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	<title>Konrad Reisinger &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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	<title>Konrad Reisinger &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Zu Gast in Paraguay – eine Expedition in die Fluchtburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Mar 2021 18:09:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsdeutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Reisinger]]></category>
		<category><![CDATA[Paraguay]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 100 Jahren wurde die „Colonia Independencia“ gegründet Wer von uns hat noch nie ans Auswandern gedacht? Viele Deutsche hat es in alle Welt verstreut – und das nicht erst, seit es bequeme Interkontinentalflüge gibt, sondern bereits vor Jahrhunderten. Zumeist waren es die schiere Not, die sie aus der Heimat forttrieb, die Flucht aus bedrückendenVerhältnissen, [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Vor 100 Jahren wurde die „Colonia Independencia“ gegründet</h2>



<p><strong>Wer von uns hat noch nie ans Auswandern gedacht? Viele Deutsche hat es in alle Welt verstreut – und das nicht erst, seit es bequeme Interkontinentalflüge gibt, sondern bereits vor Jahrhunderten. Zumeist waren es die schiere Not, die sie aus der Heimat forttrieb, die Flucht aus bedrückendenVerhältnissen, die zu wenig Platz zum Leben ließen, und weniger die Abenteuerlust. Aber warum wandern Deutsche heute noch, in so ferne Länder wie z. B. Paraguay aus?</strong></p>



<p><em>Ein Lokalaugenschein von Konrad Reisinger</em></p>



<p class="has-drop-cap">Kopfschütteln und ungläubiges Staunen: „Wahnsinn&#8230;“, ging es mir unwillkürlich durch den Kopf, als unsere vierköpfige deutsche Reisegruppe die bräunlichen Wassermassen des Rio Paraná, des Grenzflusses zwischen Brasilien und Paraguay überquerte.&nbsp; Dagegen nehmen sich Rhein und Donau fast schon wie Bäche aus.&nbsp;</p>



<p>Eine gewaltige Brücke aus der Stroessner-Ära (1954-1989) verbindet den größten Staat Südamerikas an dieser Stelle mit Paraguay, das mit 406.752 km² größer als die BRD und die Schweiz zusammengenommen (398.863 km²) ist, aber mit rund sieben Millionen Menschen weniger Einwohner als Österreich hat. Die „Schweiz Südamerikas“ wurde dieses Binnenland zu seinen besten Zeiten genannt, und für viele, mit denen ich während unseres gut zweiwöchigen Aufenthaltes sprach, war diese gute Zeit eben jene des Langzeitmachthabers Alfredo Stroessner: Der deutschstämmige General sorgte über Jahrzehnte für Stabilität, während ringsherum in Südamerika häufig Unruhen, Wirtschaftschaos und Guerillakriege&nbsp; herrschten.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die „Schweiz Südamerikas“</h2>



<p>Der autoritär regierende Stroessner baute auf eine solide Währungspolitik, die es ihm ermöglichte, den bis dahin noch äußerst rückständigen Urwaldstaat mit Ansätzen einer modernen Infrastruktur auszustatten. Im Gegensatz zu Stroessners Infrastrukturprojekten ist vom Urwald in Paraguay nicht viel übriggeblieben.&nbsp;</p>



<p>Unser Ziel nach knapp vierzehnstündiger Flugreise via München – Paris – São Paulo – Iguazu ist die kleine deutsche Kolonie „Independencia“ (Unabhängigkeit) im Südosten des Landes unweit der Distrikthauptstadt Villarica.&nbsp; Independencia entstand unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, als die alliierte Hungerblockade hunderttausende Opfer forderte und das Versailler Diktat den Deutschen Not, Verelendung und eine ungewisse Zukunft brachte.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Glückliche Paraguayer?</h2>



<p>Unser Weg führt uns zuerst in die Grenzstadt Ciudad del Este, Paraguays zweitgrößte Stadt, die alles andere als einladend wirkt, als uns am Straßenrand des vierspurigen Kolonnenverkehrs nach dem Grenzübergang allerlei Elendsgestalten beäugen. Doch im Gegensatz zu dem „Gschwerl“, wie der Bayer sagt, von dem man heute in mitteleuropäischen Metropolen belästigt wird, leuchtet aus den Augen dieser Menschen ein gewisser Bettlerstolz – sie werden nicht aufdringlich. Es scheint also etwas dran zu sein, an der Selbsteinschätzung der Paraguayer, die sich für die glücklichsten Menschen der Welt halten.</p>



