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	<title>Österreich &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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	<title>Österreich &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Finis Germaniae, finis Europae?</title>
		<link>https://dereckart.at/finis-germaniae-finis-europae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 03:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[BRD]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhoch Reisegger]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Verschuldung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Betrachtungen zur aktuellen Wirtschaftslage der BRD und Österreichs Es knistert im Gebälk! Egal ob wir die Weltwirtschaft oder die einzelnen Volkswirtschaften der EU-Staaten betrachten: Eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes, die durch den fast weltweiten „shutdown“ wegen der angeblich so gefährlichen Corona-„Pandemie“ herbeigeführt wurde, wirft immer deutlichere Schatten. Doch diese Weltwirtschaftskrise hat hierin nicht ihre eigentliche Ursache, [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Betrachtungen zur aktuellen Wirtschaftslage der BRD und Österreichs</h2>



<p><strong>Es knistert im Gebälk! Egal ob wir die Weltwirtschaft oder die einzelnen Volkswirtschaften der EU-Staaten betrachten: Eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes, die durch den fast weltweiten „shutdown“ wegen der angeblich so gefährlichen Corona-„Pandemie“ herbeigeführt wurde, wirft immer deutlichere Schatten. Doch diese Weltwirtschaftskrise hat hierin nicht ihre eigentliche Ursache, sondern „Corona“ wirkte lediglich als „Brandbeschleuniger“ – wie wir bereits im Schwerpunkt der ECKART-Maiausgabe festgehalten haben.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Gerhoch Reisegger</em></p>



<p class="has-drop-cap">Die Schlüsselkennzahlen haben sich ja nicht erst vor ein paar Monaten zu den katastrophalen Werten entwickelt, sondern schon lange vor der Lehman-Pleite 2008. Allerdings hat das „An-die-Wand-fahren“ der Wirtschaft – denn das ist in Wahrheit der monatelange völlige Stillstand – die Lage viel schlimmer gemacht, als sie sich nach dem Großen Börsen-Krach 1929 entwickelte. Betrachten wir die BRD, lange die wirtschaftliche Lokomotive der EU, denn deren Zustand ist ein guter Anhaltspunkt, wie es in Österreich aussieht. Und die Strukturen sind ähnlich: Beide Länder haben eine sehr hohe Exportquote von über 40% des BIP. Wenn die wichtigsten Exportmärkte selbst faktisch bankrott sind, kann sich die eigene Wirtschaft nicht erholen. Die Schuldenuhr der BRD zeigte zum Stichtag € 1.980.652.171.178 also fast zwei Billionen Euro! Zu Beginn der „Corona-Krise“ lief sie eine Zeitlang rückwärts, als ob die Schulden weniger würden. Dies zeigte aber etwas anderes an: Die BRD konnte gar keine Kredite mehr aufnehmen, weil es kein Geld gab – und der absehbare Staatsbankrott jedem Finanzier ja kaum entgangen sein konnte!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sind Milliardenforderungen der Bundesbank uneinbringlich?</h3>



<p>Hinzu kommt der sogenannte TARGET2-Saldo: Dies sind Forderungen der Bundesbank gegenüber jenen (EU-)Ländern, in die deutsche Exporte geliefert, aber nicht bezahlt wurden. Der Betrag beläuft sich auf: € 918.​813.​828.​364,52 Euro also fast eine Billion Euro (Stand: 30. April 2020)!<br>Macht zusammen:<br>~ € 2.000 Milliarden Staatsschulden<br>~ € 1.000 Milliarden praktisch nicht einforderbare offene Beträge für deutsche Exporte in EU-Länder.<br><br>Die Deutsche Bundesbank über TARGET2: „Es ist dies ein Zahlungsverkehrssystem, über das nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld schnell und endgültig abgewickelt werden. Über TARGET2 fließen pro Tag im Durchschnitt rund 350.000 Zahlungen im Wert von rund 1,7 Billionen Euro. Während eines ganzen Jahres werden von TARGET2 knapp 90 Millionen Zahlungen in einem Gesamtwert von rund 430 Billionen Euro abgewickelt. Diesen Transaktionen können ganz unterschiedliche Geschäfte zugrunde liegen. Denkbar sind unter anderem die Zahlung einer Warenlieferung, der Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers, die Gewährung oder Rückzahlung eines fälligen Darlehens, die Geldanlage bei einer Bank und vieles mehr.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie hoch ist der Anteil der Derivat-Betrugsgeschäfte?</h3>



<p>Eine Anmerkung dazu: Das Welt-BIP beträgt angeblich 60 (manchmal ~ 80) Billionen Euro. Wenn also über TARGET p.a. 430 Billionen Euro an „Zahlungen“ erfolgen, muß sich der weitaus größte Teil auf Derivate beziehen, also „heiße Luft“ (= Betrugsgeschäfte, die mit der Realwirtschaft nicht das Geringste zu tun haben!) Aber die Deutsche Bundesbank erwähnt diese nicht, räumt aber ein, daß die TARGET-Zahlungen auch für Warenlieferungen sein könnten. – Das Wort „Zahlungen“ ist allerdings irreführend, weil es nur Buchungen auf irgendwelchen Bundesbank-konten sind, aber es fließt de facto kein Geld, weil die Schuldnerstaaten der EU zahlungsunfähig sind. Jeder weiß dies!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Werden sich die Steuereinnahmen  halbieren?</h3>



