



<p></p>



<p class="has-drop-cap">Man vertraute auch auf die USA und Präsident Wilson, die gefährdete Landeseinheit zu erhalten. Zum Auftakt der Verhandlungen richtete der französische Staatspräsident Poincaré einen Appell an die Teilnehmer: „Ihr haltet die Zukunft der Welt in euren Händen!“ Doch die Konferenz gab der Welt das Gegenteil einer neuen Ordnung, sondern die Voraussetzung für ein weitaus schlimmeres Unglück, in das Europa zwei Jahrzehnte später schlittern sollte. Das Friedensdiktat von St. Germain besiegelte den Untergang der Habsburgermonarchie und bescherte Tirol die Teilung. Am 6. September 1919 nahm die österreichische Nationalversammlung mit 97 zu 23 Stimmen den Frieden an, vier Tage später besiegelte ihn Staatskanzler Karl Renner mit seiner Unterschrift.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Autonomie für Südtirol?</h3>



<p>In der Folge gab es seitens Italiens hinsichtlich der Gewährung einer Autonomie für Südtirol eine Reihe von konfus-widersprüchlichen, aber auch von ehrlichen Ansichten durch Spitzenpolitiker wie Tittoni, Giolitti, Colonna, Bonomi bis hin zu König Vittorio Emanuele III. Am 27. 9. 1919 erklärte der ehemalige Mini-sterpräsident Luzzatti in einer Parlamentssitzung: <em>„Es muß eine Ehrenpflicht für die Regierung und für das Parlament sein, den Deutschen, die nur wegen der absoluten Notwendigkeit, unsere Grenzen verteidigen zu können, angegliedert wurden, ihre autonomen Einrichtungen zu bewilligen.“</em> </p>



<p>Zudem stand die Ratifizierung des Friedensvertrages durch das römische Parlament aus. Südtiroler Bemühungen, die hoffnungsvollen Ausführungen in greifbare Schritte umzusetzen, schlugen fehl. So schwanden die Wünsche, eine Autonomie zu bekommen, begünstigt durch eine innenpolitische Unruhe und eine harte Haltung der Trentiner Abgeordneten, von denen Männer wie Conci und Degasperi, die als Welschtiroler bis 1918 noch dem Innsbrucker Landtag und dem Wiener Reichsrat angehört hatten, die Südtiroler verängstigten und beunruhigten. Degasperi schrieb im „Nuovo Trentino“ in einer Abhandlung unter dem Titel Addio Tirolo:<em> „Tiroler, euer Leben war unser Tod, nun wird unser Leben euer Tod sein.“</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Sozialisten sind gegen Annexion</h3>



<p>In Südtirol hofften einige, die Annexion Südtirols durch Italien könnte durch die fehlende Ratifizierung des Friedensvertrages durch das Hohe Haus in Rom abgewendet werden. Doch trotz Ablehnung der Sozialisten, die der Abstimmung fern blieben erreichten die Befürworter ein Quorum von 170 Stimmen, womit die Ratifizierung mit nur 218 Abstimmenden im zu diesem Moment 508 Sitze zählenden Abgeordnetenhaus ein Fakt war.<br></p>



<p>Die Medien beschrieben die Annexion Südtirols je nach Ansicht und Einstellung unterschiedlich. „Der Tiroler“ schrieb am 29. 9. 1920<em> „Man hat Tirol das Schönste genommen, was es besessen hat – die Einheit“</em>, die „Münchner Zeitung“ schrieb: <em>„Wenn je ein Stück Papier auch nach dem Beschreiben ein Stück Papier geblieben ist, so ist es dieses Dekret“</em>, und die „Neue Zürcher Zeitung“ stellte fest: <em>„Tirol ist sehr, sehr unglücklich geworden“</em>. Die Trentiner „Libertà“ triumphierte in einer aus diesem Anlaß aufgelegten „Jubelnummer“. Am 10. 10. 1920 trat das Dekret Nr. 1322 vom 26. 9. 1920 in Kraft. Von Bedeutung erwiesen sich dabei die Artikel 3 und 4, die den neuen territorialen Zuwachs als integrierte Bestandteile des Königreiches Italien erklärten und die Regierung dazu ermächtigten, in den neuen Provinzen die italienische Verfassung und alle anderen Gesetze des Königreiches kundzutun sowie alle erforderlichen Verfügungen zu erlassen, <em>„um sie mit der in diesen Gebieten in Kraft stehenden Gesetzgebung und insbesondere mit ihren provinzialen und Gemeindeautonomien in Einklang zu bringen“</em>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">10.10. 1920: Tirol trägt Trauer</h3>



