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	<title>Oberschlesien &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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	<title>Oberschlesien &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>„Wir sind doch hier zu Hause“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2021 04:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Minderheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Oberschlesien]]></category>
		<category><![CDATA[PiS]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
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					<description><![CDATA[Junge Schlesier treten für ihre Heimat ein Daß die Schatten der Vergangenheit in Polen auch heute noch nicht vollständig beseitigt sind, konnte man vor einigen Wochen erfahren: Janusz Kowalski ist ein Sejm-Abgeordneter und Staatssekretär der regierenden Partei Solidarisches Polen (PiS) und möchte sich offenbar für höhere Ämter profilieren. Anfang Februar richtete er eine Anfrage an [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Junge Schlesier treten für ihre Heimat ein</h2>



<p></p>



<p><strong>Daß die Schatten der Vergangenheit in Polen auch heute noch nicht vollständig beseitigt sind, konnte man vor einigen Wochen erfahren: Janusz Kowalski ist ein Sejm-Abgeordneter und Staatssekretär der regierenden Partei Solidarisches Polen (PiS) und möchte sich offenbar für höhere Ämter profilieren.</strong></p>



<p class="has-drop-cap">Anfang Februar richtete er eine Anfrage an das Infrastrukturministerium in Warschau, in dem er behauptete, daß es illegal sei, neben den mittlerweile immer verbreiteteren, zweisprachigen Ortsschildern zusätzlich an den Bahnhöfen die deutschen Namen Chronstau und Dembiohammer zu erwähnen. Es handele sich um einen „gefährlichen Präzedenzfall“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Junge Schlesier melden sich zu Wort</h2>



<p>Widerspruch kam nicht nur von den offiziellen Vertretern der Minderheit, sondern vor allem von jungen Schlesierinnen und Schlesiern: „Auch uns Jugendlichen dienen die Minderheitenrechte, denn wir sind die Zukunft der Minderheit und der Region. Wenn also jemand sagt, es sei gefährlich, daß die zweisprachigen Tafeln an den Bahnstationen in Chronstau und Dembiohammer hängen, dann ist es für mich einfach erschütternd, so etwas zu hören. Wir sind doch hier zuhause. Die deutsche Minderheit wird hier immer wohnen und niemand sollte uns als gefährlich bezeichnen nur wegen zweisprachiger Schilder, die für uns ein Symbol unserer Identität sind“, meinte Zuzanna Herud, die stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM).<br>Unterstützung kam aus Berlin vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius: „Die deutsche Minderheit in Polen ist durch die Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten sowie der Charta zum Schutz von Regional- und Minderheiten geschützt. Diese Regelwerke wurden von Polen ratifiziert und gelten dort als direktes Recht. Wir werden im engen Austausch mit unseren Partnern vor Ort genau darauf achten, daß die Rechte nationaler Minderheiten ohne jede Einschränkung zum Tragen kommen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fotos in Sozialen Netzwerken</h2>



<p>Unter dem Hashtag #InPolendaheim und #naszHeimat solidarisierten sich Jugendliche auch aus anderen Ländern mit dieser Aktion, teilten Fotos aus ihrer Heimat mit gleichfalls zweisprachigen Ortsschildern und sind ein schöner Beweis für das Selbstbewußtsein dieser jungen Menschen und dem Bekenntnis zu ihrer Heimat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>So habe ich als Kind 1945 die Vertreibung erlebt</title>
		<link>https://dereckart.at/so-habe-ich-als-kind-1945-die-vertreibung-erlebt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2020 05:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bielitz]]></category>
		<category><![CDATA[Bielitz-Biala]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Herwig Bathelt]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbrechen an Deutschen]]></category>
		<category><![CDATA[Vertreibung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Heimat in der Schultasche“ – oder vom Ende einer Kindheit Im Alter von sechs Jahren verlor Heinz Herwig Bathelt (geb. 1938) aus Bielitz, Oberschlesien, nicht nur einen Teil seiner Familie, sondern auch seine Heimat in den Beskiden. Die dramatische Flucht nach Österreich ist hier auszugsweise erstmals veröffentlicht. Ein Zeitzeugenbericht von Heinz H. Bathelt Die [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">„Die Heimat in der Schultasche“ – oder vom Ende einer Kindheit</h2>



