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	<title>Volkstum &#8211; Der Eckart</title>
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	<description>Monatszeitung für Politik, Volkstum und Kultur.</description>
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	<title>Volkstum &#8211; Der Eckart</title>
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		<title>Siegfried Steger</title>
		<link>https://dereckart.at/siegfried-steger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[1939-2026 Mit Siegfried Steger ist einer der letzten Zeitzeugen des Südtiroler Freiheitskampfes von dieser Welt geschieden. Am 21. Februar 2026 starb der Freiheitskämpfer aus Mühlen in Taufers mit 87 Jahren im Exil in Nordtirol. Fern jener Heimat, deren Freiheit ihm mehr bedeutet hatte als sein Leben. Steger gehörte zu den vier „Puschtra Buibm“, einer Gruppe [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">1939-2026</h2>



<p>Mit Siegfried Steger ist einer der letzten Zeitzeugen des Südtiroler Freiheitskampfes von dieser Welt geschieden. Am 21. Februar 2026 starb der Freiheitskämpfer aus Mühlen in Taufers mit 87 Jahren im Exil in Nordtirol. Fern jener Heimat, deren Freiheit ihm mehr bedeutet hatte als sein Leben.</p>



<p>Steger gehörte zu den vier „Puschtra Buibm“, einer Gruppe junger Südtiroler, die sich in den 1960er-Jahren gegen die Unterdrückungspolitik des italienischen Staates erhob. Durch Faschismus, Option und radikale Italianisierung waren Identität, Sprache und Volkstum der Deutschen und der Ladiner in Südtirol bedroht. Gemeinsam mit Sepp Forer, Heinrich Oberleiter und Heinrich Oberlechner wurde Steger zum Symbol des Widerstandes. Aus Heimatliebe und Verantwortung. Der Preis war hoch: Verfolgung, Verurteilung und lebenslanges Exil. Jahrzehntelang durfte er seine Heimat nicht mehr betreten. Selbst der Abschied von den Eltern blieb ihm verwehrt. Daß er nicht einmal dem Begräbnis seiner Mutter beiwohnen durfte, zeigt, wie wenig Italien bis heute bereit ist, dieses Unrecht aufzuarbeiten. Siegfried Steger trug das Exil ohne Bitterkeit, blieb aber stets aktiv. Für ihn war Selbstbestimmung keine Parole, sondern Überzeugung. Begnadigung lehnte er stets ab, weil „Freiheit nicht durch Gnade ersetzt werden kann“. Daß Südtirol heute Autonomierechte hat und im Wohlstand lebt, ist kein Geschenk Roms! Diese Rechte wurden politisch hart erkämpft, vor allem auch durch den Mut solcher Männer und Frauen, die große persönliche Opfer für ihr Volk brachten.</p>



<p>Mit Siegfried Steger ist der letzte der „Puschtra Buibm“ heimgegangen. Über tausend Schützen, Marketenderinnen und hunderte Landsleute begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Dies war weit mehr als eine Beerdigung. Es war ein bewegendes Bekenntnis zu Tirol, zu Opferbereitschaft und Heimatliebe. Siegfried Steger hat für Tirol gelebt und für Tirol gelitten. Sein Vermächtnis bleibt: Die Freiheit eines Volkes ist niemals selbstverständlich. Sie muß stets verteidigt werden.</p>



<p><em>Gudrun Kofler</em></p>



<p></p>
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			</item>
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		<title>Ein Flüchtling kreuzt seine Spur</title>
		<link>https://dereckart.at/ein-fluechtling-kreuzt-seine-spur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 14:34:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
		<category><![CDATA[xStartseite]]></category>
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					<description><![CDATA[von Jörg Seidel In einer Ausgabe der ungarndeutschen Quartalszeitschrift Batschkaer Spuren taucht mein Heimatort Auerbach im Vogtland auf und ein bekannter Name: Reitzenstein. Frau Reitzenstein war Lehrerin an meiner Schule und galt als „Ungarin“. Auch einige meiner besten Freunde aus der Kinder- und Jugendzeit waren „Ungarn“. Dann erfahre ich in Baja von einer anderen älteren [&#8230;]]]></description>
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<p><em>von Jörg Seidel</em></p>



<p></p>



<p>In einer Ausgabe der ungarndeutschen Quartalszeitschrift <em>Batschkaer Spuren</em> taucht mein Heimatort Auerbach im Vogtland auf und ein bekannter Name: Reitzenstein. Frau Reitzenstein war Lehrerin an meiner Schule und galt als „Ungarin“. Auch einige meiner besten Freunde aus der Kinder- und Jugendzeit waren „Ungarn“. Dann erfahre ich in Baja von einer anderen älteren Dame, die ebenfalls nach Auerbach vertrieben worden war, deren Familie aber nach Ungarn zurückging. So kreuzen sich drei Lebenslinien, über Jahrzehnte versetzt. Frau Reitzenstein treffe ich in Rebesgrün, einem Dorf, das heute eingemeindet ist. Dort hat der Bund der Vertriebenen, Ortsgemeinde Vogtland, seinen Sitz. Nicht nur die Ungarndeutschen, sondern auch die Vertriebenen aus Ost- und Westpreußen, aus Pommern, Schlesien und dem Sudetenland. Wir setzen uns in den Traditionsraum. An der Wand hängen Leinentücher mit alten Sinnsprüchen, und ein paar Schneiderpuppen tragen Trachten zur Schau.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Heute gibt es in 130 Ländern Ungarndeutsche.</h3>



<p></p>



<p>Drei Transporte hat es gegeben. Der erste, bereits 1946, führte nach Aschaffenburg und Ulm, wo sich noch immer eine ungarndeutsche Gemeinde befindet. Der zweite und der dritte – Sommer 1947 und Winter 1948 – endeten im Vogtland. Heute gibt es in 130 Ländern Ungarndeutsche. Meist wurden Frauen und Kinder verschleppt. Die Männer befanden sich in Kriegsgefangenschaft oder waren gefallen. Von der halben Million Ungarndeutschen in ganz Ungarn hatten sich 300.000 zur deutschen Nationalität bekannt, und sehr viele Männer hatten bei der SS gedient. Und zehntausende Ungarndeutsche und Ungarn befanden sich in russischen Arbeitslagern. Man wurde in einen Viehwaggon verladen, in dem es nichts gab. Ein Loch im Boden, wo an die dreißig Personen ihre Notdurft verrichten mußten. Hin und wieder ein Eimer Wasser.</p>