<p>Prognosen für Corona-bedingte Steuerausfälle ca. 50%: Die Steuereinnahmen der BRD waren 2019 ca. 760 Milliarden Euro, d. h. Mindereinnahmen von 3-400 Mrd. Euro. (Aber auch dort „plant“ der Finanzminister höhere Steuereinnahmen als 2019!) Die EZB ist mit 11-12 Billionen verschuldet und in Wahrheit bankrott. Die Euro-Länder „haften“ mit unterschiedlichen Prozentsätzen, die BRD etwa mit 20%. Die eingezahlten Haftungsbeträge belaufen sich nur auf ein paar Milliarden. Da fast alle EU-Staaten bankrott sind, müßten die „liquiden“ dafür einspringen, also D, A, NL, S, aber diese Länder sind – siehe oben – in Wahrheit auch zahlungsunfähig. Die EZB und der Euro sind damit wohl bereits Geschichte! Konsequenz daraus: es wird aller Voraussicht nach keine Hilfs- oder Konjunkturpakete geben. Die Lage in Österreich ist prinzipiell dieselbe – mit ca. einem Zehntel der jeweiligen Dimensionen. Die Billionensummen, mit denen Politiker und EZB – verbal – herumschlagen gibt es in Wahrheit nicht, und wenn sie als bedrucktes Papier erscheinen – fiat money – ist dies der Start für eine Hyperinflation. Die an sich guten Mittelstandsunternehmen werden an den Rand des Ruins gedrängt – und für ein Butterbrot von „Investoren“ aufgekauft. Finis Germaniae, Finis Europae?</p>



<h3 class="wp-block-heading">…und in Österreich?</h3>



<p>Die Medien mokierten sich über die Panne bei der Budget-Debatte, weil in der Vorlage vergessen wurde „in Millionen Euro“ den Zahlen anzufügen. A bisserl schlampert, natürlich. – Aber ist nicht der eigentliche Skandal, den Budgetentwurf des Finanzministers aus der Zeit „vor Corona“ vorzulegen? Jeder weiß, daß „Corona“ ein teurer „Spaß“ der Bundesregierung war bzw. immer noch ist. Der Unsinn mit dem „shut-down“ und dem „Krisenmanagement“ wird ja fortgesetzt.<br>Die Proteste führten dann zu einem neuen Vorschlag, der die „voraussichtlichen“ Kosten des „An-die-Wand-fahrens“ der Wirtschaft einbezog. Das ging – überraschend – über Nacht. Wenn man ahnt, daß die Erstellung eines Budgets doch mühevolle Arbeit ist, dann liegt man mit der Annahme gewiß auf der sicheren Seite, daß hier von „Experten“ mit Hausnummern operiert wurde. Für wie seriös/kompetent darf man ergo den Finanzminister und die türkise Partei des Zauberlehrlings aus der Wunderwelt halten? Diese rhetorische Frage beantwortet sich selbst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Steuerschätzungen des Finanzministers sind utopisch!</h3>



<p>Abgesehen davon, daß der erste Entwurf die „übliche“ Steigerung enthielt, die bei „normalem“ Geschäftsgang so eintreffen mag, ist jedoch 2020 mit massivem Rückgang der „Erträge“ (= der Steuereinnahmen) zu rechnen, weil Arbeitslose und Kurzarbeiter keine Einkommenssteuern zahlen, sowie nicht produzierende oder nicht aktive Unternehmen (vielen EPU und KMU wurde ja mit drakonischen Strafandrohungen verboten, ihre Geschäfte weiter zu betreiben) keine Gewinne machen, sondern Verlustvorträge auch für die Folgejahre geltend machen werden.  Realistischer wäre die Annahme von mindestens einem Drittel weniger an Steuereinnahmen, d. h. ca. 55 Milliarden an Einnahmen, womit die Verschuldung nicht um 20,6 Milliarden sondern um fast 50 Milliarden steigen würde – sofern Finanzminister Blümel überhaupt dieses Geld auftreiben kann.<br>Nun hat – ein paar Wochen später – die Regierung ihr Hilfspaket „nachgebessert“, auf 50 Milliarden, ein „Mega-Wumms“ laut grünem Vizekanzler Werner Kogler. Das sind nach Adam Riese um 12 Milliarden mehr als die ursprünglichen versprochenen 38 Milliarden. Diese addieren sich natürlich zur Verschuldung, womit sie wohl auf 62 Milliarden ansteigen dürfte und damit das Budget zu mehr als der Hälfte auf noch gar nicht aufgetriebenen Krediten beruht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Formeln für den Staatsbankrott</h3>



<p>Es empfiehlt sich, das 1984(!) im Wirtschaftsverlag Langen-Müller/Herbig erschienene Büchlein von Paul C. Martin zu studieren: „Die Formeln für den Staatsbankrott. Am Beispiel des finanziellen Endes der Republik Österreich“. Bis jetzt hat der Finanzminister es ja offenbar noch nicht, denn außer wortreicher Versprechen zur Hilfe haben die wenigsten noch Bares gesehen. – Wenn, was realistischer ist, nichts kommt, dann wird die Pleitewelle noch heftiger ausfallen, als schon jetzt zu befürchten ist.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Des Kanzlers Netzwerk: Die türkisen Schattenmänner</title>
		<link>https://dereckart.at/des-kanzlers-netzwerk-die-tuerkisen-schattenmaenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 11:35:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meistgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Stracke]]></category>
		<category><![CDATA[European Council on Foreign Relations (ECFR)]]></category>
		<category><![CDATA[George Soros]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kurz]]></category>
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					<description><![CDATA[Buch ermöglicht interessante Einblicke Im Buch „Inside türkis“ analysiert Klaus Knittelfelder Sebastian Kurz und seinen „inneren Kreis“. Das Werk beschreibt, wie es der machtbewußte Maturant mit seinen auf Loyalität eingeschworenen Getreuen in zehn Jahren vom Nobody zum jüngsten Regierungschef der Welt schaffte. Ein günstiger Wind der Geschichte bescherte Kurz zusätzlich eine angeblich globale Seuche, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Buch ermöglicht interessante Einblicke</h2>



