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	<title>Literatur &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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		<title>Das Heerlager der Heiligen &#8211; Prophetie und Albtraum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 19:12:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Visionen des Jean Raspail (1925-2020) Er ahnte es längst. Die Mischung aus europäischem Selbsthaß, einem Konglomerat aus Christentum und linken Ideen, aus rassistischen Selbstbezichtigungen und einem nie erlebten Werteverfall wird endgültig zur Abschaffung der vaterländischen Kultur führen. Jean Raspail, einer der ganz großen Schriftsteller, vielleicht der letzte wirklich grandiose Romancier, der noch wußte, was [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Visionen des Jean Raspail (1925-2020)</h2>



<p></p>



<p><strong>Er ahnte es längst. Die Mischung aus europäischem Selbsthaß, einem Konglomerat aus Christentum und linken Ideen, aus rassistischen Selbstbezichtigungen und einem nie erlebten Werteverfall wird endgültig zur Abschaffung der vaterländischen Kultur führen. Jean Raspail, einer der ganz großen Schriftsteller, vielleicht der letzte wirklich grandiose Romancier, der noch wußte, was Ahnenstolz und Ehre ist, verstarb am 13. Juni 2020 in Paris.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Magdalena S. Gmehling</em></p>



<p></p>



<p class="has-drop-cap">Der Autor, Abenteurer und Forschungsreisende war glühender Monarchist und traditionsverbundener Katholik. Wie kein anderer ist er berufen, den ungeheuren Kampf irregeleiteter Humanität und verweichlichten Gutmenschentums mit dem sogenannten „Big Other“ darzustellen. Seine Distanz zum Geist der Zeit befähigt ihn zu einer hellsichtigen Vorhersage künftiger Probleme. Die satirische Dystopie „Das Heerlager der Heiligen“ (Le Camp des Saints) – eine fiktionale Form der Endzeitkonflikte – entstand bereits 1971-73. Der Autor schrieb das Buch, welches ein Welterfolg wurde, in Boulouris an der Mittelmeerküste in der monumentalen Villa „Le Castelet“. Sie war ihm samt großer Bibliothek zur Nutzung überlassen:<em> „ …ich… sah im Umkreis von 180 Grad nichts als die weite See…es schien mir unausweichlich, daß eines Tages die zahllosen Enterbten des Südens gleich einer Flutwelle auf diesem üppigen Ufer landen würden, dieser offenen Grenze unseres glücklichen Landes.“</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">(Horror-)Szenarium einer gewaltfreien Invasion</h3>



<p>In einem visionären Schreibrausch gestaltet Raspail nun das Szenarium einer gewaltfreien Invasion von 100 Schiffen der „Flotte der letzten Chance“. Es handelt sich um eine Million verelendeter Inder. Kurz zuvor hat der belgische Botschafter in diesem Land das Ende des Adoptionsprogrammes für bedürftige Kinder verkündet. Ausgelöst durch eine Hungersnot, sticht unter der Führung eines mißgebildeten Kindes der untersten Kaste die Armada des Elends in See, um das erhoffte Paradies im Westen zu besetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mitleid als Vernichtungswaffe</h3>



<p><em> „Sie sind extrem mitleiderregend. Sie sind schwach. Sie sind unbewaffnet. Ihre Stärke liegt in ihrer Zahl. Sie sind der Grund unserer Gewissensbisse, sie appellieren an unser weichliches Gutmenschentum.“</em><br>Die große Kunst des Autors besteht darin, das Geschehen aus der Perspektive verschiedener Personen, Journalisten, Militärs, Politiker, Kirchenfunktionäre und einfacher Bürger zu schildern. Der Leser soll die dramatische Aktualität einer kollabierenden Gesellschaft gewissermaßen hautnah erleben. Die Handlung gliedert sich in drei Teile: die Irrfahrt der Flotte, die Ankunft in Europa und schließlich die Landung an der Côte d`Azur in Frankreich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kirchen und NGOs bereiten der Invasion den Boden</h3>



<p>Während die Schiffe noch durch die Meere irren, entfalten nationale wie internationale Gremien fieberhafte Aktivitäten. Der menschlichen Fracht wird eine Landung versagt. Kirchen und alternative Gruppen stoßen eine Rettungsorgie an. Insgeheim hofft man, die Elendsgestalten mögen stranden oder an einem fernen Gestade anlegen. Australien, Ägypten und Südafrika verweigern die Einreise. Sämtliche Interventionen, humanitäre Hilfsangebote und die heuchlerische Einmischung der Kirchenfunktionäre scheitern. Die Barmherzigkeitsdebatte entartet zur Groteske. Schonungslos wird die globale Unfähigkeit offenbar. Angebotene Hilfsgüter versenken die Unterprivilegierten medienwirksam und demonstrativ im Meer. Unbeirrt steuert die menschliche Flutwelle auf Europa zu.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Politiker sind nicht fähig, Armeninvasion zu stoppen</h3>



