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	<title>Böhmen &#8211; Der Eckart</title>
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	<title>Böhmen &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Ein museales Kleinod in Wien: Das Böhmerwaldmuseum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 04:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht tief drin im Böhmerwald, sondern mitten im Herzen Wiens Lange waren die Wiener Museen geschlossen, doch seit kurzem haben fast alle wieder geöffnet. Wer nach der „museumslosen Zeit“ wieder Lust bekommen hat, eine interessante Sammlung anzusehen, für den haben wir eine ganz besondere Empfehlung: Das unweit des Wiener Stadtparks gelegene, kleine, aber feine Böhmerwaldmuseum… [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Nicht tief drin im Böhmerwald, sondern mitten im Herzen Wiens</h2>



<p></p>



<p><strong>Lange waren die Wiener Museen geschlossen, doch seit kurzem haben fast alle wieder geöffnet. Wer nach der „museumslosen Zeit“ wieder Lust bekommen hat, eine interessante Sammlung anzusehen, für den haben wir eine ganz besondere Empfehlung: Das unweit des Wiener Stadtparks gelegene, kleine, aber feine Böhmerwaldmuseum…</strong></p>



<p><em>Ein Lokalaugenschein von Christoph Bathelt</em></p>



<p class="has-drop-cap">Das Böhmerwaldmuseum ist im Grunde kein Museum, in dem man modern audiovisuelles Entertainment konsumieren kann – es ist vielmehr ein Schatzkästlein, in dem man stöbern und entdecken kann. Vieles in dieser Sammlung ist schon sehr alt, bereits im 19. Jahrhundert kamen aufgrund der vielfach besseren Lebensumstände und Perspektiven viele Böhmerwäldler in die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien und fanden sich in Heimatgruppen zusammen. Erst recht nach Gründung der Tschechoslowakei, als die wirtschaftliche und politische Lage hart wurde, und dann ganz besonders nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach der Vertreibung 1945 erhielten diese Gruppen viel Nachwuchs.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Anfangs wurde die Sammlung in Gasthäusern gezeigt</h3>



<p>Mit dem Verlust der Heimat kam dann bald der Wunsch nach einem eigenen Museum auf, der sich 1952 im Verein „Erstes Österreichisches Böhmerwaldmuseum“ manifestierte und von den beiden Wiener (sic!) Schriftstellern Herbert von Marouschek (1909-1961) und Karl Haudek (1892-1958) gegründet wurde. Nachdem die Sammlung anfangs in verschiedenen Gasthäusern gezeigt wurde, wurde sie bereits 1955 unter Denkmalschutz gestellt und 1960 mit der Erzgebirger Heimatstube zusammengelegt. Seit 1967 ist sie in einem historischen Gebäude in der Ungargasse 3 untergebracht. In diesem Potpourri aus Haushalt- und Handwerksgegenständen, Bildern, Souvenirs und Sentimentalitäten finden regelmäßig Ausstellungen statt, erfreulicherweise seit einigen Jahren auch Kooperationen mit Regionalmuseen der alten Heimat wie Krumau, Außergefild oder Gratzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regelmäßige Sonderschauen</h2>



<p>Zusätzlich gibt es regelmäßig Sonderschauen, die jüngsten waren Andreas Hartauer, dem Schöpfer des Böhmerwaldliedes und dem Dichter, Musiker, Maler und Grafiker Hans Nachlinger gewidmet. Das Museum beteiligt sich an der populären „Langen Nacht der Museen“, um die Sammlung auch einem jüngeren Publikum näherzubringen. Zu dieser gehören 16.000 Postkarten, 25.000 Bücher, über 10.000 historische Fotos und unzählige Trachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Anton-Günther-Ecke</h2>



<p>Die Postkarten sind besonders wichtig, da auch eine Ecke (BILD oben) dem Erzgebirger Volksdichter Anton Günther (1876-1937) gewidmet ist, dem Erfinder der „Liedpostkarte“. Dieser war nämlich gelernter Lithograf und nutzte sein Handwerk, um seine beliebten Lieder besser verbreiten zu können.<br>Eine ebensolche „Ikone“ gilt dem Erbe Adalbert Stifters, dessen Totenmaske, Büste und zahlreiche Abbildungen an den großen Schriftsteller erinnern.<br>Interessant und weitestgehend unbekannt ist z.B. die Tatsache, daß im Böhmerwald – insbesondere im Moldautal – wie in Holland Holzschuhe gefertigt wurden. Die Herstellung im waldreichen Gebiet war sehr verbreitet, und so sieht man in der Ausstellung nicht nur ein paar Exemplare, sondern auch das nötige Handwerkszeug, um diese herzustellen. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Gernot Peter ist das Museum nicht nur ein spannender Ort zum Erkunden, sondern bietet auch Hilfe bei Ahnenforschung, historischen Projekten oder individuellen Fragestellungen. Und noch dazu ist es kostenlos – Spenden erwünscht! </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-6073" srcset="https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-1024x1024.jpg 1024w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-300x300.jpg 300w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-150x150.jpg 150w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-768x768.jpg 768w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-1536x1536.jpg 1536w, https://dereckart.at/wp-content/uploads/2020/10/IMG_20200301_125806_707-1-2048x2048.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Das unweit des Bahnhofes Wien-Mitte (U3/U4) gelegene Böhmerwaldmuseum ist ganzjährig an Sonntagen von 9:00 bis 12:00 Uhr und gegen telefonische Voranmeldung bei Dr. Peter geöffnet. (Aufgrund der derzeitigen Situation sollte man sich unbedingt vorher über die Wiedereröffnung bzw. die aktuellen Öffnungszeiten kundig machen – siehe nachstehende Kontaktdaten!)</p>



