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	<title>Dr. Wolfgang Steffanides &#8211; Der Eckart</title>
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	<title>Dr. Wolfgang Steffanides &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Auch in Südwestafrika gehen die Uhren längst anders</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 04:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Wolfgang Steffanides]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Südwestafrika]]></category>
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					<description><![CDATA[In Namibia ist die Lage (noch) anders als in Südafrika „Hart wie Kameldornholz ist unser Land…“, so beginnt das Südwester-Lied, dessen Refrain da lautet: „Und sollte man uns fragen, was hält euch denn hier fest – wir könnten nur sagen, wir lieben Südwest!“ Das einstige Deutsch-Südwestafrika übt auf viele eine besondere Faszination aus. Doch was [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">In Namibia ist die Lage (noch) anders als in Südafrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Hart wie Kameldornholz ist unser Land…“, so beginnt das Südwester-Lied, dessen Refrain da lautet: „Und sollte man uns fragen, was hält euch denn hier fest – wir könnten nur sagen, wir lieben Südwest!“ Das einstige Deutsch-Südwestafrika übt auf viele eine besondere Faszination aus. Doch was ist abseits romantischer Verklärung von der deutschen Vergangenheit geblieben – und vor allem: Gibt es hier für die Weißen noch eine Zukunft?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Beitrag von Dr. Wolfgang Steffanides</em></p>



<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">Südwestafrika ist ein sehr beeindruckendes Gebiet im südlichen Afrika, mit rund 828.000 km² etwa zehnmal so groß wie Österreich oder dreimal so groß wie die Bundesrepublik. Prägend sind die lange Form entlang des (kalten) Atlantiks mit dem Caprivi-Zipfel im Norden: schmal und weit nach Osten ragend, und die meist semi-aride, also halbtrockene, wüstenreiche Landschaft. Die Namib ist eine der ältesten Wüsten der Welt und als einzige Namensgeber eines Staates. Als Namibia ist das Land seit 1990 ein eigener Staat, vorher deutsches Schutzgebiet (1883 bis 1915) und dann Mandat des Völkerbundes bzw. der UNO unter südafrikanischer Verwaltung. Es ist ungemein beeindruckend, wie stark die nur 32 Jahre lang dauernde reichsdeutsche Verwaltung das Gebiet weiterhin prägt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rund 25.000 Deutsche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute rechnet man mit rund 25.000 deutschen Muttersprachlern in rund 6.000 Haushalten. Die Deutschen haben noch einige Reststrukturen wie z.B. in Windhuk das „Susanne-Grau-Heim“ für die Betagten. Auch die „Allgemeine Zeitung (AZ)“, Windhuk, die einzige Tageszeitung Afrikas in deutscher Sprache, erscheint nach wie vor mit einer verkauften Auflage von rund 4.000 Stück. Eine Besonderheit sind auch die vielen schwarzen Rückkehrer aus der DDR nach den Wende: In Zeiten des Terrors waren sie – meist als Kinder oder Jugendliche – dorthin verbracht worden, sind daher fast deutsche Muttersprachler, waren jahrelang dort und mußten erst wieder mühsam in die afrikanischen Wirklichkeiten eingelebt werden. Viele bekamen zwar Posten in öffentlichen bzw. zentralen Wirtschaftsbereichen – doch leicht war und ist es für sie weiterhin nicht. Die Einwohnerzahl hat sich in sehr kurzer Zeit dramatisch vervielfacht: nach amtlichen Zahlen von 700.000 (1972) auf 2.500.000 (2018). Die Nordgrenzen sind praktisch offen, der Druck von dort ist sehr massiv – ein Teil davon mit Ziel Südafrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Permanente Wasserknappheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gibt es im Land keinen einzigen Fluß, der das ganze Jahr über Wasser führt (oder abkommt, „läuft“ wie es im Südwesterdeutsch heißt)! Nur an der Süd- und Nordgrenze gibt es ständig eine gute Wasserführung. Weite Teile des Landes haben weniger als 400 mm Regen pro Jahr!