<p>Die paraguayische Bevölkerung besteht im wesentlichen aus Latinos, also Spanischstämmigen und Mestizen. Von der indianischen Urbevölkerung der Gurani ist lediglich die Sprache erhalten geblieben, zugleich ist Gurani auch die Bezeichnung der Landeswährung.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-pullquote" style="border-color:#cf2e2e"><blockquote><p>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der ECKART-Ausgabe November 2019, die sie <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong><a href="http://marktplatz.oelm.at/kategorie/der-eckart/">HIER</a></strong> </span>bestellen können.</p></blockquote></figure>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://dereckart.at/rundbrief/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p></p>
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		<title>Das letzte Stück Wien?</title>
		<link>https://dereckart.at/das-letzte-stueck-wien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2020 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalsturm]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Karl Lueger]]></category>
		<category><![CDATA[Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Reisinger]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Stadtstreifzüge]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralfriedhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein schöner Spätherbsttag, an dem die Sonne strahlt, ohne zu wärmen, und das die Erde bedeckende Blätterkleid bereits eine erste Assoziation mit dem Winter schafft, der in wenigen Wochen kommen wird. Das schöne Wetter will aber atmosphärisch so gar nicht zu dem Ort passen, an dem ich entlangspaziere. Gemessenen Schrittes, fast andächtig, schreite [&#8230;]]]></description>
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<p></p>



<p class="has-drop-cap">Es ist ein schöner Spätherbsttag, an dem die Sonne strahlt, ohne zu wärmen, und das die Erde bedeckende Blätterkleid bereits eine erste Assoziation mit dem Winter schafft, der in wenigen Wochen kommen wird. Das schöne Wetter will aber atmosphärisch so gar nicht zu dem Ort passen, an dem ich entlangspaziere. Gemessenen Schrittes, fast andächtig, schreite ich die Hauptachse entlang und halte immer wieder inne: „Ob er sich das in seinen schlimmsten Albträumen hätte ausmalen können, unser Bürgermeister?“ Ich bin allein mit meinen Gedanken, und in meinem inneren Monolog sage ich als Wiener natürlich „Burgermasta“, und ich denke gewiß nicht an jenen, dessen Physiognomie mich stets an einen Schankgehilfen oder Fleischergesellen erinnert, sondern ich denke an ihn, den größten Bürgermeister, den unsere „Weanerstodt“ – von Liebenberg abgesehen – je hatte: Dr. Karl Lueger… </p>



<p>Sein Antlitz ist mir hier an diesem Ort, den er geschaffen hat, überall gegenwärtig: Die feinen Gesichtszüge, der helle, geistvolle Blick, und der „kaiserliche“ Bart, der schon ausreicht, um ihn für ein gekröntes Haupt zu halten, obgleich ihn statt einer Krone die Bürgermeisterkette unserer Stadt zur Majestät erhebt. Vom Haupttor aus lenke ich meine Schritte in Richtung des Mittelpunktes des Zentralfriedhofs, der Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche. Ich mache mir immer den Spaß, beim Pförtner nach der Luegerkirche zu fragen, wohlwissend, daß diese seit 20 Jahren Karl-Borromäus-Kirche heißt. „Was kommt als nächstes?“, frage ich mich, als ich vor dem gewaltigen Jugendstilbauwerk, mehr Tempel als Kirche, angekommen bin.</p>



<p>Wird man Lueger, der in der Kirchengruft unter dem Hochaltar seine letzte Ruhestätte fand, exhumieren und seine Asche in alle Winde verstreuen? Kein sonderlich abwegiger Gedanke, wenn man den unendlichen Haß der Antifaschisten bedenkt, die aktuell sein Denkmal am Stubentor zerstören wollen. Bei der Umbenennung des Rings waren sie schon erfolgreich, genauso wie bei der „irrtümlichen“ Übermalung der Tafel, die an seinen Geburtsort erinnerte und danach dauerhaft „umgestaltet“ wurde.</p>



<p>Über ein Jahrhundert nach seinem Ableben, soll Lueger aus der Öffentlichkeit der Stadt, die ihm so unendlich viel verdankt, ausradiert werden: Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode, denn Lueger steht nicht nur für Wien – er steht für die abendländische Kultur und die sie tragenden Völker und Werte. All das wollen sie in Wahrheit vernichten, die Damen und Herren Antifaschisten! „Ist da niemand mehr, der gegen diese Mächte der Zerstörung antritt?“ Eine rhetorische Frage! So wird uns Wienern bald nur noch der Zentralfriedhof bleiben, an dem wir uns noch heimisch fühlen können. <strong>(Konrad Reisinger)</strong></p>
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