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	<title>Latzfonser Kreuz &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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	<title>Latzfonser Kreuz &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Mahnmal und Auftrag: Tirols Mittelpunkt liegt bei Brixen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2020 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Wirth Anderlan]]></category>
		<category><![CDATA[Latzfonser Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
		<category><![CDATA[Südtiroler Schützenbund]]></category>
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					<description><![CDATA[ECKART-Exklusivreportage vom Latzfonser Kreuz Vor genau 100 Jahren wurde der südliche Tiroler Landesteil von Italien annektiert. Mit dem Schanddiktat von St. Germain folgte der widerrechtlichen Besetzung auch die völkerrechtswidrige Teilung des Landes im Gebirge. 100 Jahre danach werden die Stimmen der Selbstbestimmungsbefürworter immer lauter. Am 10. Oktober – am Jahrestag der Annektion – wurde nun [&#8230;]]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading">ECKART-Exklusivreportage vom Latzfonser Kreuz</h3>



<p><strong>Vor genau 100 Jahren wurde der südliche Tiroler Landesteil von Italien annektiert. Mit dem Schanddiktat von St. Germain folgte der widerrechtlichen Besetzung auch die völkerrechtswidrige Teilung des Landes im Gebirge. 100 Jahre danach werden die Stimmen der Selbstbestimmungsbefürworter immer lauter. Am 10. Oktober – am Jahrestag der Annektion – wurde nun ein Markstein im Zentrum Tirols eingeweiht. Als Erinnerung – und Fanal.</strong></p>



<p><em>Ein Gastbeitrag von Raphael Mayrhofer</em></p>



<p class="has-drop-cap">Mit einem etwa eineinhalbstündigen Aufstieg zum Latzfonser Kreuz begann für viele heimatverbundene Tiroler der Jahrestag der Zerreißung unserer Heimat. Mehrere Hundert aus allen Landesteilen hatten sich bei bestem Wetter eingefunden, um der Präsentation des Marksteins im Herzen Tirols beizuwohnen, darunter auch eine Delegation des Andreas-Hofer-Bundes (AHB). Der Ort nahe der Stadt Klausen im Südtiroler Eisacktal wurde gewählt, da er das geographische Zentrum des alten Tirols bildet.<br>Die Feier, an der große Abordnungen der Schützen teilnahmen, stand ganz unter dem Zeichen des Erinnerns. Nach dem Abfeuern von zwei Ehrensalven wurde die Tiroler Landeshymne gesungen. In mehreren Reden sprachen Politiker und Schützen aus allen Landesteilen über die schmerzvolle Geschichte des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umerziehung und Überfremdung</h2>



<p>Der Unterwerfung unter das fremde Joch folgten Jahre der Umerziehung und Italienisierung sowie der gezielten Überfremdung des Landes durch importierte Süditaliener. Ob unter dem Faschismus oder dem demokratischen Italien – die Entwurzelung der Tiroler südlich des Brenners voranzutreiben, galt stets als zentrales Anliegen Roms. Daran änderten auch Jahre des Verhandelns mit dem Fremdstaat wenig. Erst die Aktionen der Freiheitskämpfer der Sechziger Jahre – die bezeichnenderweise keine Erwähnung in den Reden der Landespolitiker fanden – führten zu einer Verbesserung der Situation. Wenn auch leider zu keiner zufriedenstellenden Lösung, wie sie nur die Einigung Tirols sein kann.<br>Auffällig war bei den Reden auch der einheitliche Verweis auf eine angeblich „europäische Lösung“, die infolge des Grenzabbaus innerhalb der EU-Staaten erzielt worden wäre. Nicht wenige Anwesende zeigten sich in persönlichen Gesprächen über diese Haltung verwundert. Auch die Floskeln vom „Miteinander der Volksgruppen“ und der „Überwindung des Nationalismus“ stießen bei den Zuhörern auf wenig positive Ressonanz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klare Worte von Wirth Anderlan<br></h2>



<p>Doch neben zahlreichen Worten des Gedenkens ließ insbesondere der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Major Jürgen Wirth Anderlan, auch die Zukunft des Landes nicht aus den Augen und hielt sich dabei auch mit Kritik nicht zurück. Vor schneebedeckter Bergkulisse sprach der Kalterer über die Mutlosigkeit seiner Vorredner. Das Wort „Selbstbestimmung“ sei in keinem Redebeitrag gefallen, selbst die vielgerühmte „Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“ würde nicht den Mut besitzen, als „Europaregion Tirol“ das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.<br>Es sei nicht damit getan, an die Ereignisse der Vergangenheit zu erinnern, wenn es an Visionen und Taten für die Zukunft fehle, betonte der vollbärtige Schützenkommandant vor dem neu enthüllten Denkmal, welches auch von der ÖLM mitfinanziert wurde. Der aus Stahl angefertigte und auf einer Steinmauer angebrachte Markstein zeigt die Entfernungen zu in Süd, Ost, West und Nord gelegenen Ortschaften Tirols. So etwa Kufstein, Stilfserjoch oder Borghetto an der Berner Klause.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freiheitsimpuls in Coronazeiten<br></h2>