<br>Landwirtschaft, Bergbau, Tourismus und Dienstleistungen sind die wichtigsten Erwerbsbereiche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Es gibt noch deutsche Schulen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schon immer haben die dort lebenden Deutschen erkannt, daß eine gute, muttersprachlich deutsche Schule unentbehrlich ist. Die vielen, weitverstreut farmenden Deutschen sorgten daher für – meist sehr kleine – eigene Schulen. Bereits ab dem 6. Lebensjahr waren und sind Schülerheime für die Kinder nötig und das auch heute noch, wenn auch in geringerem Ausmaß. „Oben“ ist die Deutsche Höhere Privat-Schule (DHPS) in Windhuk, die stark von der BRD gefördert wird und eine offene Schule ist, in jeder Richtung. DELTA, die Regierungsschule für Deutsch, ebenfalls in Windhuk, und eine Deutsche Privatschule, ebendort, sind die Spitze. Dazu gibt es eine bemerkenswerte Zahl von Kleinschulen, nach Bedarf über das Land verstreut, die mit einem außerordentlichen Einsatz der Eltern als Privatschulen geführt werden und sowohl um muttersprachliche Lehrer, Kinder als auch Geld sehr bemüht sein müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Harte, entbehrungsreiche Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Hart wie Kameldornholz ist unser Land…“: Hart und krisenreich verlief die Geschichte der Deutschen in Südwest – sowohl von der Natur her (jahrelange Trockenheit) v. a., als auch von der Politik: Dem Ersten Weltkrieg folgte die Ausweisung sehr vieler Deutscher zurück nach Europa. In der späteren Zwischenkriegszeit war deutsche Einwanderung wieder gestattet. Im Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Männer interniert (meist in Südafrika) – die Frauen mußten mit den Einheimischen die Farmen weiterführen, was ihnen weitestgehend gelang. Die Rückkehr der Internierten fand meist erst 1948 statt.<br>Die Wahlen 1948 brachten eine entscheidende Wende hin zu einer burisch geprägten Regierung. Ab dann wurden auch Deutsche wieder als Ein- bzw. Rückwanderer zugelassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Terror durch die SWAPO</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kamen die v. a. von der UdSSR und Kuba geförderten „Befreiungskriege“ sowohl in Südwestafrika als auch in den Nachbarstaaten, besonders in Angola und Rhodesien. Südwestafrika war stark betroffen, auch im Land kam es, besonders an der Nordgrenze, zu Krieg und Terroranschlägen, besonders gegen die Farmer. Da deren Eigentum sich meist auf 10.000 bis 40.000 Hektar erstreckte und daher die Wohngebiete weit voneinander entfernt lagen, war Terror verhältnismäßig leicht möglich. Man bedenke, daß auf Grund des Wassermangels in manchen Gegenden Futter für eine Kuh mindestens zehn Hektar bedeutete. Die Kommunikation war in Zeiten ohne Handy mit Farmlinien (Telephon) für mehrere Benutzer zusammen entsprechend schütter und Funk auch nicht immer verfügbar. Der Zusammenhalt unter den Deutschen war und ist jedoch damals wie heute großartig. In jüngster Zeit wurde immer wieder versucht, von der deutschen Regierung wegen des „Herero-Kriegs“ Geld zu erpressen. Die Autoren Schneider-Waterberg und Heiner haben mit ihrem Buch „Der Wahrheit eine Gasse. Anmerkungen zum Kolonialkrieg in Deutsch-Südwestafrika 1904“ (Swakopmund 2005) den einwandfreien Nachweis erbracht, daß es sich hierbei um KEINEN Genozid gehandelt habe. Abschließend festzuhalten ist, daß – bis jetzt – Südwestafrika die Verelendung fast der gesamten Bewohnerschaft wie in Simbabwe/Rhodesien, Angola, Mozambique erspart geblieben ist. Es gibt zwar eine Fülle von die Weißen diskriminierenden und die anderen bevorzugenden Gesetze, auch im so wichtigen Farmbereich: doch bisher hat