<p>Ganz Tirol beging den 10. Oktober 1920 als einen nationalen Trauertag. Zwischen dem Arlberg und der Kärntner Pforte und zwischen Kufstein und Salurn fanden als Zeichen der Trauer Gedächtnisgottesdienste statt. Bozen unterstrich diese Trauer besonders dadurch, daß die Bozner „fast alle in Schwarz gekleidet“ waren. Vor dem dramatischen Hintergrund des Tages stellte „Der Tiroler“ die angsterfüllte Frage: <em>„Was soll aus uns werden, wessen sollen wir uns trösten, wer hilft, wer rettet uns?“</em> Der Deutsche Verband vermochte in einem Aufruf nicht mehr auszurichten als darauf zu hoffen, daß einmal der Tag kommen werde, <em>„an welchem uns Gerechtigkeit und weitschauende Politik die nationale Befreiung bringen“ </em>werde. Auf diesen Tag wartet Südtirol nun schon seit exakt einem Jahrhundert!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mahnmal und Auftrag: Tirols Mittelpunkt liegt bei Brixen</title>
		<link>https://dereckart.at/mahnmal-und-auftrag-tirols-mittelpunkt-liegt-bei-brixen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2020 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Wirth Anderlan]]></category>
		<category><![CDATA[Latzfonser Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<category><![CDATA[Südtiroler Schützenbund]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=6366</guid>

					<description><![CDATA[ECKART-Exklusivreportage vom Latzfonser Kreuz Vor genau 100 Jahren wurde der südliche Tiroler Landesteil von Italien annektiert. Mit dem Schanddiktat von St. Germain folgte der widerrechtlichen Besetzung auch die völkerrechtswidrige Teilung des Landes im Gebirge. 100 Jahre danach werden die Stimmen der Selbstbestimmungsbefürworter immer lauter. Am 10. Oktober – am Jahrestag der Annektion – wurde nun [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">ECKART-Exklusivreportage vom Latzfonser Kreuz</h3>



<p><strong>Vor genau 100 Jahren wurde der südliche Tiroler Landesteil von Italien annektiert. Mit dem Schanddiktat von St. Germain folgte der widerrechtlichen Besetzung auch die völkerrechtswidrige Teilung des Landes im Gebirge. 100 Jahre danach werden die Stimmen der Selbstbestimmungsbefürworter immer lauter. Am 10. Oktober – am Jahrestag der Annektion – wurde nun ein Markstein im Zentrum Tirols eingeweiht. Als Erinnerung – und Fanal.</strong></p>



<p><em>Ein Gastbeitrag von Raphael Mayrhofer</em></p>



<p class="has-drop-cap">Mit einem etwa eineinhalbstündigen Aufstieg zum Latzfonser Kreuz begann für viele heimatverbundene Tiroler der Jahrestag der Zerreißung unserer Heimat. Mehrere Hundert aus allen Landesteilen hatten sich bei bestem Wetter eingefunden, um der Präsentation des Marksteins im Herzen Tirols beizuwohnen, darunter auch eine Delegation des Andreas-Hofer-Bundes (AHB). Der Ort nahe der Stadt Klausen im Südtiroler Eisacktal wurde gewählt, da er das geographische Zentrum des alten Tirols bildet.<br>Die Feier, an der große Abordnungen der Schützen teilnahmen, stand ganz unter dem Zeichen des Erinnerns. Nach dem Abfeuern von zwei Ehrensalven wurde die Tiroler Landeshymne gesungen. In mehreren Reden sprachen Politiker und Schützen aus allen Landesteilen über die schmerzvolle Geschichte des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umerziehung und Überfremdung</h2>