<p></p>



<p><strong>Im Buch „Inside türkis“ analysiert Klaus Knittelfelder Sebastian Kurz und seinen „inneren Kreis“. Das Werk beschreibt, wie es der machtbewußte Maturant mit seinen auf Loyalität eingeschworenen Getreuen in zehn Jahren vom Nobody zum jüngsten Regierungschef der Welt schaffte. Ein günstiger Wind der Geschichte bescherte Kurz zusätzlich eine angeblich globale Seuche, die ihm die Chance bot, sich als Vaterlandsretter zu profilieren.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Bernd Stracke</em></p>



<p></p>



<p class="has-drop-cap">Das erste Kapitel widmet der Autor den drei „politischen Lebensgefährten“ des Kanzlers: Stefan Steiner, die zentrale Figur im türkisen Universum, stecke hinter der türkisen Migrationspolitik. Der Lehrersohn, dessen Eltern am katholischen St.-Georgs-Kolleg in Istanbul unterrichteten, ist studierter Völkerrechtler. An Steiner, der Kurz „weltanschaulich extrem ähnlich“ sei, werde sichtbar, daß es sich bei den Türkisen „nicht um opportunistische Bobos, sondern teilweise um stramme Konservative“ handle, die sich aber lieber als Liberale bezeichnen.<br>Den Ex-Rocksänger Gerald Fleischmann stellt der Autor als „obersten Spin-Doktor des Kanzlers“ vor. Er ist mitverantwortlich für millionenschwere „Medienhilfspakete“, „Sondermedienförderungen“ und gigantische Inseratenkampagnen – Kritiker sprechen von Bestechung und Meinungskauf.<br>Wie Kurz ebenfalls Studienabbrecher, sei Axel Melchior der Mann, der „den Laden schmeißt“. Noch zu Mitterlehners Zeiten habe Melchior sukzessive die Kabinette türkis eingefärbt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bernhard Bonelli: Kurz&#8216; rechte Hand hat Opus-Dei-Bezug</h3>



<p>Bernhard Bonelli sei quasi die rechte Hand von Kurz. Er koordinierte den Regierungspakt mit den Grünen und den Corona-Lockdown. Sein Masterstudium habe Bonelli an der von Opus Dei geführten Navarra-Universität in Barcelona absolviert. Seit einer Israelreise trage er ein Jerusalem-Fünffachkreuz (die Kreuzigungswunden Christi symbolisierend) um den Hals. Johannes Frischmann orchestriert den Außenauftritt des Kanzlers. Dazu benötigt seine Kommunikationsmaschinerie allein in der Regierung mehr als 20 PR-Leute – plus die Medienabteilungen in Parlamentsklub und Partei.<br>Der Unternehmensberater Markus Gstöttner deckt die Wirtschaftspolitik bis hin zum Corona-Milliarden-Hilfspaket ab. Sein Freundeskreis besteht zum Großteil aus Priestern, er habe auch eine Einkehr im Stift Heiligenkreuz zelebriert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Arno Melicharek, der „Schredder-Mann“ im Kanzleramt</h3>



<p>Auffallend flüchtig behandelt Knittelfelder des Kanzlers Social-Media-Chef und „Schredder-Mann“ Arno Melicharek, der bekanntlich 2019 unter falschem Namen fünf Festplatten vernichtet hatte. Jetzt scheint eine Spur direkt zum Kanzler zu führen. Aktuell leitet Melicharek im Kurz-Kabinett das Referat 1/1/c (Besuchermanagement). Selbst Insider wunderten sich, daß bei den Wahlen 2013 nicht der damals strahlende Heinz-Christian Strache die Vorzugsstimmen-Hitparade anführte, sondern – mit über 35.000 – Sebastian Kurz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kurz wie ein Karnickel aus dem Zylinder gezaubert</h3>



<p>Für Knittelfelder verdankte der JVP-Chef diese Sensation seinem Marketing-Guru Philipp Maderthaner. Der habe rund um Kurz eine „Bewegung“ aufgebaut. Neben offensivem Facebook-Marketing habe die Truppe auf der Straße Unterstützer und massenhaft e-Mail-Adressen gekeilt. Kristina Rausch, 28, ist Online-Chefredakteurin und Schulfreundin des Kanzlers. Auf ihrem iPhone läuft der gesamte Inhalt der Internetseiten des Kanzlers zusammen. Zu einer Million Fans auf der Kurz-Facebook-Seite kommen noch 400.000 Twitter-Follower und über 300.000 Instagram-Abonnenten. Bettina Rausch, Kristinas jüngste Schwester, stellt Knittelfelder als „Kurz-Intima“ und eiserne VP-Personalreserve vor. Carina Rausch, die Mittlere im Dreimäderlhaus, leitet das Alois-Mock-Institut, dessen Präsident der Kurz-Vertraute Wolfgang Sobotka ist. </p>