doch die Vernunft, vielleicht auch die Angst das Ärgste verhindert. Schwarze Einzelpersonen, für Südwestafrika Sam Nujoma – der erste Präsident Namibias – haben daran entscheidenden Anteil, der allen zugute kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Buchttipp: <a href="https://marktplatz.oelm.at/produkt/132-namibia-suedwestafrika/">Eckartschrift 132 Namibien</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://dereckart.at/rundbrief/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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		<title>Vereinsarbeit in harten Zeiten</title>
		<link>https://dereckart.at/vereinsarbeit-in-harten-zeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2021 04:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsdeutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Minderheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Wolfgang Steffanides]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Corona-Krise hat auch die Vereinstätigkeit der ÖLM stark getroffen: Ab Mitte März 2020 konnten weder in unseren Betreuungsgebieten noch hier in Wien oder sonstwo in Österreich Veranstaltungen durchgeführt werden. Umso wichtiger erscheint es daher, auf die notwendige Finanzierung unserer vielen Tätigkeiten hinzuweisen und intensiv dafür zu sammeln und zu werben. Von Dr. Wolfgang Steffanides, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Corona-Krise hat auch die Vereinstätigkeit der ÖLM stark getroffen: Ab Mitte März 2020 konnten weder in unseren Betreuungsgebieten noch hier in Wien oder sonstwo in Österreich Veranstaltungen durchgeführt werden. Umso wichtiger erscheint es daher, auf die notwendige Finanzierung unserer vielen Tätigkeiten hinzuweisen und intensiv dafür zu sammeln und zu werben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Von Dr. Wolfgang Steffanides, 3. Obmann der ÖLM</em></p>



<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph">Unter den extrem schwierigen Vorzeichen des Vorjahres war es ein großer Erfolg, daß überhaupt irgendwo Aktivitäten stattfinden konnten, wie z. B. das Kindersprachlager in Metzenseifen/Medzev (BILD) in der Ostslowakei! Dank eines guten Spendenaufkommens haben wir die Förderung sogar etwas erhöhen können.<br>Auch in der Westukraine, im Großraum Kolomeia, konnten zwei solche Lager durchgeführt werden. Dazu etwa auch die Finanzierung eines Kleinbusses für Hultschin/Hulcin in Böhmen, um weiterhin Schüler bzw. Senioren zu dortigen Veranstaltungen transportieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Mittel kommen ausschließlich aus privaten Quellen: Mitgliedsbeiträge, Sammlungen, Bezugspreise, allgemeine Spenden, Kranzablösen, Verlassenschaften und Hauserträge. Insgesamt ist die Mischung im Aufkommen fast gleich geblieben, wofür wir sehr herzlich d a n k e n . Die meiste Arbeit wird ehrenamtlich geleistet, wodurch diese Ergebnisse erst möglich sind. Ein wichtiger Teil unserer Einnahmen geht an deutsche Gruppen und Multiplikatoren im Ausland, also in dortige deutsche Vereine und deren Projekte. Geographische Schwerpunkte sind ehemals österreichisch-ungarische Gebiete, wie Westungarn, Siebenbürgen, Galizien, Slowakei.<br>Ein Sorgenbereich ist Slowenien, wo noch immer die deutsche Bevölkerung tapfer um Anerkennung bemüht ist – der Durchbruch aber immer noch aussteht. So danken wir Ehrenamtlichen und unsere Angestellten für Ihre Treue, Ihr Verständnis – und Ihre Unterstützung: geldlich wie praktisch!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph"><br></p>
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		<item>
		<title>Ukraine würdigt ihre Deutschen</title>