<p>Die Familien hatten sich über Generationen etwas aufgebaut. Frau Reitzensteins Vater war Schneidermeister. Sie hatten ein Haus in Vaskút. Als ich später Frau Marxer, die andere Vertriebene, mit dieser Information versorge, sagt sie sofort: „Ja, das war die Raizengasse, dort gab es mehrere Schneider“. Raizen, so nannten die Schwaben die Bunjewatzen, eine südslawische Ethnie, serbokroatisch sprechend. Auf der Potsdamer Konferenz wurden große Umsiedelungsprogramme beschlossen. Aus der Slowakei wurden ethnische Ungarn in die Batschka umgesiedelt. Diesen sollten die Deutschen nun Platz machen. Ein Zentner pro Person war als Mitnahme erlaubt. Vieh, Mobiliar, Haus und Hof wurden ersatzlos den „Slowaken“ übergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aus der ungarischen Tiefebene in die Tiefen des Uranbergbaus verschleppt</h3>



<p></p>



<p>Schließlich kam der Transport in Pirna an, in der „Grauen Kaserne“ – ein legendärer Ort unter den Ungarndeutschen. Frauen und Männer wurden nun meist getrennt. Die Männer kamen ins Erzgebirge nach Johanngeorgenstadt und mußten im Uranbergbau arbeiten. Frau Reitzensteins Vater hatte Glück – man suchte Schneider in der Wismut. Die Frauen und Kinder kamen ins Vogtland. Sieben Personen mußten sich zwei kleine Zimmer teilen. Die Kinder kamen sogleich in die Schule. Die ersten drei Schuljahre hatte das Mädchen in Waschkut Ungarisch gelernt, zu Hause ein ungarndeutsches, schwäbisches Idiom gesprochen, nun saß sie mit deutschen Kindern zusammen, die einen starken Dialekt sprachen. So wurde sie schnell „die Ungarin“ und ob ihrer Aussprache verlacht. Diese Erfahrung war prägend: das anfängliche Ausgeschlossensein, das Verlachen; es hat fast tiefere Spuren hinterlassen als der eigentliche Heimatverlust. Ab der vierten Klasse besuchte sie die Schule in Auerbach, an der sie später Lehrerin werden sollte. Ich frage sie nach ihrer Heimat. Die Antwort erstaunt: Die Heimat sei Ungarn, auch wenn man hier zu Hause sei. Ob sie zurück wolle? Das nicht. Hier leben die Kinder, die schon nicht mehr fließend die Sprache sprechen, hier lebte sie mit ihrem Mann, und hier wird sie wohl sterben. Als ich später bei Frau Marxer sitze, komme ich mir wie ein Medium vor, das die beiden Schicksale miteinander verbindet. Als Kinder wohnten sie nur ein paar Schritte voneinander entfernt, beide saßen bei der Vertreibung im selben Viehwaggon und hatten vergleichbare Erfahrungen gemacht, aber die eine ist in der DDR geblieben, die andere ist zurück nach Ungarn gelangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Haare einer erwachsenen Frau bekam kein fremder Mann je zu Gesicht.</h2>



<p></p>



<p>In Waschkut lebten vor dem Krieg drei Nationalitäten zusammen: die Schwabendeutschen als Mehrheit, die Ungarn und die Bunjewatzen. Das Leben war friedlich. Der Katholizismus verband. Auf der Straße wurde Schwäbisch gesprochen, in den Familien die Muttersprachen, in den Schulen Ungarisch. Die Gottesdienste waren dreisprachig. Unterschiede gab es trotzdem: Vor allem sah man an den Häusern und Höfen, wer darin wohnte. Die deutschen Häuser fielen durch ihre Ordnung auf, die landwirtschaftlichen Erträge waren größer. Man tauschte die Kinder zum Sprachaustausch aus. So verbrachten die deutschen Sprößlinge die Ferien in den nahegelegenen Orten, wo Ungarisch gelebt wurde, und von dort kamen die Kleinen zu den Deutschen. Schon an der Kleidung erkannte man die Nationalität und sogar das jeweilige Dorf. Die Frauen trugen ein Leben lang Kopftücher, aber jeder Ort hatte seine eigene Art, sie zu binden. Die Haare einer erwachsenen Frau bekam kein fremder Mann je zu Gesicht.</p>



<p>Probleme entstanden erst nach Hitlers Machtantritt – und das ist die große historische Lehre: Solange Frieden und Wohlstand herrschen, können kulturelle, ethnische, materielle und nationale Differenzen abgefedert werden, aber sie brechen zwangsläufig hervor, wenn historische Umbruchzeiten dämmern, wenn Not und Elend einziehen – dann werden scheinbar längst verheilte Wunden aufgebrochen, dann drängen Neid, Mißgunst und Mißtrauen an die Oberfläche.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Auf abgerissene Hühnerköpfe folgte die Deportation.</h3>



<p></p>



<p>Der Vertreibung aus der Heimat gingen bereits schwierige Jahre voraus. Hitler hatte auch die Ungarndeutschen gespalten und sie den ethnischen Nachbarn entfremdet. Viele Schwaben waren bei der SS, der „Deutsche Volksbund“ wollte die politischen Interessen bündeln. 1943 begannen die Plünderungen. Zuerst die serbischen Partisanen, die viele Häuser plünderten, das Vieh stahlen. Ausgenommen waren die slawischen Bunjewatzen. Im Oktober 44 standen die „Russen“ im Dorf, meist ethnische Ukrainer. Sie nahmen alles mit. Die Frauen mußten sich wochenlang auf Heuböden verstecken. Ein Bild, das sich tief eingebrannt hatte, waren die herumliegenden Hühnerköpfe, die man dem gestohlenen Geflügel abgerissen und achtlos auf die Straße geworfen hatte. Dann folgten die Deportationen. Der zweite große Transport, im August 1946, betraf die Waschkuter Schwaben. Es ging um Volksbundleute und um jene, die sich bei der Volkszählung 1941 zum Deutschtum bekannt hatten – das waren 3.200 von 4.700 Waschkuten. 300 Leute aus Waschkut kamen in diesen Transport. Die arbeitsfähigen Männer zwang man in den Bergbau, die Frauen und Kinder mußten sich in den Ortschaften eine Unterkunft suchen und eine Existenz aufbauen.</p>