<p>Während sich der Autor über die Genannten 146 Seiten lang ausläßt, reichen magere 51 Seiten für den Rest seines Teams, nämlich Gernot Blümel, August Wöginger, Karl Nehammer, Wolfgang Sobotka, Harald Mahrer, Elisabeth Köstinger und Johanna Mikl-Leitner, Alexander Schallenberg, Margarete Schramböck, Heinz Faßmann, Susanne Raab, Christine Aschbacher und die (Möchtegern-)Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Europaministerin Karoline Edtstadler kommt im Buch überhaupt nicht vor.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Merkwürdiges „Familienleben“</h3>



<p>Über das Familienleben von Kurz ist in „Inside Türkis“ nichts zu erfahren: Des Kanzlers Lebensgefährtin Susanne Thier wird lediglich zweimal, jeweils in einem Halbsatz, erwähnt. Das Boulevardblatt „News“ weiß da mehr: Thier, 33, kinderlos, sei des Kanzlers „Lebensgefährtin seit seiner Schulzeit“, habe Wirtschaftspädagogik studiert und arbeite als Kommissärin in der PR-Abteilung des Finanzministeriums. Sie begleite Kurz nur zu offiziellen Anlässen wie zum Opernball und zu den Salzburger Festspielen. Das Paar lebe in einer 65-Quadratmeter-Wohnung in Wien-Meidling. Heirat und Kinder seien „vielleicht irgendwann in ferner Zukunft“ geplant. Das Paar habe wenig Zeit füreinander.Vom verhafteten Wirecard-Vorstand Markus Braun, den Kurz als Experten in seine Denkfabrik „Think Austria“ geholt hatte, will der Teflon-Kanzler heute freilich nichts mehr wissen. Knittelfelder erwähnt den mutmaßlichen Milliardenbetrüger mit keinem Wort.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Knittelfelder läßt einiges weg</h3>



<p>Ebensowenig wie den Szenewirt und Kanzler-Du-Freund Martin Ho, in dessen Szenelokal eine drogenverhangene „Corona-Party“ stattgefunden haben soll. Zudem wurden Rechnungen öffentlich, die auf Mehrwertsteuermogeleien schließen lassen. Im Buch ebenfalls mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt wird der „Krone“-Miteigentümer und Milliardär René Benko. Für Geschäftsvorgänge, die Benkos angeschlagenen Kika-Leiner-Konzern vor der Pleite retten sollten, war Kurz zweimal „behilflich“: Er ließ eigens das zuständige Bezirksgericht aufsperren und einen leitenden Beamten vom Urlaub zurückholen. Kurz rechtfertigte seine Einteilung in „gleiche“ und „gleichere“ Österreicher damit, daß seine Regierung für eine „serviceorientierte Verwaltung“ stehe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sebastian Kurz und George Soros</h3>



<p>Kaum anzunehmen ist, daß Knittelfelder beim Auflisten der Kurz-Netzwerke auf den wohl wichtigsten globalen Kontaktmann vergessen hat: George Soros… 2018 empfing Kurz den Milliardär im Bundeskanzleramt, um mit ihm über die Übersiedlung der (in Orbán-Ungarn unerwünscht gewordenen) Central European University nach Österreich zu plaudern. Fotos zeigen Kurz mit George Soros und dessen Sohn Alexander, der im Internet jeweils als Vorstandsmitglied der Open Society Foundation seines Vaters, des Jewish Funds for Justice (etwa: Jüdische Stiftung für Gerechtigkeit) und der internationalen NGO „Global Witness“ (etwa: Weltweite Zeugenschaft) aufscheint, die vorgibt, gegen Armut und Korruption sowie für Menschenrechte zu kämpfen. Als 2015 die „Flüchtlingskrise“ hereinbrach, war Kurz noch glühender Befürworter der Masseneinwanderung und bezeichnete Zuwanderer als „höher qualifiziert als Einheimische“. Unter dem Eindruck massiver FPÖ-Wahlerfolge und immer schlechterer ÖVP-Prognosen schwenkte Kurz auf eine Law-and-Order-Position um. Eine Erklärung für diese Wende könnte seine Mitgliedschaft beim European Council on Foreign Relations (Europäischer Rat für Außenbeziehungen, ECFR) geben. Der ECFR-Gründer heißt George Soros.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Österreichs erste Briefmarken</title>
		<link>https://dereckart.at/oesterreichs-erste-briefmarken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2020 17:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meistgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Briefmarken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Laurenz Koschier]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 170 Jahren brachte die k.k. Post erstmals Briefmarken heraus Wenn man hört, daß in den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts ein gewisser Laurenz Koschier, 1804 in der Krain geboren, aufklebbare Wertzettel in Form von Briefmarken erfunden haben soll, dann steckt in diesem Satz ein klein wenig Wahrheit&#8230; Ein Beitrag von Georg Ladurner Der altösterreichische Regierungsbeamte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Vor 170 Jahren brachte die k.k. Post erstmals Briefmarken heraus</h2>



<p></p>



<p><strong>Wenn man hört, daß in den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts ein gewisser Laurenz Koschier, 1804 in der Krain geboren, aufklebbare Wertzettel in Form von Briefmarken erfunden haben soll, dann steckt in diesem Satz ein klein wenig Wahrheit&#8230;</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Georg Ladurner</em></p>