		<link>https://dereckart.at/ukraine-wuerdigt-ihre-deutschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2020 05:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Bericht von Dr. Wolfgang Steffanides Galizien, Bukowina/Buchenland, Czernowitz, usw.: Es gibt eine jahrhundertealte Verbindung zwischen Deutschen und Ukrainern, welche die ukrainische Post nun mit einer ganzen Serie von schönen, aussagekräftigen Briefmarken würdigt. Daß solche Briefmarken in dem krisengeschüttelten Staat gerade jetzt erscheinen können, läßt für die Zukunft auch für die Ukraine-Deutschen hoffen. Die Botschaft [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Bericht von Dr. Wolfgang Steffanides</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Galizien, Bukowina/Buchenland, Czernowitz, usw.: Es gibt eine jahrhundertealte Verbindung zwischen Deutschen und Ukrainern, welche die ukrainische Post nun mit einer ganzen Serie von schönen, aussagekräftigen Briefmarken würdigt. Daß solche Briefmarken in dem krisengeschüttelten Staat gerade jetzt erscheinen können, läßt für die Zukunft auch für die Ukraine-Deutschen hoffen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft der BRD bemüht sich um ihre Landsleute, dazu gibt es mit dem Goethe-Institut, der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), dem  Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und einigen anderen ein breites Angebot. Zentraler Partner ist der Rat der Deutschen der Ukraine, der in einigen Gebieten, besonders im Westen, eigenständige Vereine hat. Dazu kommen die Botschaften und Konsulate auch von Österreich und der Schweiz, die oft aufgeschlossen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">ÖLM im Westen der Ukraine aktiv</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir, die Österreichische Landsmannschaft, haben im Laufe der Jahrzehnte einige Unterstützungen geben können und sind derzeit vor allem in der West-Ukraine aktiv. Ein wichtiger Partner ist Herr Sinowij Shmidl mit Sohn Dietmar: Gemeinsam sind viele Sprachkundfahrten aus dem Gebiet um Kolomeia in muttersprachlich deutsche Gebiete in Mitteleuropa gelungen. Österreich, die BRD und Südtirol waren meist die Ziele. Ihm ist es gelungen, in der Ortschaft Mariahilf das Gebäude der ehemaligen Schulvereinsschule „Peter Rosegger“ ausfindig zu machen: Wir konnten an dem Haus sogar eine Gedenktafel anbringen, <a href="https://dereckart.at/lieferbare-ausgaben/">worüber wir im <strong>ECKART 1/2010 </strong>ausführlich berichtet haben</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt weitere Erfolge, z. B. die dortigen Deutsch-Ferienseminare mit Pflege von altösterreichischen Kriegsgräbern aus dem Ersten Weltkrieg. Insgesamt kann man die dortigen Deutschen, damals wie heute, als Helden bezeichnen: in einer meistens sehr schwierigen Umgebung, politisch wie wirtschaftlich, bei der Muttersprache geblieben zu sein! Wir haben und werden die Bestrebungen – mit Hilfe unserer Spender – weiterhin unterstützen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="384" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png" alt="" class="wp-image-6155" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-1024x384.png 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-300x113.png 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief-768x288.png 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/11/Banner-Rundbrief.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<item>
		<title>Gedenken an 75 Jahre Vertreibung der Brucker Deutschen in Kittsee</title>
		<link>https://dereckart.at/gedenken-an-75-jahre-vertreibung-der-brucker-deutschen-in-kittsee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 11:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander van der Bellen]]></category>
		<category><![CDATA[Bratislava]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bathelt]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Wolfgang Steffanides]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatvertriebene]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Putz]]></category>
