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	<title>ddr &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Einen Gegner wie Josef Kneifel hatte die DDR nur einmal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2021 18:41:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
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					<description><![CDATA[Fast völlig vergessen starb er am 27. Oktober 2020 in Radebeul bei Dresden: Der sich selbst als „Gerechtigkeitsfanatiker“ bezeichnende Josef Kneifel hatte 1980 den einzigen Anschlag in der DDR durchgeführt. Mit der Sprengung eines Panzerdenkmals im ehemaligen Karl-Marx-Stadt wollte er ein Zeichen gegen die sowjetische Besatzungsmacht setzen. Sogar der linkslastige „Spiegel“ fand zu Kneifel einst [&#8230;]]]></description>
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<p>Fast völlig vergessen starb er am 27. Oktober 2020 in Radebeul bei Dresden: Der sich selbst als „Gerechtigkeitsfanatiker“ bezeichnende Josef Kneifel hatte 1980 den einzigen Anschlag in der DDR durchgeführt. Mit der Sprengung eines Panzerdenkmals im ehemaligen Karl-Marx-Stadt wollte er ein Zeichen gegen die sowjetische Besatzungsmacht setzen.</p>



<p></p>



<p class="has-drop-cap">Sogar der linkslastige „Spiegel“ fand zu Kneifel einst klare Worte: „Einen Gegner wie Josef Kneifel hatte die DDR nur einmal”. Dabei wurde der Weg des am November 1942 in Weißig geborenen Widerstandskämpfers relativ spät bekannt, denn das Ereignis fand in der DDR aufgrund unterdrückter Presseberichte kaum Beachtung. Lediglich in der BRD berichteten vereinzelt größere Medien über den Anschlag auf das Denkmal eines sowjetischen T-34-Panzers.<br><br><strong>Zeichen gegen die Sowjets</strong><br>Kneifel wollte laut eigenem Bekunden mit der Sprengung dieses „Siegesdenkmals“ ein Zeichen gegen die damals brandaktuelle sowjetische<br>Besetzung Afghanistans, aber auch gegen die Fremdherrschaft im eigenen Land setzen. Bis zum Ende der DDR sollte es der einzige eindeutige<br>Anschlag bleiben. Auch wenn man nicht die Wahl der Mittel zum Widerstand teilen mag, bleibt Kneifel durch seine Entschlossenheit doch so manchem Karl-Marx-Städter beziehungsweise Chemnitzer bis heute in Erinnerung.<br><br><strong>Akribisch geplanter Anschlag</strong><br>Im einzigen Buch zum Thema namens „Der Anschlag – Josef Kneifel. Der Weg eines totalitären Helden“ stellen Johannes Schüller und Erik Latz ausführlich das Leben Kneifels dar. Die beiden Publizisten haben den „Panzersprenger“ über zwei Jahre hinweg immer wieder in Radebeul besucht und umfassend interviewt. Daraus ist eine 100 Seiten umfassende, inzwischen leider vergriffene Biografie entstanden. Bereits die Passage über die Nacht der Tat, die Kneifel mit seinem Komplizen Horst K. akribisch geplant hatte, liest sich wie ein historischer Krimi: „Am Abend des 9. März 1980 sei gerade ‚Polizeiruf 110‘ im DDR-Fernsehen gelaufen. Die Menschen saßen in ihren Sesseln. An diesem Sonntagabend, 21.30 Uhr, trauten sich die wenigsten auf die Straße. Schneeregen, und das noch einmal Anfang März. Kneifel hatte lange auf dieses Wetter gehofft: ‚Ein häßlicher Tag, darauf<br>wartete ich seit Monaten.‘ In einem aschgrauen Trabant näherte er sich der Kreuzung Dresdner Straße/Frankenberger Straße. Mit sich führte er einen Revolver, Handgranaten und eine Elf-Kilo-Bombe. Den ersten Satz der fünften Symphonie Beethovens, die ‚Schicksalssinphonie‘, hatte Kneifel<br>im Kopf, als er sich der Kreuzung näherte. Wenige Minuten später lag er unter einem Panzer. In der Hand hatte er die Elf-Kilo-Bombe.“<br><br><strong>Selbstgebastelte Bombe sollte keine Menschen töten</strong><br>Die Zutaten dafür hätte er in der Gärtnerei und der Apotheke bekommen, weitere Anschläge waren bereits geplant. Bewußt hatten Horst K. und Kneifel einen Abend mit wenig Leben auf der Straße gewählt, um keine Menschenleben zu gefährden. Die Detonation ließ zwar mehrere Fensterscheiben in der Umgebung zu Bruch gehen, doch das Panzerdenkmal selbst blieb weitestgehend unbeschädigt. In den Hof der Karl-Marx-Städter Bezirksbehörde schleuderte es lediglich ein 250 Kilogramm schweres Laufrad. Eigentlich hatte Kneifel geplant, daß der Koloß nach links<br>abkippen sollte. So oder so schreckte der Anschlag, bei dem keine Menschen zu Schaden kamen, innerhalb kurzer Zeit die Staatsmacht auf. Stasi-<br>Minister Erich Mielke soll getobt haben. Nach mehreren Stunden tauchten bereits die ersten schwarzen Wolga-Limousinen aus Ostberlin am Tatort auf. Entsprechend fällt auch das Gutachten der Stasi aus: „In dem 51,50 m hinter dem Mahnmal befindlichen Wohnblock Frankenberger Straße 30/32, indem sich zur Zeit der Explosion 25 Personen in Räumen aufhielten (…) hinterließen Sprengkörpersplitter Einschläge an der Außenwand. (…)<br><br><strong>Von 7.000 Stasi-Leuten gejagt</strong><br>Durch den Sprengstoffanschlag am 9.3.1980 war eine unmittelbare Gefahr sowohl für das Leben und die Gesundheit von Menschen als auch für Sachen gegeben.“ Insgesamt rund 7.000 Stasi-Mitarbeiter sollen laut den Autoren der Kneifel-Biographie unter dem Decknamen „Operativer<br>Vorgang Panzer“ sich sechs Monate lang erfolglos mit dem Fall beschäftigt haben. Dabei hatten sie den gesamten, circa 6.000 Hektar umfassenden Tharandter Wald bei Dresden erfolglos durchkämmt und etwa 130 Aktenbände angelegt.</p>