<p>Nicht nur Politiker, sondern auch internationale Gremien werden nun aktiv. Eine vor Afrika gelegene Insel fungiert eiligst als Hilfsstützpunkt. Vatikan, Weltkirchenrat, Malteser und Rotes Kreuz sind präsent. Eine britische Popband steht bereit. Man fliegt Flugzeuge voll Kinderspielzeug ein. Die Helfer der Welt konkurrieren untereinander. Bald müssen sie verdutzt feststellen, daß ihre Hektik auf eiserne Ablehnung stößt. Es kommt zu einer Art Machtprobe, da die unheimliche Flotte die kleinen Helferboote brüskiert. Inzwischen versammeln sich in den Metropolen Europas die „Underdogs“ und verfolgen gespannt die weitere Entwicklung. Das sowjetische Militär beobachtet eine Zusammenrottung von Chinesen jenseits des Amur-Grenzflusses. Die Politik gerät in Panik.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Europas Gesellschaften haben vorzeitig kapituliert </h3>



<p>Noch bevor während der Ostertage die Elendsflotte an der südfranzösischen Côte d´Azur strandet, hat sich die marode Gesellschaft dort selbst zersetzt. Die Bevölkerung flieht. Das restliche Europa und somit das christliche Abendland kapituliert. Raspail zeigt, daß sich die aus der französischen Revolution hervorgegangene Gesellschaft samt ihrer kapitalistischen Prinzipien selbst richtet. Der emeritierte Literaturprofessor Calguès erwartet in seinem vornehmen alten Haus an der Küste die Zombie-Horden bei Kaviar und Sekt. Mit einem Teleskop und schußbereitem Gewehr verfolgt er die Landung. Clement Dio, Journalist und Herausgeber einer Wochenzeitung, propagiert mit seiner eurasischen Freundin Iris Na-Chan Solidarität.<br>Die Frau wird von farbigen Gesinnungsgenossen vergewaltigt und bestialisch ermordet. Flugzeuge des Vatikans und des Ökumenischen Rates stürzen ab. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Linke Agitatoren haben den Staat von innen her zersetzt</h3>



<p>Der Präsident im Elysee-Palast, die Stabschefs, Polizeiführer und regionalen Präfekten müssen erleben, daß die Truppen, verführt von linken Agitatoren, desertieren. Eine chaotische Massenflucht setzt ein. Schließlich übernehmen die Einwanderer vom Ganges den Süden Frankreichs. Alle verbliebenen weißen Frauen werden in Bordelle gesteckt, welche die männlichen Einwanderer kostenlos besuchen können. Das Buch endet mit dem Gerücht, daß auch in Indonesien und Südamerika wilde Horden aufgebrochen seien, um nach Europa zu reisen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„kontinuierliche Überflutung“ wird 2050 am Ziel sein</h3>



<p>In seinem Vorwort zur französischen Neuauflage des „Heerlagers“ schreibt Raspail: <em>„Die Erzählung hält sich an den klassischen Rahmen der Einheit von Zeit, Ort und Handlung. Sie ist ein allegorischer Text. Was sich im Roman innerhalb von 24 Stunden abspielt, entspricht in der Wirklichkeit einer kontinuierlichen Überflutung, die sich über Jahrzehnte hinweg erstreckt und deren Ausmaß uns erst in den Jahren 2045-2050 in voller Blüte vor Augen stehen wird, wenn sich die finale demographische Wende abzeichnen wird …“</em>. <br>Wen wundert es, daß dieses Werk, als Kultbuch der neuen Rechten, gewaltiges Aufsehen erregte?<br>Der Triumph des Bösen eskaliert weil die Guten versagen. Die „Lust, die eigene Kultur auszulöschen“ (Matussek) zeichnet sich als Menetekel ab.</p>
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		<title>Wer war Ferdinand Grimm?</title>
		<link>https://dereckart.at/wer-war-ferdinand-grimm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2020 18:56:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Mario Kandil]]></category>
		<category><![CDATA[Ferdinand Grimm]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Schwarzes Schaf: Wenig bekannter Bruder von Jacob und Wilhelm Er war gewissermaßen das schwarze Schaf seiner Familie: Zwar verkörperte FerdinandGrimm einen begnadeten Sammler von Märchen, steht jedoch bis heute im Schatten seinerberühmten Brüder Jacob und Wilhelm. Anlaß für einen näheren Blick auf diesen Außenseiter. Ein Beitrag von Dr. Mario Kandil Hinter dem übergroßen Denkmal der [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Schwarzes Schaf: Wenig bekannter Bruder von Jacob und Wilhelm</h2>