<p>In der ungarischen Heimat wurde derweil der Besitz der Ungarndeutschen verteilt. Zuerst, so erinnert sich Frau Marxer, kamen die Székler, noch während die Familie dort lebte. Sie waren primitive, unkultivierte Leute. Um Feuerholz zu machen, sägten sie Balken aus den Dachstühlen! Es folgten ungarische Siedler, „Agrarproletariat“, verarmte Landbevölkerung, Tagelöhner aus den ostungarischen Weiten. Ihnen wurde Land versprochen, Genossenschaften wurden gegründet. Aber auch dieses Experiment scheiterte schnell. Sie waren die strenge Landarbeit nicht gewohnt, kannten den Weinbau nicht. Schließlich kamen die „Slowaken“, ethnische Ungarn aus der Südslowakei, die ebenfalls in großem Umfang umgesiedelt wurden. Sie übernahmen die heruntergewirtschafteten und ausgeplünderten Güter – einige von ihnen blieben. Als manche der vertriebenen Schwaben illegal in die Heimat zurückkehrten, fanden sie ihre Häuser und Wirtschaften ruiniert und zerstört wieder.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rettende Seidenstrümpfe</h3>



<p></p>



<p>Die nach Deutschland Vertriebenen hatten derweil andere Sorgen. Die Frauen mußten sich Unterkünfte suchen, meist Einliegerwohnungen bei einheimischen Familien. Selten waren sie willkommen. Den Marxers ging es verhältnismäßig gut. Man war wohlhabend, für Waschkuter Verhältnisse. Die Mutter hatte einen Geldbetrag in Forint gerettet, den man nach und nach auf dem Schwarzmarkt umtauschte. Auch hochwertige Seidenstrümpfe wurden gehandelt. Noch vor der Vertreibung stieß der Vater zur Familie. Er kam aus der Kriegsgefangenschaft. Das Mädchen ging in die Schule. Es profitierte von seinen Deutschkenntnissen, mußte sich allerdings mühsam an den schweren Dialekt gewöhnen. Zu Hause lehrte der Großvater weiter Ungarisch. Trotz ihrer deutschen Abstammung waren die Eltern schon sehr magyarisiert, liebten Land, Kultur und Sprache. In der katholischen Kirche gab es jedes Wochenende eine ungarische Messe – längst war das Ungarische für viele Schwaben zur Hauptsprache geworden. Das Kind lebte sich schnell ein, schloß Freundschaften, aber die Eltern zog es zurück. Der Großvater hatte Kontakt zu Schleusern aufgenommen. So wagte man es im November 1948, über die Zonengrenze zu fliehen. Noch einmal taten die Seidenstrümpfe ihr Wunder. Als man bei Nacht und Nebel die ungarische Grenze überquert hatte, empfingen die Familie die Lichter eines Pfarrhauses. Dort hatte man sich bereits auf die Flüchtlinge vorbereitet.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Finale des ungarndeutschen Landesrezitationswettbewerbes</title>
		<link>https://dereckart.at/finale-des-ungarndeutschen-landesrezitationswettbewerbes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2025 12:45:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
		<category><![CDATA[xStartseite]]></category>
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					<description><![CDATA[von Neel Junghans Über 200 Teilnehmer aus 93 ungarndeutschen Grundschulen konnte man beim Landesfinale des Ungarndeutschen Landesrezitationswettbewerbes am 16. Mai auf dem Budapester Campus der Katholischen Apor-Hochschule begrüßen. Lehrkräfte, Eltern, Großeltern und Freunde hatten sich eingefunden, um die besten jungen Rezitatoren des Landes zu unterstützen. Nach einer Begrüßung durch Ibolya Hock-Englender, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>von Neel Junghans</em></p>



<p>Über 200 Teilnehmer aus 93 ungarndeutschen Grundschulen konnte man beim Landesfinale des Ungarndeutschen Landesrezitationswettbewerbes am 16. Mai auf dem Budapester Campus der Katholischen Apor-Hochschule begrüßen. Lehrkräfte, Eltern, Großeltern und Freunde hatten sich eingefunden, um die besten jungen Rezitatoren des Landes zu unterstützen. Nach einer Begrüßung durch Ibolya Hock-Englender, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, und technischen Hinweisen von Hauptorganisator Robert Wild, 1. Vorsitzender des Bundes Ungarndeutscher Schulvereine (BUSCH) in der Aula fanden sich die verschiedenen Altersgruppen in den entsprechenden Räumen ein, um vor den dreiköpfigen Jurys ihre selbst gewählten Gedichte, Geschichten oder Mundarttexte vorzutragen.</p>



<p>Die Jurys achteten sehr genau auf souveränes Auftreten, klare und flüssige Aussprache und angenehmes Sprechtempo der Bewerber. Da alle auf einem sehr hohen Niveau vortrugen, fiel es den Juroren schwer, klare Gewinner zu bestimmen. Kaum jemand verhaspelte sich oder vergaß seinen Text. So erhielten die meisten Beteiligten eine hohe Punktzahl, wobei nur die besten drei jeder Altersklasse ausgezeichnet werden konnten. Viele Kinder erschienen in der Tracht. In einer langen Mittagspause wurden die Sieger ermittelt. Die Teilnehmer konnten sich währenddessen über die Tätigkeit des Vereins für Ungarndeutsche Kinder (VUK) und der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) informieren und sich die Wanderausstellung „VUdAK in Bewegung“ ansehen.</p>