<p></p>



<p><strong>Im Alter von sechs Jahren verlor Heinz Herwig Bathelt (geb. 1938) aus Bielitz, Oberschlesien, nicht nur einen Teil seiner Familie, sondern auch seine Heimat in den Beskiden. Die dramatische Flucht nach Österreich ist hier auszugsweise erstmals veröffentlicht.</strong></p>



<p><em>Ein Zeitzeugenbericht von Heinz H. Bathelt</em></p>



<p class="has-drop-cap">Die letzten Weihnachten in der alten Heimat waren schon sehr deprimierend. Alle männlichen Familienmitglieder fehlten, auch die üblichen Geschenke. In den letzten Monaten des Jahres 1944 versiegte auch die Post von meinem Vater. Er schrieb immer nur „im Westen“. Gut drei Wochen später begann unsere Ausreise mit den vielen Zwischenstationen. Auch das war mit Hindernissen verbunden: meine Mutter bekam zur Evakuierung ihrer Kinder – meiner Schwester Ursula und mir – drei Tage mit der Verpflichtung, dann wieder im Büro anzutreten. </p>



<p>Meine Großmutter war auch ganz allein und durfte nicht mit, weil sie erst 58 Jahre alt war. Alle drei Söhne waren im Krieg, sowie ihr Mann, der mit 60 Jahren erneut zur Marine eingezogen worden war, obwohl er im Ersten Weltkrieg verwundet gewesen war. Sie mußte zurück bleiben und erlebte die Eroberung durch die Rote Armee. Sie kam aber gut durch diese schlimme Zeit, kochte für die Russen und war somit versorgt. Die Geburtstage von Mutter und Großmutter Mitte Jänner feierten wir noch bei uns. Eine Woche später war dann die Abreise nach Jägerndorf im Sudetenland. Dort lebten mehrere Verwandte meiner Großmutter, wo wir unterkommen konnten. Zu dieser Zeit standen die Russen vor Auschwitz, etwa 50 km von uns entfernt, wir hörten den Geschützdonner. Mittags zogen wir in die Innenstadt, die auf einer Anhöhe lag, um eine warme Mahlzeit einzunehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kriegsende im Niemandsland</h3>



<p>Ich habe diese Tagen in schöner Erinnerung, es war wie im Frieden. Doch auf einmal war alles vollkommen still geworden, fast unheimlich war die allgemeine Waffenruhe am 8. Mai 1945. Es war wie im Niemandsland; alle sonstigen Einrichtungen funktionierten wie bisher, das Versorgungsgeld wurde weiterhin bar ausbezahlt. Aber bei uns tat sich die große Frage auf: was tun? Und wohin?<br>Meine Großmutter hatte als junge Mutter im Frühjahr 1915 das Herannahen der russischen Front erlebt. Damals wurden Geschirr und Wäsche in Körbe verpackt und nach Wien verfrachtet. Erst als General Falkenhayn mit deutscher Verstärkung die Front wieder gefestigt hatte, war die Gefahr gebannt. Und so wurde die Lage im Mai 1945 eingeschätzt: es würde sich wieder beruhigen, und man könnte dann wieder zurück nach Bielitz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit eingenähtem Bargeld als Rückkehrer getarnt</h3>



<p>Dazu waren einige Maßnahmen und Verhaltensregeln für uns Kinder erforderlich. Zuerst wurde festgelegt, daß wir polnische Rückkehrer seien; dazu wurden Kokarden in Rot-Weiß an unsere Kleidung angenäht, und uns Kindern wurde strikt verboten, ein deutsches Wort auszusprechen. (Wie schwierig das für uns Kinder war, kann sich wohl jeder vorstellen!) Außerdem wurden von Mutter und Großmutter verschiedene „Verpackungen“ angefertigt, Bargeld in Strumpfgürtel und Mieder eingenäht, Wollpullover aufgetrennt und deren Wolle um Schmuck und Uhren gewickelt.</p>



<figure class="wp-block-pullquote" style="border-color:#cf2e2e"><blockquote><p>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der ECKART-Ausgabe Juni 2020, die sie <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong><a href="https://dereckart.at/lieferbare-ausgaben">HIER</a></strong> </span>bestellen können.</p></blockquote></figure>



<p></p>
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