<p>Der Unterwerfung unter das fremde Joch folgten Jahre der Umerziehung und Italienisierung sowie der gezielten Überfremdung des Landes durch importierte Süditaliener. Ob unter dem Faschismus oder dem demokratischen Italien – die Entwurzelung der Tiroler südlich des Brenners voranzutreiben, galt stets als zentrales Anliegen Roms. Daran änderten auch Jahre des Verhandelns mit dem Fremdstaat wenig. Erst die Aktionen der Freiheitskämpfer der Sechziger Jahre – die bezeichnenderweise keine Erwähnung in den Reden der Landespolitiker fanden – führten zu einer Verbesserung der Situation. Wenn auch leider zu keiner zufriedenstellenden Lösung, wie sie nur die Einigung Tirols sein kann.<br>Auffällig war bei den Reden auch der einheitliche Verweis auf eine angeblich „europäische Lösung“, die infolge des Grenzabbaus innerhalb der EU-Staaten erzielt worden wäre. Nicht wenige Anwesende zeigten sich in persönlichen Gesprächen über diese Haltung verwundert. Auch die Floskeln vom „Miteinander der Volksgruppen“ und der „Überwindung des Nationalismus“ stießen bei den Zuhörern auf wenig positive Ressonanz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klare Worte von Wirth Anderlan<br></h2>



<p>Doch neben zahlreichen Worten des Gedenkens ließ insbesondere der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Major Jürgen Wirth Anderlan, auch die Zukunft des Landes nicht aus den Augen und hielt sich dabei auch mit Kritik nicht zurück. Vor schneebedeckter Bergkulisse sprach der Kalterer über die Mutlosigkeit seiner Vorredner. Das Wort „Selbstbestimmung“ sei in keinem Redebeitrag gefallen, selbst die vielgerühmte „Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“ würde nicht den Mut besitzen, als „Europaregion Tirol“ das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.<br>Es sei nicht damit getan, an die Ereignisse der Vergangenheit zu erinnern, wenn es an Visionen und Taten für die Zukunft fehle, betonte der vollbärtige Schützenkommandant vor dem neu enthüllten Denkmal, welches auch von der ÖLM mitfinanziert wurde. Der aus Stahl angefertigte und auf einer Steinmauer angebrachte Markstein zeigt die Entfernungen zu in Süd, Ost, West und Nord gelegenen Ortschaften Tirols. So etwa Kufstein, Stilfserjoch oder Borghetto an der Berner Klause.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freiheitsimpuls in Coronazeiten<br></h2>



<p>Im persönlichen Gespräch betonte Wirth Anderlan nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung, da es nun an der Zeit sei immer weitere Schritte zu setzen, bis die Landeseinheit vollständig wieder hergestellt sei. Auf Corona als Chance für die Freiheitsbewegung angesprochen, erklärte er, daß die Maßnahmen vielen Landsleuten finanziell wehtun würden und daher auch die Bereitschaft wachsen würde, über eine Loslösung von Italien nachzudenken. Tatsächlich werden in Südtirol die Stimmen immer lauter, die einen eigenständigen „Südtiroler Weg“ und das „Los von Rom“ einfordern. Die Schützen selbst nahmen den 10. Oktober nicht nur zum Anlaß, den Markstein einzuweihen, sondern nutzten das historische Datum auch, um mit roten Leuchtfeuern an 30 historischen Stätten im Süden Tirols auf die Gefahr der schleichenden Assimilierung hinzuweisen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Markstein zeigt Tirols Mitte</title>
		<link>https://dereckart.at/markstein-zeigt-tirols-mitte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 21:53:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Brixen]]></category>
		<category><![CDATA[Latzfonser Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[ÖLM]]></category>
		<category><![CDATA[Sepp Kaser]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://dereckart.49-12-166-91.plesk.page/?p=5929</guid>