		<category><![CDATA[Karpatendeutsche]]></category>
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		<category><![CDATA[Slowakei]]></category>
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					<description><![CDATA[Bruck an der Donau/Most pri Bratislave befindet sich auf der Großen Schüttinsel östlich von Preßburg, mit einer bis zum Zweiten Weltkrieg überwiegend deutschen Bevölkerung. Als rund 2000 Männer, Frauen und Kinder Anfang 1945 aufgrund der Beneš-Dekrete ihre Heimat verlassen mußten, wurden diese anfangs in einer ehemaligen Patronenfabrik – bis heute Patrónka genannt – untergebracht im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-drop-cap wp-block-paragraph"><strong>Bruck an der Donau/Most pri Bratislave befindet sich auf der Großen Schüttinsel östlich von Preßburg, mit einer bis zum Zweiten Weltkrieg überwiegend deutschen Bevölkerung. Als rund 2000 Männer, Frauen und Kinder Anfang 1945 aufgrund der Beneš-Dekrete ihre Heimat verlassen mußten, wurden diese anfangs in einer ehemaligen Patronenfabrik – bis heute Patrónka genannt – untergebracht im Westen der Stadt, wo viele durch Hunger und Ruhr verstarben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Christoph Bathelt</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst drei Wochen später gelang es einem Einwohner, die Zustimmung der sowjetischen Besatzungsmacht im benachbarten Burgenland zu gewinnen, die Menschen aus ihrem Schicksal zu befreien und Richtung Kittsee zu führen. Viele siedelten sich in Folge in der Gegend zwischen diesem und Hainburg an.<br>Aus Anlaß des 75. Jahrestages der Ankunft in Österreich wurden von der Karpatendeutschen Landsmannschaft Österreich ein Erinnerungskreuz und eine Linde gesetzt, ziemlich genau an der Staatsgrenze zwischen der Slowakei und der Republik Österreich, wo seinerzeit der Grenzübertritt stattgefunden hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kittseer Bürgermeister Johannes Hornek stellte großzügigerweise ein Stück seines Felds zur Verfügung. Rund 160 Teilnehmer versammelten sich aus diesem Anlaß, darunter der emeritierte Linzer Bischof Ludwig Schwarz, der im Alter von fünf Jahren die Ereignisse persönlich miterleben mußte.<br>Fünf Bürgermeister der benachbarten Gemeinden, vier Pfarrer, mehrere Nationalratsabgeordnete und Vertreter der Presse zeigten bis heute dauernde Anteilnahme der Bevölkerung an. Sogar Bundespräsident Alexander van der Bellen ließ eine Grußbotschaft verlesen. Die Österreichische Landsmannschaft wurde vom 3. Obmann, Dr. Wolfgang Steffanides, und Christoph Bathelt, M.A., vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der bis 1955 währenden Besatzungszeit Österreichs war die Ankunft in Kittsee für die meisten ein Neubeginn in Freiheit, wie es der Obmann der Karpatendeutschen Landsmannschaft, Karl Putz, betonte. Bewegend waren auch die Worte der Preßburgerin und langjährigen Obfrau der Preßburger Ortsgruppe der Karpatendeutschen Landsmannschaft, Frau Rosina Stolár-Hoffmann – die zwar in der Heimat verblieben war, aber trotzdem diese für lange Zeit verlor, da sie als „ausgestoßene Deutsche“ viele Jahre lang ihre Herkunft verleugnen mußte. Ein anschließender Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche von Kittsee beschloß das offizielle Gedenken. Auch hier verwies man nicht nur auf die Erinnerung und das Trauma des Unglücks, sondern auch auf den neuen Anfang, in deassen Geist die Charta der deutschen Heimatvertrieben von 1950 – „als viele Wunden noch bluteten und nicht vernarbt waren“ – in Stuttgart unterzeichnet worden war. Ein „heiliger und ernster Verzicht auf Rache und Vergebung“ ist hier ebenso festgeschrieben worden wie der Wille, ein geeintes Europa und den Wiederaufbau des Kontinents mit allen Kräften zu unterstützen.<br></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Deutschtum in den Karpaten</title>