<p>Darauf fanden sich alle Teilnehmer in der Aula wieder zusammen, um die Gewinner zu küren und Siegerfotos zu machen. Die Gewinner erhielten hochwertige Bücher und eine Urkunde als Preis, zusätzlich dazu bekamen die Gewinner der Mundart-Kategorie eine Reise nach Baden-Württemberg geschenkt. Als sie ihren Preis abholten, durften sie nochmal vor dem kompletten Publikum ihren Text vortragen und allen beweisen, daß sie die besten deutschsprachigen Rezitatoren Ungarns sind.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verleihung des Erika-Kiwek-Preises 2025</title>
		<link>https://dereckart.at/verleihung-des-erika-kiwek-preises-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 15:52:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
		<category><![CDATA[xStartseite]]></category>
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					<description><![CDATA[von Christoph Bathelt Mit der Würdigung der Historikerin Dr. Béata Márkus (im Bild mit Laudator Bathelt und ÖLM-Obmann Danneberg) für ihr herausragendes wissenschaftliches Werk wurde auch gleichzeitig eines Themas gedacht, von dem viele Angehörige der deutschen Minderheiten in Mittel und Osteuropa betroffen sind. Dr. Márkus, Oberassistentin an der Universität Pécs, gehört zu den profiliertesten Stimmen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>von <em>Christoph Bathelt</em></p>



<p>Mit der Würdigung der Historikerin Dr. Béata Márkus (im Bild mit Laudator Bathelt und ÖLM-Obmann Danneberg) für ihr herausragendes wissenschaftliches Werk wurde auch gleichzeitig eines Themas gedacht, von dem viele Angehörige der deutschen Minderheiten in Mittel und Osteuropa betroffen sind. Dr. Márkus, Oberassistentin an der Universität Pécs, gehört zu den profiliertesten Stimmen auf dem Gebiet der ungarndeutschen Geschichte. In ihrer Dissertation über die Deportation der Zivilbevölkerung der „Schwäbischen Türkei“ in die Sowjetunion (1944–1949) beleuchtet sie ein lange tabuisiertes Kapitel der ungarischen Nachkriegsgeschichte. Über 30.000 Menschen wurden zur Zwangsarbeit verschleppt – deren Stimmen, Schicksalen und Erinnerungen gibt Márkus<br>in ihrer quellennahen Forschung Raum. Doch Dr. Márkus’ Arbeit geht über die bloße Darstellung historischer Fakten hinaus. Mit Empathie und wissenschaftlicher Präzision nähert sie sich auch dem Schweigen, den inneren Konflikten und der Ambivalenz des Erinnerns. Ihre Forschung zu ungarischen Staatsbürgern in der Waffen-SS zeugt von intellektueller Redlichkeit und moralischer Differenzierung. Sie erklärt, ohne zu entschuldigen, sie urteilt, ohne zu vereinfachen – aber sie gibt den Betroffenen ihre Geschichte zurück. Die Österreichische Landsmannschaft würdigt mit dem Erika-Kiwek-Preis nicht nur eine leidenschaftliche Forscherin, sondern auch eine Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Erinnerungskultur. Dr. Márkus’ Beitrag zur Aufarbeitung verdrängter Geschichte und zum Verständnis des kulturellen Erbes der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa ist von unschätzbarem Wert – für Ungarn, für Europa und für die Zukunft einer offenen Erinnerungskultur. Die Namensgeberin des Preises, Erika Kiwek, war ein langjähriges Mitglied und eine treue, großzügige Unterstützerin der Österreichischen Landsmannschaft; Anlaß genug, in ihrem Namen zugunsten der Nachwuchspflege einen Preis auszuloben, der alle zwei Jahre Autoren wissenschaftlicher Werke auszeichnet, die sich dem kulturellen Erbe der vertriebenen und verbliebenen Deutschen Mittel- und Osteuropas widmet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eckartschrift zu den USA</title>
		<link>https://dereckart.at/eckartschrift-zu-den-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 11:04:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein deutsches Schicksal: Aus Mähren-Schlesien über Wien in die USA und zurück – Hans Kudlich Er ist als „Bauernbefreier“ in die Geschichte eingegangen: Hans Kudlich, geboren 1823 in Lobenstein (heute Úvalno) in Mährisch-Schlesien, hat sich 1848 um die Aufhebung der bäuerlichen Erbuntertänigkeit verdient gemacht. Im neu gegründeten Reichstag in Wien stellte er den berühmten Antrag: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Ein deutsches Schicksal:</h3>



<h3 class="wp-block-heading">Aus Mähren-Schlesien über Wien in die USA und zurück – Hans Kudlich</h3>



<p></p>



<p>Er ist als „Bauernbefreier“ in die Geschichte eingegangen: Hans Kudlich, geboren 1823 in Lobenstein (heute Úvalno) in Mährisch-Schlesien, hat sich 1848 um die Aufhebung der bäuerlichen Erbuntertänigkeit verdient gemacht. Im neu gegründeten Reichstag in Wien stellte er den berühmten Antrag: „Von nun an ist das Untertänigkeitsverhältnis samt allen daraus entstandenen Rechten und Pflichten aufgehoben, vorbehaltlich der Bestimmungen, ob und wie eine Entschädigung zu leisten ist.“ 30.000 Bauern bedankten sich bei Kudlich mit einem riesigen Fackelzug dafür.</p>



<p>Vom Reichstag wurde eine Reihe moderner Gesetzen beschlossen, die aber nach der Niederschlagung der Revolution alle wieder aufgehoben wurden bis auf zwei: Es „überlebten“ nur die Aufhebung der Zensur und die der Untertänigkeit. Damit wurde der Bauer Eigentümer seines Grundes, und Robot sowie Zehent waren aufgehoben.</p>



<p>Gleichwohl dessen Zeitgenosse setzte Kudlich auf die genau gegensätzliche Politik von Karl Marx. Statt der Vergesellschaftung der Produktionsmittel forderte er deren Privatisierung: Die Schaffenden, die Bauern sollten Eigentümer ihres Grundes und Bodens werden, den sie bis dahin nur bewirtschaftet hatten. Ein Erfolgsmodell. Doch Kudlich konnte die positive Veränderung der Gesellschaft durch seinen berühmten Antrag selbst nicht miterleben. Denn nach Auflösung des Reichstages mußte er fliehen, ging in die Schweiz, durfte auch dort nicht bleiben und wanderte schließlich in die Vereinigten Staaten aus. Als deutscher Emigrant und Arzt starb Kudlich 1917 in Hoboken (New Jersey). Sein letzter Wunsch „Ich möchte heim“ wurde ihm erfüllt: Seine Urne wurde nach Lobenstein gebracht. Erst im vergangenen September hat die Österreichische Landsmannschaft mit Beteiligung studentischer Korporationen und des Österreichischen Bauernverbandes eine Wochenendreise anläßlich des 200. Geburtstages des Bauernbefreiers dorthin organisiert.</p>