<p class="has-drop-cap">Der altösterreichische Regierungsbeamte hatte das große Pech, nicht auf die geringste Anerkennung &nbsp;der Gegenliebe für seine wohl bahnbrechende Idee zu stoßen. So geriet er mit seiner außerordentlichen Erfindung lange in Vergessenheit. Die k.k. österreichische Post in der Metternich-Epoche verpaßte die Gelegenheit, als &nbsp;Postwertzeichen-Pionierland in die Geschichte einzugehen. Die ersten Marken wurden im Mai 1840 in England ausgegeben. Die berühmte „Penny Black“ ist heute noch ein vielgeliebtes Sammelobjekt; Generalpostmeister Sir Rowland Hill war ihr Pate.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vor Österreich druckten 15 andere Länder Briefmarken</h3>



<p>Heute kann man es sich kaum vorstellen. Nach der Ausgabe der britischen Postwertzeichen folgten andere Postverwaltungen dem englischen Beispiel mit großem Zögern. Österreich entschloß sich erst in den Jahren 1849/50 dazu. Zu jener Zeit gab es lediglich 15 Länder, in denen es Marken gab. Als Grund des Zögerns können wohl unabwendbare Portoreformen angegeben werden. Die alltäglichen Posttarife wurden noch an den Kutschenbetrieb angepaßt und ließen sich keinesfalls mehr rechtfertigen, zumal Brief-, Paket- und allgemeine Postsendungen mit dem Zug viel schneller befördert werden konnten. Selbst wenn sich die Finanzbehörde nicht damit anfreunden &nbsp;wollte, kam die Post nicht um eine einschneidende Regulierung des Portos herum. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Baron Bruck kann Kaiser Franz Joseph I. überzeugen</h3>



<p>Österreich wollte die Bewährungsprobe bestehen. Der damalige k.k. Handelsminister Baron Bruck unterbreitete Kaiser Franz Joseph I. einen Vorschlag über die Portoreform vom September 1849. Kurze Zeit später stimmte der junge Monarch zu. Nun galt es, das Markenprojekt zu verwirklichen. Der kaiserliche Rat Dr. Herz hatte sich schon in München, London und Brüssel 1849 umgesehen und einige Gedanken gemacht. Im Februar des Folgejahres durfte er die Weisung des Handelsministers zur Kenntnis nehmen, nach der die Post-Franco-Stempel nach den vorgelegten &nbsp;Mustern, von Hand herzustellen waren. Im Verordnungsblatt für Post, Eisenbahnbetrieb und Telegraphen vom März 1850 konnte man die neuen Bestimmungen über die Briefportotaxen und die Einhebung durch Briefmarken lesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erste Briefmarken am Schalter</h3>



<p>Es wurden nur fünf Werte der ersten Ausgaben und ihre Farben bekanntgegeben. Die Gestaltung der Wappenausgabe vom 1. Juni 1850 ist durchwegs einheitlich; sie zeigen den Doppeladler des Staatswappens in einem dekorierten Schild, die Kaiserkrone, über Palmblättern links einen Lorbeer- und rechts einen Eichenzweig. Oben erkennt man die Inschrift K.K. POST-STEMPEL und in der unteren Leiste die Wert- und die Währungsangabe. Für das Lokalporto mußten Marken zu zwei Kreuzern verwendet werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Briefe von ein bis zwei Loth“</h3>



<p>Je nach Entfernung und Loth (in Österreich zumeist 17,5 Gramm) kamen andere Gebührensätze zum Einsatz. Der erste Portosatz bis einschließlich zehn Meilen (gerundet 75,86 km) wurde mit drei Kreuzern festgelegt, bis 20 Meilen waren Marken zu sechs Kreuzern, und über 20 Meilen waren Marken zu neun Kreuzern zu verwenden. Für Briefe von ein bis zwei Loth mußte man das doppelte und für zwei bis drei Loth das dreifache Porto zahlen. Drucksachen konnten preiswerter aufgegeben werden und für Einschreibebriefe wurde ein Zuschlag gerechnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nur die Währung ist in Lombardo-Venetien anders</h3>



<p>Die Marke zu einem Kreuzer ist gelb, jene zu zwei Kreuzern schwarz, jene zu drei Kreuzern hellrot, die zu sechs Kreuzern rotbraun und die zu neun Kreuzern blau. Eigentlich besteht die Serie aus sechs Werten, wobei die Bestände der Postwertzeichen zu zwölf Kreuzern anstelle des Wertes zu neun Kreuzern kurz vor dem Ersttag, dem 1. Juni 1850, nahezu komplett vernichtet wurden. Wer so eine Briefmarke in seiner Sammlung hat, besitzt eine echte Rarität, die man nur ganz selten findet.&nbsp; Wenn man die Währung 1 Gulden Conventionsmünze = 60 Kreuzer als Gradmesser nimmt, muß man wissen, daß diese in Lombardo-Venetien nicht gültig war. Deswegen gibt es auch eine bildgleiche italienische Markenserie. Allerdings muß man bedenken, daß diese dann italienische Nominalwerte hat. 1 Lira sind 100 Centesimi; die Nennwerte der aus fünf Briefmarken bestehenden Wappenausgabe betragen 5, 10, 15, 30 und 45 Centes(imi).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bögen noch ohne Perforierung</h3>