		<link>https://dereckart.at/vom-deutschtum-in-den-karpaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 21:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Wolfgang Steffanides]]></category>
		<category><![CDATA[Karpatendeutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Slowakei]]></category>
		<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
		<category><![CDATA[Zips]]></category>
		<category><![CDATA[Zipser Triologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Trilogie bringt uns Geschichte und Schicksal der Zips näher Die Zips nimmt in der Siedlungsgeschichte der Deutschen in Osteuropa eine besondere Stellung ein: Gemeinsam mit Siebenbürgen stellt sie das älteste Siedlungsgebiet außerhalb des geschlossenen deutschen Volksraumes dar! Bereits um 1135 wurden deutsche Bergleute, Bauern und Handwerker von dem ungarischen Herrscher ins Land gerufen: Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Eine Trilogie bringt uns Geschichte und Schicksal der Zips näher</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Zips nimmt in der Siedlungsgeschichte der Deutschen in Osteuropa eine besondere Stellung ein: Gemeinsam mit Siebenbürgen stellt sie das älteste Siedlungsgebiet außerhalb des geschlossenen deutschen Volksraumes dar! Bereits um 1135 wurden deutsche Bergleute, Bauern und Handwerker von dem ungarischen Herrscher ins Land gerufen: Der heute in der Slowakei gelegene Landstrich war nach Kriegen menschenarm, verwüstet, zerstört.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Beitrag von Dr. Wolfgang Steffanides</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In deutschen Landen waren die demographischen Voraussetzungen gerade dafür (leider) sehr gut: Bevölkerungswachstum bei etwa gleicher Arbeitsproduktivität, also Armutsgefährdung. So kam es zur friedlichen Kultivierung – bis 1945. Die Zips liegt in der heutigen Ostslowakei, bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Teil von Oberungarn. Bis heute ist das aus beiden Staatswappen ersichtlich: die drei Berge Matra, Tatra und Fatra mit dem überhöhenden Kreuz sprechen für sich. Die Hohe und die Niedere Tatra sowie die Große und die Kleine Fatra sind in der Slowakei, die Matra liegt im heutigen Ungarn. Auf dem Titelbild des ersten Bandes der „Zipser Trilogie“ ist die gut erhaltene und vielfach genutzte Burg von Käsmark zu sehen, gestaltet und benannt nach der adeligen Thökely-Familie, die lange die Grundherren stellte. Die Zips war bis 1918 voll, dann auslaufend mindestens dreisprachiges Gebiet, wie beim Ortsnamen angeführt: deutsch/slowakisch/ magyarisch. Dazu kam noch je nach Stamm eine Zigeunersprache, etwa die der Roma oder der Sinti. Das Zusammenleben war ein gutes Nebeneinander, bis vor allem nach dem Reichsausgleich 1867 Österreich-Ungarn die Magyaren sehr stark dominieren wollten, sogar bis zur Änderung der Vornamen auf Grabsteinen! </p>



<h3 class="wp-block-heading">Potokisch und mandakisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden ehemaligen deutschen Hauptdialekte heißen potokisch und mandakisch. Zum Glück gibt es neben den schriftlichen Aufzeichnungen auch Tondokumente der jüngeren Zeit: als Umgangssprache, Haussprache sind die deutschen Dialekte den verbrecherischen Beneš-Dekreten, also der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei zum Opfer gefallen. Der gewachsene, gesprochene, alltagsgebrauchte Dialekt ist in der Breite und bei der Jugend nicht mehr vorhanden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wertvolle Triologie</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Umso wichtiger ist das Vorhandensein von Literatur, wie der heuer erschienenen „Zipser Trilogie“, die ein Wiederentdecken des kulturellen Erbes ermöglichen. Die drei Bände dokumentieren eine Welt, die Jahrhunderte lang friedlich war. Die Zips ist auch für die Hochkultur ungemein interessant: weltweit das