<p><strong>Böhmerwaldmuseum Wien und Erzgebirger Heimatstube<br>Ungargasse 3/2/10, 1030 Wien<br>Tel.: +43 (0)664 8888 2824<br>boehmerwaldmuseum@aon.at<br><a href="https://www.boehmerwaldmuseum.at/">www.boehmerwaldmuseum.at</a></strong></p>
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		<title>Die Schlacht am Weißen Berg</title>
		<link>https://dereckart.at/die-schlacht-am-weissen-berg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 11:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neueste Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Mario Kandil]]></category>
		<category><![CDATA[Dreißigjähriger Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiser Rudolf II.]]></category>
		<category><![CDATA[Kurfürst Friedrich von der Pfalz]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 400 Jahren: Der zwischenzeitliche Sieg der Gegenreformation Ein Beitrag von Dr. Mario Kandil Der Dreißigjährige Krieg fing als lokaler Streit zwischen Ständen und Fürsten an und endete als allgemeiner europäischer Kampf, an dem schließlich außer England kaum eine europäische Macht unbeteiligt war. In Böhmen war bereits seit langer Zeit die Rechtslage zwischen Herrscherhaus und [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Vor 400 Jahren: Der zwischenzeitliche Sieg der Gegenreformation</h2>



<p></p>



<p><em>Ein Beitrag von Dr. Mario Kandil</em></p>



<p><strong>Der Dreißigjährige Krieg fing als lokaler Streit zwischen Ständen und Fürsten an und endete als allgemeiner europäischer Kampf, an dem schließlich außer England kaum eine europäische Macht unbeteiligt war. In Böhmen war bereits seit langer Zeit die Rechtslage zwischen Herrscherhaus und Ständen wie auch zwischen den Konfessionen ungeklärt, woran auch der Böhmische Majestätsbrief Kaiser Rudolfs II. nichts ändern konnte.</strong></p>



<p class="has-drop-cap">Zwischen Katholiken und Protestanten gab es immer wieder Zusammenstöße, was den Defensoren, die Rudolf II. den böhmischen Protestanten als Interessenvertreter zugestanden hatte, Anlaß gab, für Mai 1618 einen Protestantentag nach Prag zu berufen. Als Kaiser Matthias I. den im März 1618 eingereichten Protest der Stände Böhmens gegen die Schließung der evangelischen Kirche in Braunau (1611) mit dem Verbot des Protestantentages beantwortete, brach der Konflikt aus: Am 23. Mai 1618 erstürmten bewaffnete Adelige die Prager Burg, den Hradschin, und warfen die kaiserlichen Statthalter Jaroslav von Martinitz und Wilhelm Slavata sowie Sekretär Philipp Fabricius aus dem Fenster, doch alle drei überlebten diesen Zweiten Prager Fenstersturz (am 30. Juli 1419 hatte es zu Beginn der Hussitenkriege den Ersten Prager Fenstersturz gegeben).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rebellen am Vormarsch</h2>



<p>Der Zweite Prager Fenstersturz eröffnete den Aufstand des eingesessenen, überwiegend evangelischen Adels gegen die Katholikenherrschaft in Böhmen. Von den Rebellen wurde ein Landtag konstituiert, der eine aus 30 Direktoren bestehende Regierung einsetzte und ein Heer aufstellte, auch Mähren wurde zum Mitmachen genötigt. Der in Böhmen ausgebrochene Aufstand drohte auch nach Österreich überzugreifen, wohin die böhmischen Rebellen mit ihrem Heer marschierten. Nach dem Tod Kaiser Matthias´ I. (20. März 1619) verweigerten die erbländischen Stände seinem Nachfolger Ferdinand von Steiermark die Huldigung.<br>Durch den Rückzug ihres Heeres von Wien, den herbeigeeilte kaiserliche Truppen bewirkten, ließen sich die Böhmen aber nicht entmutigen.<br>Vielmehr faßten sie in Gegenwart von Abgesandten der österreichischen Stände den Entschluß, sich mit der Konföderationsakte (31. Juli 1619) eine ständische Verfassung zu geben. Nachdem sich die Böhmen mit den österreichischen Ständen am 16. August verbündet hatten, sprachen sie am 22. August Ferdinands Absetzung als König des Landes aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurfürst Friedrich von der Pfalz wird böhmischer König</h2>



<p>Als der am 28. August 1619 von den Kurfürsten in Frankfurt am Main zum neuen Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewählt worden war, mochte er sich als Streiter für eine gerechte Sache fühlen, der verdient die Krone empfangen hatte. Doch ganze zwei Tage zuvor war an seiner Stelle in Prag Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, der Anführer der Protestantischen Union und Schwiegersohn König Jakobs I. von England, von den Böhmen zu ihrem König gewählt worden. Gestützt auf ihre Konföderation mit Mähren und Schlesien wie auch den österreichischen Ständen erklärten sie die 1617 erfolgte Annahme Ferdinands als König von Böhmen für verfassungswidrig. In ihrem Vorsatz, nach altem Recht ihren König in freier Wahl zu erheben, machten sie den noch jungen pfälzischen Kurfürsten zu ihrem neuen Herrn und entledigten sich Ferdinands, der ihnen durch seine gegenreformatorische Politik verhaßt war.<br>Der Kurfürst ließ sich auf das Abenteuer ein – was ihm letztlich schlecht bekommen sollte&#8230;</p>



<figure class="wp-block-pullquote" style="border-color:#cf2e2e"><blockquote><p>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der ECKART-Novemberausgabe 2020, die sie <span class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong><a href="https://dereckart.at/lieferbare-ausgaben/">HIER</a></strong> </span>bestellen können.</p></blockquote></figure>
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