<p>Im persönlichen Gespräch betonte Wirth Anderlan nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung, da es nun an der Zeit sei immer weitere Schritte zu setzen, bis die Landeseinheit vollständig wieder hergestellt sei. Auf Corona als Chance für die Freiheitsbewegung angesprochen, erklärte er, daß die Maßnahmen vielen Landsleuten finanziell wehtun würden und daher auch die Bereitschaft wachsen würde, über eine Loslösung von Italien nachzudenken. Tatsächlich werden in Südtirol die Stimmen immer lauter, die einen eigenständigen „Südtiroler Weg“ und das „Los von Rom“ einfordern. Die Schützen selbst nahmen den 10. Oktober nicht nur zum Anlaß, den Markstein einzuweihen, sondern nutzten das historische Datum auch, um mit roten Leuchtfeuern an 30 historischen Stätten im Süden Tirols auf die Gefahr der schleichenden Assimilierung hinzuweisen.</p>



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		<title>Markstein zeigt Tirols Mitte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 21:53:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Latzfonser Kreuz]]></category>
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		<category><![CDATA[Sepp Kaser]]></category>
		<category><![CDATA[Südtirol]]></category>
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					<description><![CDATA[ÖLM unterstützt Gedenksteinprojekt mit großer Symbolkraft Seit nun mehr 100 Jahren ist das Land Tirol geteilt, woran der ECKART bereits in seiner letzten Ausgabe erinnerte. Zur Erinnerung an das erlittene Unrecht vor einem Jahrhundert errichteten der Schützenbezirk Brixen und die Schützenkompanie Latzfons (Bild oben) am Plus-Minus-Mittelpunkt des alten Kronlandes Tirol – im Herzen des Eisacktals [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">ÖLM unterstützt Gedenksteinprojekt mit großer Symbolkraft</h2>



<p> </p>



<p><strong>Seit nun mehr 100 Jahren ist das Land Tirol geteilt, woran der ECKART bereits in seiner letzten Ausgabe erinnerte. Zur Erinnerung an das erlittene Unrecht vor einem Jahrhundert errichteten der Schützenbezirk Brixen und die Schützenkompanie Latzfons (Bild oben) am Plus-Minus-Mittelpunkt des alten Kronlandes Tirol – im Herzen des Eisacktals – einen Markstein, der als Fanal und mehr als nur symbolisch den Mittelpunkt Tirols charakterisieren soll.</strong></p>



<p><em>Ein Beitrag von Georg Ladurner</em></p>



<p class="has-drop-cap">Dieser Markstein befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schutzhauses „Latzfonser Kreuz“ bzw. der 1743 errichteten, aussichtsreichen und gleichermaßen malerischen wie schmucken Wallfahrtskirche „Heiligkreuz auf Ritzlar“ auf 2.311 Metern Seehöhe. Zudem muß angeführt werden, daß dieses Gebiet mit dem höchsten Wallfahrtsort Europas gleichzusetzen ist. Diese Wallfahrtsstätte als Ziel des ältesten Pilgerweges Südtirols, an der Südseite der Kassianspitze gelegen, wird heutzutage nach wie vor gerne von vielen Einheimischen und Gästen als Quelle der Inspiration und des Glaubens aufgesucht. Am Kirchtag, der zu Ehren der Heiligen Magdalena gefeiert wird, beten die Schützen von Latzfons und Feldthurns zum Kirchlein hinauf. Darüber hinaus zeigt dieser Markstein die jeweiligen Entfernungen zu den Außengrenzen. Aber das ist noch nicht alles: Er zeigt die Verbundenheit zum Heimatland und den Wunsch zur Landeseinheit mehr als nur eindrucksvoll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bekenntnis zur Landeseinheit</h2>



<p>Wenn man um die Grenzen Alt-Tirols ein Rechteck legen und in diesem zwei Diagonalen ziehen würde, so befindet sich dieser angeführte Mittelpunkt eben in Latzfons auf dem Gemeindegebiet der Dürerstadt Klausen, die am Fuße von Kloster Säben am Ufer des Eisacks liegt. So wie das ganze Land Tirol den 10. Oktober vor 100 Jahren als einen nationalen Trauertag zwischen dem Arlberg und der Lienzer Klause und zwischen Kufstein und Salurn beging, kann der Markstein ein Jahrhundert später ein Zeichen dafür sein, daß 100 Jahre Unrecht keinesfalls mit einem Tag Recht gleichgestellt werden dürfen. Obgleich die italienische Annexion dem Prinzip der nationalen Selbstbestimmung widersprach, liegt es im Interesse der Südtiroler, ihr verbrieftes Recht einzufordern und sich Alternativen zum gegenwärtigen Status zu machen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Unsere Heimat Tirol erhalten“</h2>



<p>Sepp Kaser, der Kulturreferent des Schützenbezirks Brixen, meint, man könne nie genug auf die schmerzliche Teilung Tirols hinweisen: <em>„Dank des Durchhaltevermögens unserer Väter und Großväter haben wir unsere kulturelle Eigenheit und die deutsche Sprache behalten können. Gemäß dem Motto ‚Herkunft ist Zukunft‘ soll es auch in Zukunft für alle unsere Landsleuten ein Auftrag sein, im Rahmen der entsprechenden Möglichkeiten unsere Heimat Tirol zu erhalten.“</em> ÖLM-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Steffanides hält dazu ergänzend fest: <em>„Geschichte ist nicht nur Vermächtnis, sondern auch Auftrag! Die Österreichische Landsmannschaft, die immer sehr eng mit Südtirol verbunden war, unterstützt daher dieses großartige Projekt.“</em></p>
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