<p>Kudlich Schicksal ist das vieler Deutscher, die es in die USA verschlagen hat. 40 Millionen Amerikaner deutscher Herkunft gibt es heute. Ihren Weg stellt die aktuelle Eckartschrift <em>Der Traum vom Neuanfang. Deutsche Auswanderer in den USA</em> vor. Mit Tempo und detailreichen Kenntnissen erzählt Christoph Bathelt, Vorstandsmitglied der ÖLM, von der Neuen Welt, die mehr deutsche Elemente aufweist, als allgemein bekannt ist.</p>



<p><em>Ulrike Raich</em></p>



<p>Eckartschrift 255</p>



<p><strong>Christoph Bathelt</strong></p>



<p><strong><em><a href="https://marktplatz.oelm.at/produkt/eckartschrift-255-der-traum-vom-neuanfang-deutsche-auswanderer-in-den-usa/">Der Traum vom Neuanfang. Deutsche Auswanderer in den USA</a></em></strong><br><br><a href="https://marktplatz.oelm.at/produkt/eckartschrift-255-der-traum-vom-neuanfang-deutsche-auswanderer-in-den-usa/">Hier bestellen</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Orgeln aus dem Elsaß</title>
		<link>https://dereckart.at/orgeln-aus-dem-elsass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 16:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Handwerkszeug des christlichen Brauchtumes von Reinhild Bauer Virtuose Sonate, brausende Sinfonie oder schlichte Gesangsbegleitung – kirchliche Feste und Feiern sind ohne Orgelmusik nicht denkbar. Musik ergreift uns auf einer Ebene, die nicht durch Worte oder Räumlichkeiten ersetzt werden kann, sie stimuliert uns viel schneller als alle anderen „Umwelteinflüsse“. Daher ist jeder Versuch, feierliche, andächtige Stimmung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Handwerkszeug des christlichen Brauchtumes</h2>



<p></p>



<p><em>von Reinhild Bauer</em></p>



<p></p>



<p>Virtuose Sonate, brausende Sinfonie oder schlichte Gesangsbegleitung – kirchliche Feste und Feiern sind ohne Orgelmusik nicht denkbar. Musik ergreift uns auf einer Ebene, die nicht durch Worte oder Räumlichkeiten ersetzt werden kann, sie stimuliert uns viel schneller als alle anderen „Umwelteinflüsse“. Daher ist jeder Versuch, feierliche, andächtige Stimmung zu erzeugen, mit Musik verknüpft. In der Kirche etablierte sich als Werkzeug dafür die Orgel.</p>



<p><br>Wer sich auf eine kleine Entdeckungsreise im Bereich dieses Instrumentes begibt, wird schnell im Elsaß landen. Dort hat sich über Jahrhunderte eine deutsche Orgelbautradition entwickelt. Im Zeitalter des Barocks gab es sowohl in der Musik als auch im Orgelbau eine Blüte, deren Erzeugnisse bis heute die Kirchenmusik prägen. Die legendären Silbermann-Orgeln sind bis heute einzigartig. Sie entstammen der gleichnamigen sächsischen Familie, welche zuerst im Elsaß und später auch in ihrer Heimat Sachsen Orgeln baute. Andreas Silbermann als Begründer dieser erfolgreichen Familiengeschichte wanderte ins Elsaß aus und konnte sich dort einen Namen in diesem Fachgebiet erarbeiten. Sein Sohn Johann Andreas Silbermann führte seine Werkstatt weiter, bis auch er starb.</p>



<p>Die entstandene Lücke füllte nun der fränkische Orgelbauer Michael Stiehr. Er wiederum ist Begründer der Orgelbaufamilie Stiehr und Mockers und der gleichnamigen Firma, welche sich zur produktivsten im Elsaß entwickelte und als Familienbetrieb bis 1926 Bestand hatte. Stiehr übernahm die elsässische Bauweise der Silbermann-Orgeln und entwickelte Neuerungen, die immer noch zum Einsatz kommen. Von der Firma Stiehr und Mockers sind 250 Neubauten belegt, einige davon bis heute im Einsatz und zumeist gut instandgesetzt und&nbsp; unter Denkmalschutz. Die Orgeln dieser Firma blieben auf der linksrheinischen Seite, da rechts des Rheines genug Orgelbauer am Werk waren, um den Bedarf abzudecken. So sind bis heute oft Orgeln von deutschen Händen nach deutschen Entwicklungen gebaut in französischen Kirchen zu finden.</p>



<p><br>Mit dieser Geschichte ist es nicht verwunderlich, daß das Elsaß als Land der Orgeln bezeichnet wird und rund ein Sechstel aller Orgeln im heutigen Frankreich in diesem kleinen Landstrich zu finden sind. Sollte Ihr Interesse nun geweckt worden sein, diese Instrumente, die größtenteils unter Denkmalschutz stehen, zu bestaunen, finden Sie für Ihre nächste Urlaubsplanung hier eine Auflistung der schönsten Exemplare:<br><a href="https://www.itinerairesprotestants.fr/de/rundwege/das-elsass#:~:text=Das%20Elsass%20zählt%20ungefähr%201,sehenswürdige%20sind%20in%20evangelischen%20Händen">https://www.itinerairesprotestants.fr/de/rundwege/das-elsass#:~:text=Das%20Elsass%20zählt%20ungefähr%201,sehenswürdige%20sind%20in%20evangelischen%20Händen</a>.<br></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensbäume – Urkraft für die Kleinsten</title>
		<link>https://dereckart.at/lebensbaeume-urkraft-fuer-die-kleinsten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2024 14:03:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[von Reinhild Bauer Geburt und Kleinkindalter galten über lange Zeit als kritische Phasen des Lebens, die von einem Großteil der Kinder nicht überlebt wurden. Aus dieser Zeit rührt der Gedanke her, daß man dem jungen, schwachen Leben einen Baum an die Seite stelle, der dem Menschenkind Kraft geben, als Vorbild im Wachsen und Erblühen dienen [&#8230;]]]></description>
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<p><em>von Reinhild Bauer</em></p>