<p></p>



<p><strong>Er war gewissermaßen das schwarze Schaf seiner Familie: Zwar verkörperte Ferdinand<br>Grimm einen begnadeten Sammler von Märchen, steht jedoch bis heute im Schatten seiner<br>berühmten Brüder Jacob und Wilhelm. Anlaß für einen näheren Blick auf diesen Außenseiter.</strong></p>



<p><br><em>Ein Beitrag von Dr. Mario Kandil</em></p>



<p class="has-drop-cap">Hinter dem übergroßen Denkmal der Brüder Grimm ist er fast komplett verschwunden: der 1788 in Hanau geborene und 1845 in Wolfenbüttel verstorbene Ferdinand Philipp Grimm. Der Welt sind heute in der Regel nur Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) als „Brüder Grimm“ bekannt, die sich als symbiotisches Arbeits- und Lebenspaar sahen, was eine Fülle von Briefen und Büchern belegt. Der malende Bruder Ludwig Emil ist nicht so unbekannt wie Ferdinand; es gab jedoch noch zwei Geschwister: Carl Friedrich und Charlotte. Mit dem Druck, der von der &nbsp;Prominenz Jacobs und Wilhelms ausging, kam Ludwig Emil noch am besten zurecht: Er wurde später Kunstprofessor. Den drei Brüdern gegenüber ließen es Jacob und Wilhelm nicht an fürsorglicher Strenge und an pekuniärer Unterstützung fehlen. </p>



<p>Nach dem frühen Tod der Eltern übernahm Jacob den Part des Familienoberhaupts und hielt gemeinsam mit Wilhelm die verwaiste Familie zusammen. Doch die drei jüngeren Brüder Grimm wollten sich den älteren durch Schreiben und Sammeln annähern. Dies galt speziell für Ferdinand, der sich bei seinem Umzug nach Wolfenbüttel in das Adressenbuch der Stadt als „Schriftsteller“ eintragen ließ. 1803 verließ er mit Ludwig Emil Steinau/Straße, um in Kassel das Lyceum Fridericianum zu besuchen. 1805 verließen die beiden dieses mit dem Ziel, „sich vom Schreiben zu nähren“. Ferdinand tat dies zunächst als Kopist, indem er Clemens Brentano bei der Edition des Bandes III von „Des Knaben Wunderhorn“ half. 1812 zu seinem Bruder Ludwig Emil nach München umgezogen, sammelte Ferdinand ab da mit viel Eifer Sagen, Sprüche, Märchen und Legenden. Er pflegte Umgang mit Autoren und Wissenschaftlern und ging Ludwig Emil durch Besserwisserei auf die Nerven.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Enfant terrible“ der Grimms</h3>



<p>In der Tat war Ferdinand, der über viele Fähigkeiten und noch mehr Interessen verfügte, das „Enfant terrible“ der Familie Grimm. Oft war er krank, und immer mangelte es ihm an Geld. Das alles machte es Jacob und Wilhelm auf Dauer schwer, ihren zweitjüngsten Bruder zu lieben und zu alimentieren. In ihren Briefen an ihn beklagten sie bei ihm einen Mangel an Zuverlässigkeit, Lebensplanung, Wille zur Arbeit und vor allem Fleiß. Ferdinand überforderte in vieler Hinsicht die wohlmeinenden, aber in ihrem Wertekanon gefangenen Brüder.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Korrektor und Korrespondent</h3>



<p>Er half ihnen bei ihrer Arbeit an der Sammlung ihrer „Deutschen Sagen“, deren beide Bände 1816 und 1818 &nbsp;erschienen, versprach jedoch offenbar mehr, als er letzten Endes hielt. Im März 1815 begann Ferdinand seine Arbeit als Korrektor und Korrespondent im Berliner Verlag Georg Reimer, die ihm seine Brüder vermittelt hatten. Die 20 Taler Monatslohn reichten aber nicht, und wieder mußte er um Geld bitten, was den Ton der Brüder in ihren Briefen stark abkühlen ließ. 19 Jahre lang blieb er bei Reimer, bis er entlassen wurde, weil er nach Ansicht des Verlegers seinen Aufgaben nicht gewachsen war. 1836 zog er schließlich – wohl wegen der berühmten Bibliothek – nach Wolfenbüttel um.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Volkssagen der Deutschen</h3>



<p>Bereits 1820 war unter dem Pseudonym Lothar die erste von Ferdinands Sagensammlungen, „Volkssagen und Märchen der Deutschen und Ausländer“, erschienen, wobei das überaus ausführliche Vorwort seine stupenden Kenntnisse beweist. Beim Redigieren der Sagen fand Ferdinand einen eigenen Ton: Der klingt nicht altdeutsch, sondern eher auf schaurige Art romantisch und unterhaltsam. Unter dem Namen Philipp von Steinau brachte Ferdinand Grimm 1838 seine zweite Sammlung heraus, die „Volkssagen der Deutschen“.</p>
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