<p>Außerdem besteht ein Bogen aus 60 Einzelmarken, die alle mit einer Schere mangels einer Perforierung herausgeschnitten werden mußten. Ein Bogen besteht aus 8 x 8 Markenfeldern, wobei vier kein Wertzeichen beinhalten. Philatelisten sind besonders stolz, wenn sie eine Briefmarke mit einem Andreaskreuz (jeder Bogen hat vier solche Aufdrucke) haben. Diese sind auch wertvoller. Wer 1850 einen Brief aufgab, mußte die Briefmarke vorne auf dem Kuvert oben in die Mitte kleben. Die bei Einschreibebriefen fällige Zusatzgebühr war auf der Siegelseite des Briefes in Marken auszuweisen. Die Wappenausgabe wurde anfangs 1850 auf handgeschöpftem, rauh und uneben erscheinenden Papier mit Bogenwasserzeichen und 1854 auch auf maschinell hergestelltem, glatten Papier ohne Wasserzeichen gedruckt. Sie war ungezähnt, Zähnungsversuche wurden dessen ungeachtet bereits unternommen. Überdies gibt es viele Nachdrucke, die das Herz weniger betuchter Briefmarkensammler erfreuen und sich trotzdem als gute Lückenfüller eignen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Wort „Briefmarke“ eroberte rasch den Alltag</h3>



<p class="has-drop-cap">In der Einführungsverordnung sprach man offiziell von Briefmarken. In Zürich sprach man von Frankaturzeichen, in Basel von Frankozettelchen und in Bayern von der Frankomarke. Bereits der angeführte Laurenz Koschier probierte verschiedene Formulierungen. Und siehe da: Das Wort Briefmarke bürgerte sich immer schneller im deutschen Sprachraum ein. Und die Sammlergemeinde wuchs und wuchs. Noch heute ist die Wappenausgabe ein schöner Einstieg für die Ländersammlung „Österreich“. Nicht wenige haben sich spezialisiert, da es wohl von allen Typen der Erstausgabe Druck-, Farben und Papierunterschiede gibt. Darüber hinaus sind Briefe aus jener frühen Zeit der Postwertzeichen nicht nur in musealen Sammlungen ein besonderer Hingucker, sondern gewissermaßen eine kleine Zeitkapsel, die uns doch irgendwie berührt – heute, 170 Jahre dannach&#8230;</p>
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		<title>Schallaburg an der Donau</title>
		<link>https://dereckart.at/schallaburg-an-der-donau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 12:03:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Donau]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine großartige Ausstellung auf der Schallaburg stellt die Donau vom Stromkilometer 0 bei Sulina im Donaudelta bis Melk (km 2036) vor: erd- und kulturgeschichtlich, natur- und völkerkundlich, das Transportwesen auf der Donau, die Funktion als Grenze, den Lebensraum für Mensch und Tier. Die letzten 850 km Stromkilometer (die nur an der Donau von der Mündung [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Eine großartige Ausstellung auf der Schallaburg stellt die Donau vom Stromkilometer 0 bei Sulina im Donaudelta bis Melk (km 2036) vor: erd- und kulturgeschichtlich, natur- und völkerkundlich, das Transportwesen auf der Donau, die Funktion als Grenze, den Lebensraum für Mensch und Tier.</strong></p>



<p>Die letzten 850 km Stromkilometer (die nur an der Donau von der Mündung hinauf gezählt werden) also Richtung Linz-Passau-Regensburg-Ingolstadt- Ulm bis zum Schwarzwald werden aus Platzgründen nicht mehr behandelt – wir hoffen auf eine Fortsetzung! Die Zahl und Qualität der Schaustücke ist beträchtlich; von einem im Jahr 1905 gefangenen 2,5 Meter langen Hausen (Stör), vielen alten Schriftstücken und Land-/Flußkarten, Zeugnissen der donauschwäbischen Be- und Absiedelung, hervorragenden Gemälden und alten Kunstwerken wie aus der Vinca-Kultur aus dem Raume Belgrad bis zu Filmberichten über die frühere türkische Donauinsel Ada Kaleh am Eisernen Tor sowie über das vogelreiche Delta sind gut ausgewählte Schaustücke zusammengetragen worden, die ein vielfältiges Bild des größten europäischen Flusses ergeben, der von West nach Ost fließt. Die Ausstellung „Donau Menschen, Schätze &amp; Kulturen. Vom Schwarzen Meer zur Schallaburg“ ist noch bis zum 8. November zu sehen.</p>
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		<title>Bleibt Kärnten auch in Zukunft ein Hort der Heimatliebe?</title>
		<link>https://dereckart.at/bleibt-kaernten-auch-in-zukunft-ein-hort-der-heimatliebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2020 09:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kärnten]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Volksabstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur 100. Wiederkehr des Tages der Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 ist die neue ECKARTSCHRIFT aus der Feder von Walter Tributsch erschienen: „Kärnten. 100 Jahre nachdem ‚Mannesmut und Frauentreu` die Heimat sich erstritt aufs neu`‘“. 30 Jahre nach der ECKARTSCHRIFT „Kärnten – Tausend Jahre und siebzig“ von Otto Scrinzi, nimmt Tributsch eine tiefschürfende Untersuchung [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-drop-cap"><strong>Zur 100. Wiederkehr des Tages der Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 ist die neue ECKARTSCHRIFT aus der Feder von Walter Tributsch erschienen: „Kärnten. 100 Jahre nachdem ‚Mannesmut und Frauentreu` die Heimat sich erstritt aufs neu`‘“. 30 Jahre nach der ECKARTSCHRIFT „Kärnten – Tausend Jahre und siebzig“ von Otto Scrinzi, nimmt Tributsch eine tiefschürfende Untersuchung der Kärntner Geschichte der letzten hundert Jahre vor. Er zeigt die grundlegenden identitätstiftenden Linien auf, die nördlich der Karawanken ein besonderes Heimatbewußtsein entstehen ließen, aber auch die Probleme des Sprachen-&nbsp;und Volksgruppenkonflikts der letzten Jahrzehnte. Lesen Sie nachstehend einen Textauszug&#8230;</strong></p>