<p></p>



<p>Geburt und Kleinkindalter galten über lange Zeit als kritische Phasen des Lebens, die von einem Großteil der Kinder nicht überlebt wurden. Aus dieser Zeit rührt der Gedanke her, daß man dem jungen, schwachen Leben einen Baum an die Seite stelle, der dem Menschenkind Kraft geben, als Vorbild im Wachsen und Erblühen dienen und je nach Baum auch als Nahrungsquelle von Nutzen sein solle. Sagen und Legenden erzählen sogar von Fällen, in denen das Leben des Menschen mit seinem Baum so eng verknüpft gewesen sei, daß der eine dem Tod des anderen nachfolgt sei.</p>



<p>Geburtsbaum, Kinderbaum, Lebensbaum und neuerdings auch Sympathiebaum sind die Bezeichnungen für diesen Brauch. Wie alle Bräuche hat er Höhen und Tiefen mitgemacht, aber nie ganz an Bedeutung und Anwendung verloren. In den letzten Jahren erfreut er sich wieder größerer Beliebtheit, angeregt durch die Diskussionen zum Thema Umweltschutz und Arterhaltung und eine steigende Hinwendung zu naturorientierter Spiritualität.</p>



<p>Schöne Beispiele sind die Ortschaften Lohne (Niedersachsen) und Hohberg (Baden-Württemberg), welche seit Anfang des Jahres für jedes Kind einen Baum anbieten, den die Eltern in ihrem Garten oder auf Gemeindegrund pflanzen dürfen.</p>



<p><br>Daß die Regelung dieses Brauches durch die Gemeinden geschieht, ist auch keine neue Erfindung. In Basel wurde diese Sitte im 15. Jh. erstmals urkundlich erwähnt und war in der Schweiz teilweise bis ins 19. Jh. hinein eine genau geregelte Angelegenheit eben der Gemeinde. Aus Baden-Württemberg ist überliefert, daß für jedes neue Kind auf der „Allmand“, der Gemeindewiese, ein Fleck für die Pflanzung des Geburtsbaumes zugewiesen wurde.</p>



<p>Je nach Region erfreuten sich unterschiedliche Bäume dafür großer Beliebtheit: Aus der Schweiz ist überliefert, daß den Buben Apfelbäume und den Mädchen Birnbäume oder Nußbäume gepflanzt wurden. In Deutschland fiel die Wahl im 19. Jh. vorrangig auf Linden, Erlen und Eichen. Die Schlesier wiederum pflanzten zu diesem Anlaß gerne Myrten, wie uns der schlesische Dichter Gustav Freytag verrät:</p>



<p> <br><em>Vor meinem Fenster stand ein Myrtenstrauch, </em></p>



<p><em>ein kleiner Herre nach des Landes Brauch</em> </p>



<p><em>gepflanzt im ersten Neumond meines Lebens.</em></p>



<p><br>Am weitesten verbreitet ist bis heute als Pflanztag der Geburtstag, die Taufe oder der erste Neumond nach der Geburt. Als Ausnahme bekannt ist im Städtchen Hohenberg (Bayern) das Pflanzen des Baumes erst zum Schulabschluß.</p>



<p>Ob also spirituell angehaucht, naturverbunden oder pragmatisch veranlagt: Dieser Brauch beinhaltet für nahezu jeden eine ansprechende Gestaltungsmöglichkeit. Und sollte die Geburt Ihrer Kinder bereits verstrichen sein, so können Sie getrost einen alternativen Termin dafür suchen, ganz nach dem Leitspruch: Besser spät als nie!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Liebe Landsleute!</title>
		<link>https://dereckart.at/liebe-landsleute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[samuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 15:48:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Gründung der Österreichischen Landsmannschaft als „Deutscher Schulverein“ am 13. Mai 1880 ist es Vereinsziel, „Kinder vor dem Verlust ihres Volkstums zu schützen“ – so Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger zur 100-Jahr-Feier. Zu Beginn wurde dies vor allem mit bildungspolitischen Aktivitäten geleistet. So hat unser Verein bis zum Ersten Weltkrieg 152 eigene Bauten für Schulen und [&#8230;]]]></description>
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<p>Seit Gründung der Österreichischen Landsmannschaft als „Deutscher Schulverein“ am 13. Mai 1880 ist es Vereinsziel, „Kinder vor dem Verlust ihres Volkstums zu schützen“ – so Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger zur 100-Jahr-Feier. Zu Beginn wurde dies vor allem mit bildungspolitischen Aktivitäten geleistet. So hat unser Verein bis zum Ersten Weltkrieg 152 eigene Bauten für Schulen und Kindergärten errichtet und 410 Bauunterstützungen gewährt, 80 Lehrer und 100 Kindergärtnerinnen standen in seinem Dienst. Er war der erste und größte der um die deutschen Volksgruppen und Sprachinseln besorgten Vereine und Vorbild für den 1881 in Berlin gegründeten Allgemeinen Deutschen Schulverein mit später mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern. 1889 folgte in Graz der Verein „Südmark“, der im steirischen Grenzgebiet vor allem wirtschaftliche Hilfe durch Darlehen leistete.</p>



<p>Auch in der Zwischenkriegszeit unter verschärften Bedingungen und eigener materieller Not wurden Schulen und Kindergärten gebaut, betrieben und unterstützt. Nach dem Zusammenbruch von 1945 fiel all das weg, und es stand für lange Zeit die materielle Hilfe im Vordergrund, bis sie heute wieder vorwiegend der ideellen Unterstützung gewichen ist.</p>



<p>Bewegte Geschichte und zeitabhängige Erfordernisse in fast 150 Jahren Schutzarbeit! Diese war und bleibt wichtig, weshalb ihr der gebührende Stellenwert gegeben werden soll: Der 13. Mai sei in diesem Sinne von nun an der „Tag der Schutzarbeit“!</p>



<p>Unüberblickbar sind die zahlreichen Einzelaktivitäten, die im Rahmen der Schutzarbeit geleistet wurden und werden – nicht nur von der ÖLM, sondern auch von vielen Privatleuten, Pfarren usw. Sie alle gaben und geben Hilfe für notleidende deutsche Gemeinden in Osteuropa und Übersee, tragen durch ihr Engagement zur Verbundenheit mit der kulturellen Identität der Deutschen außerhalb deutscher Staatsgrenzen und zu ihrem Erhalt bei und bilden damit ein festes Band aus der Vergangenheit in die Zukunft. Am 13. Mai soll all den ehrenamtlichen Helfern ein Dankeschön für ihre große Leistung ausgesprochen werden!</p>