					<description><![CDATA[ÖLM unterstützt Gedenksteinprojekt mit großer Symbolkraft Seit nun mehr 100 Jahren ist das Land Tirol geteilt, woran der ECKART bereits in seiner letzten Ausgabe erinnerte. Zur Erinnerung an das erlittene Unrecht vor einem Jahrhundert errichteten der Schützenbezirk Brixen und die Schützenkompanie Latzfons (Bild oben) am Plus-Minus-Mittelpunkt des alten Kronlandes Tirol – im Herzen des Eisacktals [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">ÖLM unterstützt Gedenksteinprojekt mit großer Symbolkraft</h2>



<p> </p>



<p><strong>Seit nun mehr 100 Jahren ist das Land Tirol geteilt, woran der ECKART bereits in seiner letzten Ausgabe erinnerte. Zur Erinnerung an das erlittene Unrecht vor einem Jahrhundert errichteten der Schützenbezirk Brixen und die Schützenkompanie Latzfons (Bild oben) am Plus-Minus-Mittelpunkt des alten Kronlandes Tirol – im Herzen des Eisacktals – einen Markstein, der als Fanal und mehr als nur symbolisch den Mittelpunkt Tirols charakterisieren soll.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Georg Ladurner</em></p>



<p class="has-drop-cap">Dieser Markstein befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schutzhauses „Latzfonser Kreuz“ bzw. der 1743 errichteten, aussichtsreichen und gleichermaßen malerischen wie schmucken Wallfahrtskirche „Heiligkreuz auf Ritzlar“ auf 2.311 Metern Seehöhe. Zudem muß angeführt werden, daß dieses Gebiet mit dem höchsten Wallfahrtsort Europas gleichzusetzen ist. Diese Wallfahrtsstätte als Ziel des ältesten Pilgerweges Südtirols, an der Südseite der Kassianspitze gelegen, wird heutzutage nach wie vor gerne von vielen Einheimischen und Gästen als Quelle der Inspiration und des Glaubens aufgesucht. Am Kirchtag, der zu Ehren der Heiligen Magdalena gefeiert wird, beten die Schützen von Latzfons und Feldthurns zum Kirchlein hinauf. Darüber hinaus zeigt dieser Markstein die jeweiligen Entfernungen zu den Außengrenzen. Aber das ist noch nicht alles: Er zeigt die Verbundenheit zum Heimatland und den Wunsch zur Landeseinheit mehr als nur eindrucksvoll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bekenntnis zur Landeseinheit</h2>



<p>Wenn man um die Grenzen Alt-Tirols ein Rechteck legen und in diesem zwei Diagonalen ziehen würde, so befindet sich dieser angeführte Mittelpunkt eben in Latzfons auf dem Gemeindegebiet der Dürerstadt Klausen, die am Fuße von Kloster Säben am Ufer des Eisacks liegt. So wie das ganze Land Tirol den 10. Oktober vor 100 Jahren als einen nationalen Trauertag zwischen dem Arlberg und der Lienzer Klause und zwischen Kufstein und Salurn beging, kann der Markstein ein Jahrhundert später ein Zeichen dafür sein, daß 100 Jahre Unrecht keinesfalls mit einem Tag Recht gleichgestellt werden dürfen. Obgleich die italienische Annexion dem Prinzip der nationalen Selbstbestimmung widersprach, liegt es im Interesse der Südtiroler, ihr verbrieftes Recht einzufordern und sich Alternativen zum gegenwärtigen Status zu machen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Unsere Heimat Tirol erhalten“</h2>



<p>Sepp Kaser, der Kulturreferent des Schützenbezirks Brixen, meint, man könne nie genug auf die schmerzliche Teilung Tirols hinweisen: <em>„Dank des Durchhaltevermögens unserer Väter und Großväter haben wir unsere kulturelle Eigenheit und die deutsche Sprache behalten können. Gemäß dem Motto ‚Herkunft ist Zukunft‘ soll es auch in Zukunft für alle unsere Landsleuten ein Auftrag sein, im Rahmen der entsprechenden Möglichkeiten unsere Heimat Tirol zu erhalten.“</em> ÖLM-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Steffanides hält dazu ergänzend fest: <em>„Geschichte ist nicht nur Vermächtnis, sondern auch Auftrag! Die Österreichische Landsmannschaft, die immer sehr eng mit Südtirol verbunden war, unterstützt daher dieses großartige Projekt.“</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