<p><strong>Ein Beitrag von Walter Tributsch</strong></p>



<p>Während heutzutage alles darauf ausgerichtet&nbsp;ist, in den europäischen Staaten die nationalen Identitäten und Bindungen zu untergraben und abzubauen, mußten die Bestrebungen vor 100 Jahren freilich in die gegenteilige Richtung gehen. Der Weltkrieg war verloren,&nbsp;die Donaumonarchie zerfiel. Der Kaiser als Identitätsfigur für das Habsburgerreich war zurückgetreten und im Exil. Zurückgelassen blieben die Bürger des einstigen&nbsp;Vielvölkerstaates in einem Vakuum mit vagen Vorstellungen zu ihrer staatlichen Neuorganisation. Dabei hatten es Tschechen, Kroaten&nbsp;oder auch Ungarn einfacher als die&nbsp;deutsche Volksgruppe der ehemaligen k.u.k.Monarchie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Lügen der alliierten Sieger</h3>



<p>Alle anderen konnten sich, dem Schlagwort der Wilsonschen Weltordnung vom Selbstbestimmungsrecht der Völker entsprechend, auf&nbsp;den Aufbau ihres Nationalstaates&nbsp;konzentrieren. Was übrig blieb war „Restösterreich“, dem nicht nur Kriegsschuld und Verliererstatus verblieben, sondern auch eine wenig verheißungsvolle Zukunft.&nbsp;Der weitaus größten Volksgruppe&nbsp;im Land entsprechend nannte sich&nbsp;die neugegründete Republik auch „Deutsch-Österreich“. Ganz selbstverständlich gingen Politiker wie auch der Großteil der Bevölkerung von der Überzeugung aus, daß es sich bei diesem Rumpfstaat nur um&nbsp;eine vorübergehende Zwischenlösung handeln würde.</p>



<p>Eine Vereinigung mit dem anderen, ebenfalls aus einer Monarchie hervorgegangenen deutschen Nachfolgestaat galt eigentlich als&nbsp;logische Konsequenz dessen, wofür der amerikanische Präsident den&nbsp;Friedensnobelpreis bekommen hatte: des Selbstbestimmungsrechtes&nbsp;der Völker. Wenn sich schon unter diesem Titel die einstigen Nationen des habsburgischen Vielvölkerstaates die Legitimation ableiteten,&nbsp;eigene neue Staaten zu gründen,&nbsp;mußte es wohl auch der deutschen&nbsp;Bevölkerung zustehen, ihre künftige nationale Körperschaft selbständig gestalten zu können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Diktate von Versailles und St.&nbsp;Germain schaffen Unfrieden&nbsp;</h3>



<p>Mitnichten: Die Diktate von Versailles und Saint Germain waren&nbsp;darauf abgestimmt, eine neue starke Macht in Zentraleuropa ein für&nbsp;alle Mal zu verhindern. Das hätte&nbsp;man wohl von einem deutschen Staat, gebildet aus den Nachfolgern der Monarchien, die den Krieg&nbsp;verloren hatten, trotz aller Repressalien, die in den Friedensdiktaten schließlich eingebaut wurden, erwarten müssen.</p>



<p>Daher waren die österreichischen&nbsp;und auch deutschen Vertreter in St. Germain und Versailles gezwungen, Verträge ohne Verhandlungs- oder Einspruchsrecht zu unterzeichnen, die diese Möglichkeit einer Vereinigung in einem&nbsp;gemeinsamen Staat ausdrücklich untersagten.</p>



<figure class="wp-block-pullquote" style="border-color:#cf2e2e"><blockquote><p>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen ECKART-Ausgabe, die sie <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong><a href="https://dereckart.at/eckart-abonnieren/">HIER</a></strong> </span>bestellen können.</p></blockquote></figure>
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		<title>Salzburger Jubiläumsfestspiele trotzten dem Corona-Wahnsinn</title>
		<link>https://dereckart.at/salzburger-jubilaeumsfestspiele-trotzten-dem-corona-wahnsinn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 10:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Festspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Nur wenige Theaterfestspiele wie jene in Bayreuth oder in Verona sind älter als die Salzburger Festspiele. Aber keines dieser Festivals hat ein ähnlich umfangreiches Programm, das&#160;Oper, Konzerte und Sprechtheateraufführungen umfaßt. In Salzburg wurde zwar schon während der Barockzeit Theater gespielt, und die Idee, Festspiele abzuhalten, entstand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, aber erst nach dem [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Nur wenige Theaterfestspiele wie jene in Bayreuth oder in Verona sind älter als die Salzburger Festspiele. Aber keines dieser Festivals hat ein ähnlich umfangreiches Programm, das&nbsp;Oper, Konzerte und Sprechtheateraufführungen umfaßt. In Salzburg wurde zwar schon während der Barockzeit Theater gespielt, und die Idee, Festspiele abzuhalten, entstand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, aber erst nach dem Ende des Ersten Weltkriegs konnten tatsächlich Festspiele in Salzburg stattfinden.</strong></p>