<figure class="wp-block-pullquote" style="border-color:#cf2e2e"><blockquote><p><em>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der ECKART-Juliausgabe 2021, die sie </em><strong><a href="https://dereckart.at/lieferbare-ausgaben/">HIER</a></strong><em> bestellen können.</em></p></blockquote></figure>
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		<title>30 Jahre Wiedervereinigung: „Ossis“ wollen Deutsche bleiben</title>
		<link>https://dereckart.at/30-jahre-wiedervereinigung-ossis-wollen-deutsche-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 21:35:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Die BRD überzeugt viele ehemalige DDR-Bürger bis heute nicht Die Zahlen dürften nicht wenige der politisch-korrekt domestizierten Bundesdeutschen schockieren: Rund 41 Prozent der in einer Studie des Instituts „Policy Matters“ befragten „Ostdeutschen“ gaben an, man könne seine Meinung nicht freier – oder unter Umständen sogar weniger frei – äußern als dies noch vor 1989 der [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Die BRD überzeugt viele ehemalige DDR-Bürger bis heute nicht</h2>



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<p><strong>Die Zahlen dürften nicht wenige der politisch-korrekt domestizierten Bundesdeutschen schockieren: Rund 41 Prozent der in einer Studie des Instituts „Policy Matters“ befragten „Ostdeutschen“ gaben an, man könne seine Meinung nicht freier – oder unter Umständen sogar weniger frei – äußern als dies noch vor 1989 der Fall gewesen sei. 30 Jahre nach dem Mauerfall scheinen viele ehemalige DDR-Bürger keineswegs mit dem Ergebnis der Einigung zufrieden zu sein.</strong></p>