Gebiet mit der größten Dichte an gotischen Holzaltären und entsprechenden Kirchen; Zentrum ist Leutschau/Levoca. In Käsmark gibt es sogar zwei evangelische Kirchen – die ältere ist die Holzkirche, ganz aus Holz gebaut mit Lehmverputz. Diese barocke Artikularkirche aus 1717 bietet 1.500 Gläubigen Platz und ist als Ganzes wunderbar. Daneben steht die neue evangelische Kirche, 1898 fertiggestellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deutsche Schicksale in der Hohen Tatra</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Band der Trilogie behandelt die Oberzips, also das Gebiet im Nahbereich der Hohen Tatra, des kleinsten Hochgebirges der Welt. Hauptort ist Poprad; Käsmark ist die alte Bildungshochburg. Hobgarten/Chmelnica ist die Ausnahmegemeinde: von der Vertreibung verschont geblieben, aber nicht von der politischen Situation vor und nach der Wende 1989/90: Abwanderung in den „goldenen“ Westen, im slowakischen Wohlstandsgefälle vom Westen (Preßburg) bis zum Osten (Kaschau/Kosice). Einleitend wird der Initiator der Reihe, Johann Schürger (1914-1997), mit Bild vorgestellt: Auch er hatte seine Heimat Obermetzenseifen 1945 verlassen müssen, ist aber auch in Niederbayern seiner alten Heimat verbunden geblieben – wie so viele andere auch, aber eben mit dem gedruckten Wort als immateriellem Erbe. In diesem ersten Band der Trilogie kommen auf 159 Text- und 24 Bildseiten Schicksale der verschiedensten Art zur Kenntnis – alle durchdrungen von einer Liebe zum Damals und de Verbundenheit mit dem Heute. In Käsmark findet übrigens seit rund 20 Jahren die größte Gesamtveranstaltung des Karpatendeutschen Vereins (in der Slowakei) statt: jeweils Ende Juni im großen Innenhof des Tökely- Schlosses, eröffnet jeweils durch den Bürgermeister und andere Ehrengäste – und immer auch durch einen Vertreter der Österreichischen Landsmannschaft!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nur die Steine sprechen (noch) deutsch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Band der „Zipser Trilogie“ behandelt die Unterzips, also die Orte rund um Einsiedel/Mnisek nad Hnilcom mit dem Haus der Begegnung und Schwedler: Von dort stammt Prof. Dr. Ferdinand Klein, der mit seiner Ehefrau Anna und Frau Aranka Stiglohrer-Liptak die treibende Kraft zum Erscheinen der drei Bände war. Dort ist der mantakische Dialekt daheim gewesen. Die 144 Text- und 12 Bildseiten geben ebenfalls ein sehr lebendiges Bild der Gegenwart, vor allem aber der Vergangenheit. 1945 ist auch hier der zentrale Punkt – das Ende von Jahrhunderten von Kulturleistungen; nur die Steine sprächen (noch) deutsch, liest man oft. So wird dem Leser in angenehm großem Druck Zeitgeschichte vermittelt, wie sie wirklich war. Vergleiche mit den „großen Medien“ drängen sich auf&#8230; Der dritte Band der „Zipser Trilogie“ wurde aus dem reichhaltigen Nachlaß der beiden Mantaken Franz Richweis (1929-2001, geboren, gelebt und verstorben in Schwedler), und Ladislaus Müller (1928-2002, geboren in Einsiedel an der Göllnitz, verstorben in Göllnitz/Gelnica) gestaltet. Müller verfaßte vor allem Gedichte, die ebenfalls die Liebe zur Heimat verdeutlichen – wie auch die Prosatexte beider Herren. Insgesamt hat der in Käsmark ansässige ViViT-Verlag unter Ing. Mikulas/Miki Liptak die drei Bände äußerst leserfreundlich gestaltet, weshalb ihm auch weitestmögliche Verbreitung, auch unter ortsfremden, aber an der Slowakei und deren deutschen Elementen Interessierten zu wünschen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die ZIPSER TRILOGIE kann beim Verlag ViViT (Hviezdoslavova 18, SK-06001 Kežmarok) oder bei Frau Aranka Stigloher (Mühlmoosstraße 2, D-83043 Bad Aibling, Tel. 08061-1492) für 30.- Euro (zzgl. Porto) erworben werden. ISBN 978-80-8175-060-1 I; ISBN 978-80-8175-061-8 II; ISBN 978-80-8175-062-5 III</em></p>
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