<p>Ulrike Raich</p>



<p>2. Obmann der Österreichischen Landsmannschaft</p>
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		<title>Der unsichtbare Riese –340 Jahre Deutschamerikaner</title>
		<link>https://dereckart.at/der-unsichtbare-riese-140-jahre-deutschamerikaner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 18:39:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue Eckartschrift 255 von Christoph Bathelt Vieles hat man schon gehört, einiges vermutet man, aber doch wird die Bedeutung der deutschen Auswanderung in die Vereinigten Staaten immer noch unterschätzt. Dabei hat sogar deren amtierender Präsident Joe Biden am 6. Oktober ausdrücklich die 40 Millionen Amerikaner deutscher Herkunft gewürdigt: „Ich fordere alle Amerikaner auf, die reiche [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Neue Eckartschrift 255</h2>



<p></p>



<p><em>von Christoph Bathelt</em></p>



<p></p>



<p>Vieles hat man schon gehört, einiges vermutet man, aber doch wird die Bedeutung der deutschen Auswanderung in die Vereinigten Staaten immer noch unterschätzt. Dabei hat sogar deren amtierender Präsident Joe Biden am 6. Oktober ausdrücklich die 40 Millionen Amerikaner deutscher Herkunft gewürdigt: „Ich fordere alle Amerikaner auf, die reiche und vielfältige Geschichte der Deutschamerikaner zu feiern und sich an die vielen Beiträge zu erinnern, die sie für unsere Nation geleistet haben. Heute bereichern Deutschamerikaner weiterhin den Charakter und die Kultur unserer Nation als Führungspersönlichkeiten in jedem Sektor und jeder Gemeinde. Sie bilden auch den Grundstein für die starke Bindung unseres Landes an Deutschland und seine Menschen.“</p>



<p>Von Elvis Presley bis Heinz Ketchup – von wegen typisch amerikanisch … ECKART-Autor Christoph Bathelt zeichnet den Weg der ersten Ansiedler aus dem deutschen Krefeld nach „Deitscheschteddel“ in Pennsylvania nach und die unterschiedlichen Gründe, welche unsere Landsleute zur Auswanderung bewogen. Dabei werden nicht nur die berühmten Pfälzer, sondern auch die deutlich weniger bekannten „Irlandpfälzer“ vorgestellt, von denen einer der bekanntesten mit Namen Pressler als Elvis Presley zu Weltruhm gelangte. Ebenso waren die hessischen „Söldner“ nicht die einzigen Soldaten, die im Unabhängigkeitskrieg ihr deutsches Blut vergossen – die Kontinentalarmee und ihre französischen Verbündeten hatten ebensolche tapferen Kameraden in ihren Reihen. Und selbst die angeblich „schmerzfreien“ Indianer hatten mit Herman Lehmann einen deutschen Krieger bei sich aufgenommen.</p>



<p>Ebenso ist das US-amerikanische Wirtschaftsleben ohne deutsche Unternehmer nicht denkbar, und das seit Anbeginn: So wurde die erste Bibel des Kontinents nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch von einem deutschen Verleger gedruckt, und zwar auf dem Papier eines deutschen Papiermachers. Die innovativen Büchsenmacher aus Pennsylvania ermöglichten die Eroberung des Westens, und Namen von Deutschen wie Heinz Ketchup und Annheuser-Busch sind auf der ganzen Welt vertreten.</p>



<p>Den Künstlern ist ein eigenes Kapitel gewidmet, das eigentlich Stoff für eine eigene Publikation bieten würde. Daher wurden vor allem die weniger bekannten erwähnt, die dennoch für die amerikanische Identität wesentlich waren, wie Emanuel Leutze, dessen Monumentalgemälde <em>Washington überquert den Delaware</em> zu einer US-amerikanischen Ikone wurde und eigentlich eine Uferstelle am Niederrhein zeigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Weltkriege und der Drang zur Assimilierung – wenig sichtbare größte Minderheit</h3>



<p></p>



<p>Tragisch ist allerdings, wie diese anerkannte und zahlenmäßig größte Minderheit der USA so schnell, innerhalb nur weniger Generationen, verschwand: Daran waren nicht nur die beiden Weltkriege schuld, sondern auch das Bedürfnis zur Assimilierung. Die weit verbreitete, aber unwahre Geschichte der sogenannten „Muhlenberg-Legende“, wonach die deutsche Sprache es fast zur Amtssprache in den USA geschafft hätte, wird dabei in der neuen Eckartschrift ebenso widerlegt wie andere beliebte Klischees und Vorurteile – unter „Kuriosa“ in einem eigenen Kapitel.</p>



<p>Nach dem historischen Abriß gibt das Buch aber auch einen Überblick über das, was bis heute übriggeblieben ist: Neben den vielen im „Alten Land“ etwas peinlichen Oktoberfesten gibt es ernsthafte Initiativen zur Rettung von Mundarten wie des „Pennsylvania Dutch’“. Selbst in Utah bei den Mormonen steigt das Interesse an Deutschkursen – allerdings weniger aus traditionellen, sondern mehr aus missionarischen Gründen. Die Burgenländer in Chicago empfingen gerade erst eine Delegation aus der Heimat mit Landeshauptmann Doskozil an der Spitze, und die erfolgreichsten Filmkomponisten in den Traumfabriken Hollywoods sind vor allem Deutsche.</p>



<p>Seit 2010 gibt es einen deutsch-amerikanischen Ausschuß im Kongreß mit rund 100 Mitgliedern, die sich für Handel und Investitionen, aber auch für den Erhalt ihres Kulturerbes einsetzen. Im selben Jahr wurde in Washington, D.C. ein Museum für eben dieses Erbe eröffnet. Dessen Trägerverein zeichnet seit 1987 einen „Deutschamerikaner des Jahres“ aus. Die legendäre Steubenparade wird nicht nur in New York City, sondern ebenso enthusiastisch auch in Chicago gefeiert – und das schon seit 1965. Und ebenso in Chicago beheimatet ist das „DANK-Haus“, benannt nach dem Deutsch-Amerikanischen National Kongreß, das jährlich mehr als 150 entsprechende öffentliche Kulturveranstaltungen organisiert. </p>
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		<title>Ein schlesisches Schicksal</title>
		<link>https://dereckart.at/ein-schlesisches-schicksal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[artikel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2024 06:48:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Volkstum]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine 21jährige BWL-Studentin aus Oberschlesien erzählt Vor genau einem Jahr konnte die ÖLM dank Ihrer Weihnachtsspende der Gemeinde Malapane (Ozimek) in Schlesien dabei helfen, an den sechs Schulen weiterhin den vollen Minderheitensprachunterricht in Deutsch anzubieten. Diesen hatte davor die polnische Regierungspartei PiS von drei auf eine Wochenstunde gekürzt – und zwar nur für die deutsche [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Eine 21jährige BWL-Studentin aus Oberschlesien erzählt</h2>