<p><strong>Eine Kulturreportage von Hermann T. Attinghaus</strong></p>



<p class="has-drop-cap">Bei den festlichen Spielen an der Salzach sollte Mozart im Mittelpunkt stehen, aber nicht ausschließlich. Von Anfang an sollten auch Sprechstücke aufgeführt werden. Und es war auch&nbsp;ein Theaterstück, das am Anfang der langen, ruhmreichen Geschichte der Salzburger Festspiele stand. Am 22. August 1920 wurde nach der genialen Idee Max Reinhardts&nbsp;Hofmannsthals „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“, zum ersten Mal vor dem Dom&nbsp;aufgeführt. Sieht man von wenigen kurzen Unterbrechungen ab, ist es&nbsp;bis heute dabei geblieben. Erst ein Jahr vor dem Ende des&nbsp;Ersten Weltkrieges hatten der Salzburger Kaufmann Friedrich Gehmacher und der Wiener Musikschriftsteller Heinrich Damisch die Salzburger Festspielhausgemeinde in Salzburg gegründet. Ungefähr zur selben Zeit hatte Max Reinhardt der k.k.-Hofkanzlei in Wien ebenfalls einen Entwurf für Festspiele in Salzburg eingereicht, die&nbsp;nach Kriegsende „als erstes Friedenswerk“ abgehalten werden sollten. Erst als sich die Salzburger und Max Reinhardt auf eine gemeinsame Vorgangsweise geeinigt hatten, konnten die Salzburger Festspiele&nbsp;ins Leben gerufen werden.</p>



<p>Neben Reinhardt, der seine Laufbahn als Schauspieler am Landestheater in Salzburg begonnen hatte,&nbsp;war Hugo von Hofmannsthal der eigentliche Motor der Festspielidee. Der Dichter hatte schon vier Opernbücher – u. a. „Elektra‟, und „Rosenkavalier“ – für Richard Strauss geschrieben, und er liebte Salzburg, „das Herz vom Herzen Europas‟, dessen süddeutschen (!) Charakter&nbsp;er stets betonte. Zu Hofmannsthal&nbsp;und Reinhardt gesellten sich der Komponist Richard Strauss, der Bühnenbildner Alfred Roller und Kapellmeister Franz Schalk. Andere wichtige Vertreter des Festspielgedankens waren der Dirigent und Komponist Bernhard Paumgartner und Landeshauptmann&nbsp;Franz Rehrl, der sich für den Bau des ersten Festspielhauses einsetzte.&nbsp;Heuer sollten die ersten hundert Jahre der Festspiele mit noch nie dagewesenem Aufwand gefeiert&nbsp;werden. Dann kam „Corona“, und um ein Haar hätte es gar keine Fest- spiele gegeben, hätte nicht Langzeitpräsidentin Helga Rabl-Stadler heldenhaft dafür gekämpft, daß es&nbsp;doch Festspiele geben sollte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sehr beachtliches Programm</h3>



<p>Mit in deutlich kleinerem Umfang&nbsp;zwar, aber einem beachtlichen Programm, das sich allemal sehen lassen konnte. Selbstverständlich wurde der „Jedermann“ gegeben, wenn auch die&nbsp;Inszenierung umstritten war. Es gab zwei Opernproduktionen, Mozarts „Così fan tutte“ in gekürzter Form und Richard Strauss‘ „Elektra“, geleitet von Franz Welser-Möst. Die&nbsp;Wiener Philharmoniker spielten in absoluter Höchstform, als wollten sie beweisen, daß Kunst und Musik stärker seien als ein Virus, von&nbsp;dem bis heute keiner weiß, wo es&nbsp;tatsächlich hergekommen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Thielemann: Besser geht‘s nicht</h3>



<p>Die Wiener Philharmoniker setzten auch mit zwei Konzerten, die der von den Osterfestspielen schmählich vertriebene Christian Thielemann dirigierte, den absoluten Höhepunkt des Jubiläumssommers. Es hatte ganz den Anschein, als wollte Thielemann den Verantwortlichen in Salzburg zeigen, was sie an ihm&nbsp;verlieren. Zu Beginn dieses Konzerts sang Elina Garanča berückend schön Wagners Wesendonck- Lieder, danach folgte Bruckners&nbsp;4. Symphonie – vollendet gespielt.&nbsp;Besser geht es nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wiener Philharmoniker brillierten unter allen Dirigenten&nbsp;</h3>



<p>Zu Ehren Beethovens, des Jahresregenten, spielten die Wiener Philharmoniker auch Beethovens 9. Symphonie, geleitet von Altmeister Riccardo Muti. Unter Andris&nbsp;Nelsons führten sie Mahlers anspruchsvolle 6. Symphonie auf.&nbsp;Igor Levit spielte alle 32 Klaviersonaten Beethovens, Anna Netrebko gab mit ihrem Ehemann Yusif&nbsp;Eyvazov einen fulminanten Tschaikowsky-Abend. Am Ende des Fest-&nbsp;programms standen zwei Konzerte&nbsp;der Berliner Philharmoniker unter&nbsp;ihrem neuen Chef Kirill Petrenko. Es war – trotz aller Einschränkungen – ein schönes Fest. Dank der&nbsp;rigorosen Sicherheitsmaßnahmen&nbsp;und des äußerst disziplinierten Publikums blieb es selbstverständlich&nbsp;auch ohne negative Folgen.</p>
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