<p><em>Eine Analyse von Sven Häusler</em></p>



<p>58 Prozent der Befragten waren laut dieser im Auftrag der Wochenzeitung „Die Zeit“ erstellten Umfrage zudem der Meinung, man fühle sich heute nicht besser vor der Willkür des Staates geschützt als in der DDR. Rund die Hälfte der Befragten zeigte sich zudem unzufrieden mit der Art und Weise, „wie Demokratie in Deutschland funktioniert“. Aus der Umfrage geht außerdem hervor, daß ganze 70 Prozent unglücklich darüber seien, daß „auf die Meinung der Menschen in Ostdeutschland“ zu wenig Rücksicht genommen werde. Gerade letzterer Eindruck ließe sich anhand der Berichte der Mainstream-Medien der vergangenen Jahre leicht bestätigen. Wenn die kulturellen, politischen und mentalen Eigenheiten der Ostdeutschen thematisiert wurden, so in der Regel als Zerrbild, das dem vermeintlich freieren und moderneren, aber vor allem multikulturelleren – und zugleich zutiefst entwurzelten und weniger idyllischen – Westen entgegengehalten wurde.<br>Die im Zuge der Wiedervereinigung eingeführte falsche Bezeichnung „Ostdeutschland“, das bekanntlich östlich von Oder und Neiße liegt, für Mitteldeutschland hat sich heute leider auch zwischen Ostsee und Erzgebirge weitestgehend durchgesetzt. Auch „Ossis“ hat sich gehalten und ist mal liebevoll, mal weniger nett gemeint…</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bundespräsident hetzt gegen seine eigenen Landsleute</h3>



<p>„Es gibt ein helles Deutschland, das sich leuchtend darstellt gegenüber dem Dunkeldeutschland, das wir empfinden, wenn wir von Attacken auf Asylbewerberunterkünfte oder gar fremdenfeindlichen Aktionen gegen Menschen hören“, erklärte der selbst in Rostock geborene Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, nachdem Bürger unter anderem in Heidenau bei Dresden 2015 gegen die ungebetene Unterbringung illegaler Einwanderer demonstriert hatten und es dabei vereinzelt zu Eskalationen gekommen war. Gauck erklärte anschließend, er habe dabei Ostdeutschland nie als Ganzes verunglimpfen wollen.<br>Der historische Hintergrund des Begriffes „Dunkeldeutschland“ könnte ihm jedoch durchaus geläufig gewesen sein. Denn in der DDR waren Straßenbeleuchtungen nicht derart ausgiebig vorhanden wie in Westdeutschland. Reisende aus der BRD hatten so den Eindruck, in einem wesentlich dunkleren Teil Deutschlands unterwegs zu sein. 1994 wurde der Begriff „Dunkeldeutschland“ sogar zum Unwort des Jahres gewählt.<br>Daß Gauck diesen Begriff 2015 erneut aufleben ließ, mag also entweder der altersbedingten Vergesslichkeit oder aber einer gewissen Böswilligkeit Gaucks gegenüber der alten Heimat geschuldet sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stimmungsmache gegen Ossis</h3>



<p>Als braunen „Schandfleck“ stellte dagegen die „Hamburger Morgenpost“ Sachsen auf ihrer Titelseite im Februar 2016 dar. Tatsächlich fühlten sich viele Ostdeutsche bei der Lektüre solcher Überschriften an den fanatischen, jede abweichende demokratische Meinung als „nazistisch“ abstempelnden „Antifaschismus“ des DDR-Regimes erinnert.<br>Besonders Angela Merkel verkörpert für viele „Ossis“ die negativen Elemente der Bundesrepublik. Besonders deutlich wurde die klare Ablehnung, die dem politischen Establishment entgegenschlägt, beim Festakt zum Tag der deutschen Einheit in Dresden 2016. Kanzlerin Angela Merkel, der damalige Bundespräsident Joachim Gauck und die besonders unbeliebte Grünen-Politikerin Claudia Roth wurden damals inmitten eines Konzerts aus Pfiffen und Buhrufen empfangen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">BRD-System wird von vielen als „DDR 2.0“ empfunden</h3>