<p></p>



<p>Vor genau einem Jahr konnte die ÖLM dank Ihrer Weihnachtsspende der Gemeinde Malapane (Ozimek) in Schlesien dabei helfen, an den sechs Schulen weiterhin den vollen Minderheitensprachunterricht in Deutsch anzubieten. Diesen hatte davor die polnische Regierungspartei PiS von drei auf eine Wochenstunde gekürzt – und zwar nur für die deutsche Volksgruppe. Der Beschluß der polnischen Regierung ist nach wie vor aufrecht. Trotz aller Proteste müssen die Deutschen weiter mit der Diskriminierung leben, was Folgen für die nächste Generation nach sich ziehen wird. Aus Anlaß des Jahrestages der Sammlung für die Fortsetzung des Minderheitensprachunterrichtes zumindest in einer Gemeinde hat die ÖLM Vanessa Korgiel, ehemalige stellvertretende Vorsitzende des „Bundes der Jungen der deutschen Minderheit“ (BJDM) in Oppeln-Zentrum, zum Interview gebeten.</p>



<p>Ulrike Raich: Sehr geehrte Frau Korgiel, Sie sprechen perfekt Deutsch. Wie kommt das?<br>Vanessa Korgiel: Ich bin in Nordrhein-Westfalen geboren, weil meine Eltern damals dort gearbeitet haben. Als ich drei Jahre alt war, kehrte meine Familie nach Schlesien zurück. Dort mußten wir aber gut Polnisch können. Daher machten wir es so: Jeden Donnerstag und jeden Samstag sprachen meine Eltern, meine Schwester und ich immer nur Deutsch miteinander.</p>



<p>Wie viel trägt deutsches Fernsehen zu den Sprachkenntnissen bei?<br>Sehr viel. Die meisten Jugendlichen haben ja Eltern, die auch schon längst die deutsche Sprache verloren hatten. Sie konnten höchstens mit den Großeltern noch etwas Deutsch sprechen. Viele meiner Alterskollegen haben aber auf Deutsch ferngesehen. Vor allem Märchen haben uns geprägt.</p>



<p>Sie haben in der Schule den dreistündigen Minderheitensprachunterricht gehabt, zusätzlich zum normalen Unterricht von Deutsch als Fremdsprache. Ist der Minderheitensprachunterricht überhaupt notwendig?<br>Auf jeden Fall! Denn dort erlebte ich den emotionalen Zugang zu meiner Herkunft. Man lernt dort über die Geschichte des Landes, über die Höhen und Tiefen, die Kultur und Literatur Schlesiens. Am wichtigsten war für mich aber, daß ich dort Deutsch spielerisch erlernen konnte, ohne den Druck des „normalen“ Unterrichtes. Der Minderheitensprachunterricht machte einfach Spaß.</p>



<p>Mit der Kürzung des Sprachunterrichtes nur für die Deutschen ging und geht eine antideutsche Stimmungsmache durch die Regierung und durch Polen einher. Sind die Folgen für Sie in Schlesien spürbar?<br>Ja, man merkt, wie Zwietracht zwischen den Volksgruppen gesät wird, leider erfolgreich. Doch die Geschichte läßt sich nicht verändern, wir müssen mit ihr leben und mit ihr zurechtkommen.<br>Was bedeutet das für das Zusammenleben zwischen Polen und Deutschen in Schlesien?<br>Viele Schlesier trauen sich nicht mehr, Deutsch zu sprechen. Mein Cousin zum Beispiel spricht mit seiner Frau und seinen Eltern Deutsch, aber mit den Kindern Polnisch. Wenn diese jetzt auch keinen Minderheitensprachunterricht mehr haben, dann werden sie von polnischer Seite wohl gänzlich vereinnahmt werden.</p>



<p>Was kann man dagegen tun?<br>Immer wenn ich meinen Cousin besuche und mit seinen Kindern spiele, flechte ich die deutsche Sprache ein. Ich versuche immer wieder, ihm zu erklären, wie wichtig Sprachkenntnisse sind. Ich merke es an mir selbst: Ich studiere BWL und möchte demnächst ein Semester in Österreich absolvieren. Das geht mit meinen Deutschkenntnissen einfach viel einfacher. Ich glaube auch, daß ich meinen Studienkollegen damit etwas voraushabe.</p>



<p>Wie ist die deutsche Jugend in Oberschlesien organisiert?<br>Wir haben ein Büro in Oppeln und sind in Ortsgruppen mit rund 2.000 Mitgliedern organisiert. Damit sind wir eine der größten Jugendvereinigungen in ganz Polen. Seit 1998 ist der BJDM Mitglied im europäischen Netzwerk Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV). Ich selbst komme aus einem kleinen Dorf, zu klein für eine ganz Ortsgruppe. Wir waren einige Jugendliche, die aus so kleinen Dörfern kamen. Wir haben uns dann in Oppeln getroffen und die Ortsgruppe Oppeln-Zentrum für all jene gegründet, die verstreut wohnen. Das hat geklappt.</p>



<p>Sie arbeiten Vollzeit und studieren in Mindeststudienzeit. Bleibt da noch Zeit für Engagement für die deutsche Minderheit?<br>Wenig. Alle, die wir einst als 16- bis 19jährige im BJDM waren, haben sich in alle Winde zerstreut. Aber das ist in diesem Lebensabschnitt wohl ganz normal. Wir versuchen trotzdem, etwas zu machen. So hab ich im Sommer im Fernsehen ein Interview gegeben und erklärt, wie wichtig und schön es sei, Deutsch zu können.</p>



<p>Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihren Lebensweg! </p>
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