<p>Das wiederum erinnerte an das Gebaren zahlreicher etablierter Journalisten, die oft zu Recht als Vertreter einer „Lügenpresse“ benannt wurden, bei den Demonstrationen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) in Dresden. Früh wurden die dortigen Demonstranten sowohl von Journalisten als auch Politikern zu „Rechtsextremisten“ abgestempelt.<br>So forderte etwa der Ex-Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) bereits Ende 2014 eine deutliche Distanzierung von Pegida und ein wohl nicht zufällig an die SED-geführte Einheitsliste „Nationale Front“ erinnerndes „All-Parteien-Bündnis“ gegen die Demonstranten rund um den gewitzten Polit-Aktivisten Lutz Bachmann. Die Propaganda des Establishments im „realexistierenden Liberalismus“ ähnelt damit vor allem in Duktus und Wortwahl immer häufiger der des einstigen DDR-Regimes.</p>



<p>Doch es sind nicht allein die negativen Erinnerungen an die DDR, die viele Ostdeutsche zunehmend mit dem herrschenden System fremdeln lassen. Im Gespräch mit Personen, die die DDR im Erwachsenenalter erlebt haben, fällt immer wieder der beinahe symptomatische Satz, man habe damals auch beim Verlassen der Wohnung die Tür nicht verschließen müssen. Vergleichende Statistiken finden sich interessanterweise dazu in der Berichterstattung nicht. Im Zuge der Masseneinwanderung von Merkels Gnaden verstärkt sich nun das „Unsicherheitsempfinden“ vieler Ostdeutscher dramatisch. Ein detaillierterer Blick in die Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) für Sachsen zeigt, daß es sich dabei keineswegs um gerne belächelte „diffuse Ängste“ handelt. So weist etwa die PKS von 2002 einen Anteil der Nichtdeutschen unter den Tatverdächtigen von 17 Prozent aus. In der aktuellen Statistik von 2018 ist dagegen von 28,5 Prozent Tatverdächtigen-Anteil die Rede. Damit besitzt fast jeder dritte mutmaßliche Straftäter in Sachsen keinen deutschen Paß. Ein Umstand, der in der DDR schlicht undenkbar gewesen wäre. Denn die in der DDR tätigen „Vertragsarbeiter“, die zumeist aus sozialistischen „Bruderländern“ wie Vietnam, Mosambik oder Kuba kamen, wurden bei kriminellen Vergehen und „schwerwiegenden Verstößen“ gegen die „sozialistische Arbeitsdisziplin“ in der Regel umgehend des Landes verwiesen. Ebenso weckt auch das großzügige Finanzgebaren des bundesrepublikanischen Politestablishments – natürlich vor allem auf Kosten des eigenen Volkes – bei Ex-DDR-Bürgern nach wie vor Zweifel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Guthaben wurden in Schulden umgewandelt</h3>



<p>Ursächlich dürfte dabei jener simple „Bilanztrick“ gewesen sein, mit dem nach 1990 reihenweise DDR-Betriebe in den Konkurs getrieben wurden. Damals hatten große westdeutsche Banken die verstaatlichten Branchenpartner aus Ostdeutschland aufgekauft. Zugleich wurden die finanziellen Zuschüsse, die diese planwirtschaftlich organisierten DDR-Banken ostdeutschen Betrieben gewährt hatten, letzteren plötzlich als zu begleichende Kreditlast angerechnet. Der Umstand, daß Gewinne in der DDR ebenfalls an den Staat abgeführt werden mußten, spielte bei dieser geschickt getarnten Ausplünderung der neuen Bundesländer keine Rolle. Die unmittelbare Folge dieses staatlich legitimierten Raubzuges: Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit.<br>Wer kann es den Ostdeutschen da heute verübeln, daß sie auch gegenüber erneut euphemistisch aufgehübschten „Bereicherungen“ aus dem Westen skeptisch bleiben?</p>
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